Das weltweite Finanzsystem
Bill Bonner in Investors Daily Update
vom 2. Oktober 2009, 10:30 Uhr
Vor wenigen Jahren hatte ich das Gefühl, das weltweite Finanzsystem sei in den Krieg gezogen. Ich habe fröhlich auf die Siegesparaden gewartet. Ich bin davon ausgegangen, dass Mr. Market die Regierungsvertreter gründlich und fest verhauen würde. Bislang ist das noch nicht passiert.
Die fetten und die mageren Jahre
Auf der einen Seite stehen die Kräfte der natürlichen Marktkorrektur... nach einer langen, langen Phase der Expansion. Je lockerer die Geldpolitik wird, desto mehr Menschen neigen dazu, das Geld falsch auszugeben und zu investieren. Und dann müssen die Fehler unzweifelhaft korrigiert werden. Dafür sind die Bärenmarkte und die Rezessionen gut.
Aber die Regierungsvertreter mögen die Bärenmärkte und die Rezessionen nicht. Zumindest nicht, seit Keynes seine allgemeine Theorie im frühen zwanzigsten Jahrhundert verkündet hat. Seitdem glauben sie, dass sie sich ihnen nicht mehr stellen müssen. Keynes hat sich eine Scheibe vom Alten Testament abgeschnitten. Die Regierungen sollten sich so verhalten, wie der weise ägyptische Pharao. Das hat er zwar nicht gesagt, aber das hätte er sagen sollen.
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