in Profit Radar zum Thema Global Anlegen
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Auch die UBS vertritt die Meinung, dass eine globale Diversifikation des Solarmarktes dringend notwendig ist, um die Abhängigkeit von dem europäischen Kernmarkt zu reduzieren. Denn durch die Schuldenkrise werden die südeuropäischen Solarmärkte nicht so stark in Schwung kommen, wie es lange Zeit erwartet wurde.
Und Deutschland wird diese niedrigere Nachfrage nicht ewig mit seinem Wachstum kompensieren können. Trotzdem ist die UBS der Meinung, dass es noch 12 bis 18 Monate dauern wird, bis weitere bedeutende internationale Solarmärkte entstehen werden. Es gibt einige Emerging Markets, die sehr vielversprechend aussehen.
Dazu zählen Brasilien und Chile aus Südamerika sowie Malaysia und Thailand aus Südostasien. Außerdem entstehen interessante Märkte, mit Installationspotentialen, die im internationalen Solarmarkt bedeutend sind, in Südafrika und im Mittleren Osten. Aber es wird laut der UBS eben noch mindestens ein Jahr dauern, bis diese Märkte Installationen im GW-Bereich aufweisen können.
Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht - vor allem für die deutschen Solarunternehmen: Die UBS geht trotzdem von weiter fallenden Preisen für Solarmodule aus. Die Schweizer haben ihre Prognosen für den durchschnittlichen Solarmodul-Preis in 2012 noch mal deutlich reduziert. Von bisher 1,05 USD/Watt auf jetzt nur noch 0,85 USD/Watt.
In 2013 könnten sie Solarmodul-Preise sogar noch weiter fallen - auf durchschnittlich 0,75 USD/Watt. Damit ist klar: Das große Sterben im westlichen Solarsektor wird weitergehen. Es wird auch Gewinner geben. Aber das werden die chinesischen Solarkonzerne und große Mischkonzerne sein, dies es sich leisten können, eine defizitäre Solarsparte mitzuschleppen und mit Quersubventionen zu stützen, bis die Marktbereinigung vollzogen ist.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi