Das war ein klassischer Fehlausbruch!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 22. Juli 2009, 08:30 Uhr
EUR/USD
Erst wurde ich gestern etwas unglücklich ausgestoppt, und dann wurde ich beim nächsten Trade auch noch Opfer eines Fehlausbruchs. Ärgerlich, aber so ist eben das Trader-Geschäft. Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 1,4250 bin ich long gegangen (Ausführung zu 1,4255). Schon nach kurzer Zeit entpuppte sich der Ausbruch als Fehlausbruch: So überzeugend und schnell die Bewegung nach oben stattfand, so schnell (und ernüchternd) ging es sofort wieder abwärts. Als die obere Begrenzungslinie der Flagge wieder von oben nach unten durchbrochen wurde, wurde mein Stopp ausgelöst (Ausführung zu 1,4222). Meine bislang gute Monatsperformance bei den Devisen-Trades bröckelt damit weiter. Die derzeitige Situation macht mich ziemlich ratlos. Sowohl die Flagge, als auch den Widerstandsbereich bei 1,4250 kann ich kaum für weitere Trading-Ideen heranziehen. Beide haben versagt!
Kommt der Euro gegen den Dollar unter Druck, werde ich diesen Impuls in einen Short-Einstieg umwandeln. Dabei muss neben der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) - bei mir ist es immer der exponentielle gleitende Durchschnitt - auch noch die Aufwärtstrendlinie des „alten" Trendkanals nach unten durchbrochen werden. Kommt es an diesem Punkt aber zum Richtungswechsel, kaufe ich den Euro. Auf der Oberseite des Charts nehmen meine Fragezeichen weiter zu. Ich probiere es wohl doch noch einmal mit dem gestrigen Long-Einstieg oberhalb von 1,4250. Stößt der der Euro-Kurs vorher an, fühle ich mich aber mit einer Short-Position wohler.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Der Euro kümmert sich derzeit wenig um die Charttechnik. Was sonst gerade bei Devisen gut funktioniert, hat die letzten Tage seinen Dienst komplett verweigert.