Das vereinte Deutschland
Daniel Fehring in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 15. August 2006 08:30 Uhr
ENL5454
Am Sonntag wurde der Errichtung der Berliner Mauer gedacht. Einerseits gut, andererseits muss ich sagen, warum soll man der negativen Dinge immer gedenken. Es wäre doch viel besser, man gedenkt nur der positiven Dinge. Wenn man immer nur an die negativen Dinge denkt, bleibt diese negative Energie erhalten. Gelernt haben die Menschen sowie schon, oder werden es nie, siehe Libanon. Also sollten wir lieber den positiven Dingen Aufmerksamkeit schenken und uns nicht mit den negativen permanent belasten. Das Leben ist durch unsere Nachrichten schon hart genug zu ertragen.
Aber wir Deutschen sind ja wieder vereint und ich finde, jede Deutsche Mark war es wert, dass wir wieder gemeinsam Deutsche sind. Auch wenn sich der „Ossi" zum Teil benachteiligt fühlte und der „Wessi" über Undank beklagte. Auf die Geschichte gesehen war dies ein einmaliger Akt, der uns einmal von einem anderen Staat erst einmal nachgemacht werden soll.
Jetzt haben wir aber 16 Bundesländer. Grössere Pluralität in der Politik hemmt noch mehr die schnelle Umsetzung von Gesetzen, d. h. unsere Mühlen mahlen noch langsamer. Ich glaube, dies ist nicht von der Hand zu weisen.
Können Sie sich noch an den Geschichtsunterricht in der Schule erinnern? Vor noch nicht all zu langer Zeit bestand unser Land aus Fürstentümern. Dies waren hunderte, ansonsten könnte die „Gala" heute nicht so viel von deren Nachfahren berichten. Damals hatte man schon erkannt, dass ein Zusammenschluss zu grösseren Einheiten sinnvoll ist. In unserer globalisierten Welt haben wir mit Europa schon den ersten Schritt getan. Aber was im Grossen gilt, gilt auch im Kleinen.
Daher werden die ersten Stimmen laut, dass 16 Bundesländer zu viel sind und dass einige zusammengelegt werden sollten. Der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger fing mit dieser Diskussion an. Er regt in einem Interview an, dass 16 Bundesländer zu viel seien. Die Zusammenarbeiten unter den Bundesländern sind schon vorhanden. Auch gibt es den Finanzausgleich unter den Bundesländern. Warum sollte es dann 16 geben.
In der Theorie gebe ich Herrn Oettinger vollkommen Recht. Aber ich könnte mir in der Praxis nicht vorstellen, dass z. B. Bayern mit Hessen fusioniert. Die Diskussionen wären nicht auszudenken, auch wenn es ein logischer Schritt wäre. Die Wirtschaft macht es mit seinen vielen Fusionen vor. Ansonsten könnten Firmen nicht so schnell wachsen. Früher hat man die Töchter mit dem Nachbarstaat verheiratet. Diese Methode funktioniert aber mit den auf Karriere orientierten Politikern nicht. Die Vorstellung, dass eine Tochter von Herrn Stoiber den Sohn von Herrn Koch heiratet und dann beide Bundesländer zusammengehen, wäre doch Klasse!
Der Föderalismus ist bei uns im Grundgesetz verankert, ansonsten würden wir dem französischen Beispiel folgen und den Zentralismus vorziehen. Sicherlich vereinfacht dieses sehr viel. Andererseits kommen die regional unterschiedlichen Bedürfnisse nicht mehr zum Tragen.
Ich bin da anderer Meinung. Experten predigen immer, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Warum sollten nicht die Bundesländer in einer gewissen Weise in Konkurrenz stehen. Das belebt das politische Geschehen. Nicht umsonst werden Baden-Württemberg und Bayern für die Finanzen immer vorgezeigt. Fällt solch ein Effekt weg, entsteht vielleicht ein Freibrief für die eine oder andere Ausrede für zentralisierte Nachlässigkeit in Berlin.
Harte Zeiten für den Zahnarzt
Wer hat nicht eine gewisse Angst vor unseren Helfern im weissen Kittel, die uns vor den schlimmsten Schmerzen bewahren, die wir kennen? Geliebt werden Sie nicht von uns, aber froh sind wir im Notfall über die Retter unserer Zähne.
Laut FTD (Financial Times Deutschland) soll dieses ab 2011 nicht mehr notwendig sein, da die Fa. Oragenics jetzt an einem Mittel arbeitet, welches die Bildung von Karies dauerhaft verhindert.
Das medizinische Wundermittel enthält genmanipulierte Mikroben, die die Bildung von Plaque nicht aufkommen lassen. Die genaue chemische Beschreibung sprengt hier den Rahmen, aber die Wirkung soll dauerhaft und sehr präventiv sein. Ich habe auf diese Meldung schon seit Jahren gewartet. Wenn dieses Mittel wirklich das hält, was es verspricht, dann kommen auf unsere Zahnärzte harte Zeiten zu.
Ich fühle in diesem Fall einmal im umgekehrten Sinne den Schmerz mit unseren Zahnärzten, aber ich freue mich auch auf eine bessere Zeit für unsere Zähne, da die Evolution unsere Zähne nicht berücksichtigt hat und jeder Mensch in seinem Leben mit Ihnen mehr oder weniger viel zu tun bekommt.
Herzlichst
Daniel Fehring
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