Daten: Europa
Miriam Kraus in Rohstoff Daily
vom 6. Februar 2012, 20:45 Uhr
ENL5454
Deutschland
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sind die deutschen Großhandelsumsätze im Dezember um nominal um 0,2% gegenüber dem Vormonat gestiegen, nach einem Zuwachs von 0,5% im Vormonat. Real ergibt sich ein Plus von 0,8%, nach +0,1% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Umsätze nominal um 3,2%, nach +5,4% im Vormonat und real um 1,9%, nach +2,5% im Vormonat.
Wie die Bundesagentur für Arbeit bekannt gab, ist die Zahl der offenen Stellen in deutschen Unternehmen im Januar weiter gewachsen. Der Stellenindex verzeichnete einen Anstieg um 2 Punkte gegenüber dem Vormonat und 23 Punkte gegenüber dem Vorjahresmonat auf 181 Punkte.
Destatis gab zudem bekannt, dass die Verbraucherpreise im Januar um weiter erhöht haben. Voraussichtlich dürfte eine Jahresteuerungsrate von 2% erreicht werden. Zudem teilte Destatis vorläufig mit, dass der HVPI für Januar einen Anstieg um 2,3% gegenüber dem Vorjahresmonat aufweist.
Zudem erklärte Destatis, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember um 1,3% oder 525.000 gegenüber dem Vorjahresmonat auf 41,4 Millionen gestiegen ist.
Ferner gab Destatis bekannt, dass der deutsche Einzelhandelsumsatz im Dezember nominal um 1,7% gegenüber dem Vormonat gesunken ist, nach einem Minus von 0,8% im Vormonat. Real ergibt sich ein Rückgang von 1,4%, nach -1% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Einzelhandelsumsätze nominal um 0,5%, nach +2,7% im Vormonat. Real sanken die Umsätze auf Jahressicht um 0,9%, nach +0,9% im Vormonat. Im Gesamtjahr 2011 stiegen die Umsätze nominal um 2,6% und real um 0,9% gegenüber dem Vorjahr.
Überdies teilte Destatis mit, dass die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 302.000 auf 3,082 Millionen gestiegen ist. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 264.000. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat auf 7,3%.
Wie das ifo-Institut mitteilte, ist die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft im Januar gesunken. Von den befragten Unternehmen schätzen 22,8% die Kreditvergabe durch die Banken als restriktiv ein, nach 23,1% im Vormonat und 25,5% im Vorjahresmonat.
Wie der VDMA bekannt gab, sind die Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Dezember real um 10% gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Hierbei brachen die Aufträge aus dem Ausland um 14% ein, während die Inlandsaufträge stagnierten. Im 3-Monats-Vergleich Oktober bis Dezember ergibt sich ein Minus von 7% gegenüber der Vorjahresperiode.
EUROPA
EU/Eurozone
Wie die EU-Kommission bekannt gab, hat sich die Wirtschaftsstimmung in der EU im Januar verbessert. Der entsprechende Sammel-Index für die EU27 stieg von 91,6 Punkten im Vormonat auf 92,8 Punkte. Der Index für die Eurozone stieg von 92,8 Punkten im Vormonat auf 93,4 Punkte.
Zudem gab die EU-Kommission bekannt, dass sich auch das Geschäftsklima in der Eurozone im Januar aufgehellt hat. Der entsprechende Index stieg von -0,32 Punkten im Vormonat auf -0,21 Punkte.
Wie Eurostat mitteilte, verharrte die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Dezember bei 10,4% gegenüber dem Vormonat, nach 10% im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote der EU27 verharrte bei 9,9% gegenüber dem Vormonat, nach 9,5% im Vorjahresmonat. Die Zahl der Arbeitslosen stieg in der EU27 um 24.000 gegenüber dem Vormonat und 923.000 gegenüber dem Vorjahresmonat und in der Eurozone um 20.000 gegenüber dem Vormonat und 751.000 gegenüber dem Vorjahresmonat.
Eurostat teilte zudem mit, dass die Verbraucherpreise in der Eurozone im Januar um 2,7% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,7% im Vormonat.
Eurostat erklärte zudem, dass die Erzeugerpreise in der Eurozone im Dezember um 0,2% gegenüber dem gesunken sind, nach einem Anstieg um 0,2% im Vormonat. Die Preise in der EU27 sanken um 0,2%, nach einem Anstieg um 0,4% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise in der Eurozone um 4,3%, nach einer Jahresteuerungsrate von 5,4% im Vormonat und in der EU27 stiegen die Preise um 4,9% gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Jahresteuerungsrate von 6,4% im Vormonat. Durchschnittlich stiegen die Preise in 2011 um 5,9% in der Eurozone und um 6,7% in der EU27.
