Das Umfeld treibt die Rohstoffpreise! - - Sugar 11 über 32 US-Cent
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 5. November 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Nachdem der Preis pro Pfund Sugar 11 zur Lieferung im März an der NYBOT bereits am Dienstag die 30 US-Cent-Marke geknackt hatte und auf ein 30-Jahres-Hoch gestiegen war, treibt das bullische Rohstoff-Umfeld mit allen im 1.Teil genannten Faktoren, die Preise zum Ende der Woche noch weiter deutlich an.
So erreichte der März-Kontrakt am Freitag ein Hoch bei 32,30 US-Cent pro Pfund!
Die Gründe dafür sind nach wie vor die gleichen, wie ich sie in meinem letzten Update vom 27. und 28. September genannt hatte. Nach wie vor besteht Unsicherheit insbesondere in Bezug auf die indische Zuckerernte und mögliche Export-Limits. Hinzu kommt die generell steigende Nachfrage.
Aktuell notiert Sugar 11 zur Lieferung im März bei 31,62 US-Cent pro Pfund an der NYBOT/ICE US.
Ausblick
Grundsätzlich bleibt das Umfeld mit genereller USD-Schwäche und QE-Maßnahmen positiv für die Ölpreise und die Rohstoffpreise generell. Kommen dann auch noch positive Daten von fundamentaler Seite hinzu (Rückgang US-Benzinbestände), treibt dies die Preise weiter deutlich nach oben. Dennoch würde ich generell eine zwischenzeitliche Gegenbewegung nicht ausschließen, auf dem aktuell hohen Preisniveau. Sobald die Ölpreise allerdings die 90 US-Dollar-Marke nachhaltig überschreiten können, rückt auch die 100 US-Dollar-Marke erneut wieder in den Fokus.
Alle Faktoren bleiben nach wie vor deutlich positiv für Gold und Silber. Die 1.400 USD-Marke im Gold bzw. die 27 USD-Marke im Silber sind nun in Sicht. Zwischenzeitlich ist nach einem Überschreiten der Marken natürlich immer mit Konsolidierungsphasen bzw. auch leichten Korrekturen zu rechnen, was aber nichts am langfristig intakten Aufwärtstrend ändert.
Generell dürften auch die Industriemetallpreise dank des positiven Umfelds weiterhin gut unterstützt bleiben.
Die Zucker-Euphorie ist hoch und könnte die Preise sogar noch bis in Richtung der 35 US-Cent-Marke treiben. Dennoch bleibt insbesondere abzuwarten, wie sich tatsächlich die indische Ernte entwickelt. Sollte Indien wieder mit stabilen Exporten beginnen, könnte dies ein Grund für einen raschen Preisrückgang bedeuten. Dann aber rücken erneut das weltweite Lagerbestandsniveau und die Aussichten für die kommende Ernte in den Fokus und könnten die Preise wieder antreiben.
So long liebe Leser....damit verabschiede ich mich für diese Woche und wünsche Ihnen ein schönes, erholsames und freudiges Wochenende....bis nächsten Montag, wenn wir uns wiederlesen und liebe Grüße...
Ihre Miriam Kraus
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