Daten spielen bloß nicht mit

in DAX Daily
vom


die gestrigen Wirtschaftsdaten aus den USA enttäuschten einmal mehr auf ganzer Linie. Dabei waren es gerade die Vereinigten Staaten, die neben den Emerging Markets seit dem vergangenen Sommer noch ein nennenswertes Wachstum aufzuweisen hatten. Aber das scheint Geschichte zu sein. So sank das vom Forschungsinstitut Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen im Mai von 68,7 auf 64,9 Punkte und damit den dritten Monat in Folge und auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2011. Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.


Gleichzeitig sank der Case-Shiller Hauspreisindex im März weiter, nämlich um -2,6 Prozent, nach -3,5 Prozent im Monat zuvor. Er verfehlte damit klar die Erwartungen und widerlegt die These, dass es am US-Immobilienmarkt eine Bodenbildung gäbe.

In dieser Situation ließ der Präsident der regionalen Notenbank von Philadelphia, Charles Plosser, am Montag bei seiner Rede in Washington D.C. verlauten, er halte nichts von einer unnötigen Panikmache aufgrund der Euro-Krise. Die US-Wirtschaft werde in den Jahren 2012 und 2013 voraussichtlich um 2,5 bis 3,0 Prozent wachsen. Da stellen sich für mich gleich zwei Fragen. Erstens: Welche Wirtschaftsdaten erlauben denn einen so weiten Blick voraus (in der Regel reicht die Prognosefähigkeit gerade einmal bis zum Jahresende 2012) - oder noch besser: Welche davon zeigen ein starkes Wachstum an? Und zweitens: Was raucht dieser Mann? Das Zeug muss verdammt gut sein...

von
Henrik Voigt
Henrik Voigt

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Kommentar von Dersch Manfred

Hallo Voigt, Ihre Analyse ist natürlich absolut logisch und nachvollziehbar. Jedoch machen die Amis natürlich das, was uns Europäern absolut fehlt. Und beide machen es m. E. extrem übertrieben. Manchmal kommts halt auf die Verpackung an, dann kaufen die Leuten jeden Dreck. Und komischer Weise schmeckt er auch noch gut. Manche Leute schlucken ein paar Zuckerpillen und schon geht es ihnen besser. Wieso? Placeboeffekt! Wieso soll das nicht auch in der kranken Wirtschaftslage wirken. Wenn ich einem kranken Patienten die ganze Zeit nur erläutere wie schlecht seine Situation ist, weiss ich nicht wie ihm das helfen soll. Die Amis machen es sich natürlich etwas zu einfach und wälzen den schwarzen Peter einfach auf Europa ab. Geht es ihnen gut waren es natürlich die Stars&Stripes. Geht es ihnen aber schlecht war es das alte Europa. Die Griechen - und da bin ich ganz ehrlich und das ist meine ganz persönliche Meinung - machen es sich ähnlich einfach und verhalten sich nach der Devise: "Es soll mich im Winter noch mehr in meinen Fingern frieren, wenn mir meine Mutter keine Handschuhe anzieht!". Das Problem in Griechenland ist nicht nur die Politik, sondern auch die Gesellschaft. Ich will hier nicht auf Einzelfälle eingehen - es gibt sehr viele Leute in Griechenland die es wirklich sehr sehr hart trifft und die bestimmt auch immer ihre Steuern und Abgaben geleistet haben. Aber es ist halt auch umgekehrt gelaufen. Und die Probleme in Griechenland sind halt mal hausgemacht. Und verdammt nochmal, dass muss doch erlaubt sein, dass man sagen darf: "Bekommt endlich mal Eure Ärsche in die Höhe und tut was für Euer Land". Wir haben in Euer Land Milliarden von Euro gesteckt und was macht Ihr? Ihr seid untereinander zerstritten und faucht jeden an, der mal die Wahrheit sagt. Gehts noch? Liebe Griechen - keine hat was gegen Euch - die Milliardenhilfen müssen Euch Beweis genug sein, dass wir Euch helfen wollen. Jetzt krämpelt mal die Ärmel hoch und dann könnt Ihr das schon stemmen. Aber wenn Ihr selber nicht an Euch glaubt, wie sollen es wir dann noch? Und liebe Amis - Optimismus ist ja immer besser als Pessimismus. Da können wir Europäer noch was lernen. Ihr seht das Glas immer halb voll - wir halt immer halb leer. Aber es muss ja nicht gleich soooo übertrieben werden...

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