Wie Eurostat mitteilte, ist der europäische Einzelhandelsumsatz im Dezember gesunken. So sanken die Umsätze in der Eurozone um 0,4% gegenüber dem Vormonat, nach einem Rückgang um 0,4% im Vormonat. In der EU27 dagegen stiegen die Umsätze um 0,3%, nach -0,2% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich für die Eurozone ein Minus von 1,6%, nach -1,5% im Vormonat und für die EU27 ein Plus von 0,1%, nach -0,7% im Vormonat.
Frankreich
Wie die französische Statistikbehörde Insee bekannt gab, sind die Erzeugerpreise im Dezember um 0,1% gegenüber dem Vormonat gefallen, nach +0,4% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Anstieg um 4,7%.
Zudem gab Insee bekannt, dass der private Konsum im Frankreich im Dezember gesunken ist. Die Verbraucherausgaben sanken um 0,7% gegenüber dem Vormonat, nach +0,1% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Minus von 3,1%.
Italien
Wie die italienische Statistikbehörde Istat bekannt gab, hat sich das Geschäftsklima im Januar verschlechtert. Der entsprechende Index für das Verarbeitende Gewerbe sank von 92,5 Punkten im Vormonat auf 92,1 Punkte. Der Index für den Dienstleistungssektor sank von 80,2 Punkten im Vormonat auf 76,4 Punkte.
Istat teilte zudem mit, dass die Verbraucherpreise im Januar um 3,2% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen sind, nach einer Jahresteuerungsrate von 3,3% im Vormonat.
Spanien
Wie die Bank of Spain bekannt gab, ist die spanische Wirtschaft im 4.Quartal um 0,3% gewachsen gegenüber dem Vorjahresquartal, nach einem BIP-Wachtsum von 0,8% im 3.Quartal. Im Vergleich zum Vorquartal schrumpfte die Wirtschaft damit um 0,3%. Für das Gesamtjahr 2011 wurde ein Wachstum von 0,7% ausgewiesen. Für 2012 geht die Notenbank von einer Schrumpfung in Höhe von 1,5% aus und für 2013 von einem Wachstum von 0,2%.
Wie die spanische Statistikbehörde INE bekannt gab, sind die Verbraucherpreise im Januar um 2% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,4% im Vormonat.
Wie das spanische Arbeitsministerium bekannt gab, ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 4.01% oder 177.470 gegenüber dem Vormonat auf 4,6 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Anstieg der Arbeitslosenzahl um 8,72%.
UK
Der UK-Immobilienmarkt hat sich im Januar stabilisiert. So verharrte der britische Hometrack-Immobilienpreisindex unverändert gegenüber dem Vormonat, nach einem Minus von 0,2% im Vormonat.
Wie die Nationwide Building Society bekannt gab, hat sich der britische Immobilienmarkt im Januar abgekühlt. Der entsprechende Index sank um 0,2% gegenüber dem Vormonat, nach -0,2% im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Anstieg um 0,6%, nach +1% im Vormonat.
Tschechische Republik
Wie das tschechische Arbeitsministerium mitteilte, ist die Zahl der Arbeitslosen im 4.Quartal um 25.100 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Die Arbeitslosenquote sank von 7% im Vorjahresquartal auf 6,5%.
Wie die tschechische Statistikbehörde CSU bekannt gab, sind die Einzelhandelsumsätze im Dezember um 1,6% gegenüber dem Vorjahresmonat gewachsen, nach +0,5% im Vormonat. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein Plus von 0,5%. Für das Gesamtjahr 2011 wurde ein Umsatzwachstum von 1,9% gegenüber 2010 ausgewiesen.
Schweiz
Wie das Bundesamt für Statistik bekannt gab, sind die Detailhandelsumsätze im Dezember real um 2,9% und nominal um 3,4% gegenüber dem Vormonat gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich real ein Plus von 0,6% und nominal ein Minus von 2,9%.
Wie die Eidgenössische Zollverwaltung bekannt gab, ist der Handelsbilanzüberschuss im Jahr 2011 von 19,49 Milliarden CHF in 2010 auf 23,85 Milliarden CHF gestiegen. Hierbei stiegen die Exporte nominal um 2,1% und real um 8,1% auf 197,57 Milliarden CHF, dagegen sanken die Importe nominal um 0,1% auf 173,73 Milliarden CHF (real ergibt sich ein Plus von 1,9%).
OECD
Wie die OECD mitteilte, sind die Verbraucherpreise in den Mitgliedsländern im Dezember um 2,9% gestiegen, nach einer Jahresteuerungsrate von 3,1% im Vormonat.
Zum zweiten Teil von: Daten: Amerikas, Asien, Afrika