Das Schöne an einer Revolution
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 21. Oktober 2011, 07:30 Uhr
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Das Schöne an einer Revolution ist, dass man sie nicht verstehen muss. Sie muss keinen "Sinn machen". Die Leute brauchen keine vernünftigen Ziele oder realistische Vorschläge. Revolutionen sind wie Technologieaktien. Sie ermöglichen es den Leuten, zu glauben, was immer sie wollen.
Sie können sich vorstellen, dass die Revolution alle reich machen wird...und auch mächtig. Sie können sich vorstellen, dass sie in Florida in den Ruhestand gehen können....oder Botschafter werden am Court of St. James in London. Sie können sich vorstellen, dass die Revolution ihre Haare wachsen lässt oder gewisse Dinge am Körper einige Zentimeter wachsen lässt. Sie können glauben, was immer sie wollen.
Aber unter den Fantasien ist eine harte Wahrheit: Das derzeitige System funktioniert für diese Leute nicht mehr. "In Frankreich versuchte vor der Revolution jeder, ein besonderes Privileg zu erhalten", erklärte mir meine geschichtsbewusste Frau.
Privilegien der Reichen
Die Reichen und Mächtigen finden immer einen Weg, vorne zu sein. Ich denke, das ist immer so. Einer hatte ein Monopol auf den Tabakverkauf. Ein anderer hatte das Recht, in bestimmten Regionen Frankreichs Steuern einzutreiben. Fast die gesamte Aristokratie war zu Zombies geworden.
"Die Regierung war zahlungsunfähig. Sie benötigte verzweifelt Geld. Deshalb begann sie jeden auszuquetschen, den sie bekommen konnte. Das machte die Situation schlimmer."
Gleichzeitig änderte sich die zugrunde liegende Wirtschaft schnell. Während die Zombies das Land und die Regierung kontrollierten, schuf eine neue Klasse von Unternehmern und Händlern realen Reichtum. Diese neue dynamische Bourgeoisie wollte die Blutsauger auf ihrem Rücken los werden. Die Französische Revolution begann vernünftig, mit Petitionen und friedlichen Bewegungen. Eine große Reform wurde vorgeschlagen. Ein Wechsel wurde versprochen. Eine große Reform wurde versprochen. Und eine Zeitlang sah es so aus, als ob Frankreich eine konstitutionelle Monarchie werden würde, wie England. Es sah aus, als ob es funktionieren könnte...eine friedliche Revolution...eine Evolution hin zu einem besseren System, welches besser in die neue kapitalistische Ära passen würde, mit weniger Zombies.
Kampf um den Besitzstand
Aber es sollte nicht sein...die Zombies hingen an ihren Privilegien. Sie widersetzten sich dem Wandel - so wie es eine Elite immer tut. Aber wie heißt es - "the show must go on". Eliten entwickeln sich nicht bereitwillig - aber die Geschichte kann nicht aufgehalten werden. Die unaufhaltsame Kraft der Industriellen Revolution und der Aufklärung stieß auf die absolute Monarchie und die privilegierten Klassen. Das Ergebnis? Ein großer, gewaltsamer Zusammenstoß. Die Herrschaft des Terrors...und die Napoleonischen Kriege.
Schwere Prognose
Was steht den USA und den anderen entwickelten Ländern bevor? Ich weiß es nicht. Aber das Modell des "Schulden machen, Steuern einnehmen und Geld ausgeben" funktioniert nicht mehr. Weil diese Volkswirtschaften nicht mit der steigenden Schuldenlast klarkommen können. Bald werden sie durch diese Schulden überfordert sein.
Was dann? Werden sie fähig sein, sich selbst zu reformieren? Wird "change" mehr als ein Wahlkampf-Slogan sein?
Welche Bastille wird vom Mob gestürmt werden? Wessen Köpfe werden rollen?
Wir müssen abwarten, um das herauszufinden.
Dann möchte ich noch ein spezielles Wort der Unterstützung an den Radiomoderator Ron Smith aus meiner Heimatstadt Baltimore richten. Er liest meine Texte seit Jahren. Und vor ein paar Tagen teilte er in seiner Sendung mit, dass er an Bauchspeicheldrüsen-Krebs leidet. Ich wünsche ihm alles Gute für seinen Kampf - ich hoffe, ihn noch viele Jahre als Leser behalten zu können.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (21.10. 2011 07:43 Uhr):
Es ist eine ziemlich dumme Frage wessen Köpfe in der kommenden Revolution rollen werden. Es gibt immer ein "Ancien Regime", d.h. die Größen die vor der Revolution angehimmelt wurden (z.B. Herr Ackermann) leben während der Revolution am gefährlichsten.
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