Das Warten auf den zweiten Schritt der Immobilienkrise
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 20. Juli 2007 12:00 Uhr
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Warten Sie auf den erwarteten zweiten Schritt der amerikanischen Immobilienkrise? Ich hoffe, Sie sitzen bequem, denn es könnte etwas länger dauern.
Die chronischen Bären erwarten, dass die Ausblendung des minderwertigen Kreditsegments die Nachfrage nach Häusern für eine halbe Million Dollar senken wird und sie phantasieren, dass 7% Hypothekenraten dem verbleibenden Immobilienmarkt den Rest geben werden. Und wenn die Kredite auf das Eigenkapital der Häuser und die Refinanzierungen zurückgehen, dann sollen angeblich auch die Verbraucherausgaben in Amerika sterben, denn laut des pessimistischen Mantras, haben die Amerikaner ihre Häuser als Geldautomaten verwendet – und das Eigenkapital an ihren Häusern in Playstations und Salzstangen verwandelt.
Das Lustige ist, dass die Refinanzierungen zurückgegangen sind, nachdem die Zinsen im vergangenen Jahr gestiegen waren. Und die Amerikaner haben dennoch weiterhin Geld ausgegeben. Könnte es sein, dass die Verbraucherausgaben letzten Endes doch nicht an die Kredite auf Eigenkapital gekoppelt waren? Könnten die Ausgaben nicht auch durch die Tatsache angetrieben worden sein, dass das Leben, trotz der Behauptungen der Präsidentschaftsanwärter, gut ist und dass die Gehälter auf Rekordniveau liegen, dass es zahlreiche Jobs gibt und dass die amerikanische Demographie sehr zu Gunsten einer Expansion für weitere Jahre spricht.
Sie sind wenigstens gut für eine Überraschung.
Im Juni 07 ist die Dienstleistungsindustrie (wie z.B. Restaurants, Hotels und Banken) mit der größten Geschwindigkeit in 14 Monaten gewachsen. Augenscheinlich kann die Expansion bei den Dienstleistern, die fast 90% der amerikanischen Wirtschaft ausmachen, die Auswirkungen des Immobilienrückgangs auffangen.
Amerikanische Unternehmen haben im Juni mehr Arbeiter auf ihre Gehaltslisten gesetzt, als in irgendeinem anderen Monat seit sieben Monaten, wobei die Lohnlisten um 125.000 Einträge wuchsen, nach einem Zuwachs von 157.000 im Mai – wobei die Einstellungen durch Regierungsbehörden nicht mitgezählt wurden.
Das sieht nach einer weiteren Möglichkeit aus, mich selbst daran zu erinnern, dass die beste Erfolgsgeschichte, die die Dauerbären zu verzeichnen haben, eine Reihe von Bullenmärkten ist, die sie verpasst haben.