Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte
vom
Und nun machen alle Jagd auf diese Reichen, diese 1%. Was haben die verbrochen? Haben die nicht einfach nur Glück gehabt?
Doch all die Nörgler behandeln sie, als ob sie etwas falsch gemacht hätten. Als ob Geld verdienen etwas Falsches wäre...
Und auch wenn dem so wäre, die richtige Frage wäre: wie haben es diese 1% es geschafft, so viel Geld zu verdienen?
Selbst die Reichen wissen es nicht. Und wirklich clevere Menschen, wie Nobelpreis prämierte Ökonomen haben kein Interesse daran. Sie denken nur, dass es an der Zeit für diese Reichen ist, etwas zurück zu geben":
Dazu einige Zeilen von Joseph E. Stiglitz, mit dem Titel "Das Problem der 1%":
"Lassen Sie uns mit einer grundlegenden Feststellung anfangen: die Ungleichheit in Amerika hat sich Jahrzehnte lang ausgebreitet. Dieser Tatsache sind wir uns alle bewusst. Ja, es gibt einige auf der Rechten, die diese Realität leugnen, aber ernsthafte Analysten des gesamten politischen Spektrums, nehmen das als gegeben."
"Ich werde hier nicht alle Beweise dafür anführen, nur dass der Unterschied zwischen diesem 1% und den 99 anderen in Bezug auf das jährliche Einkommen riesig ist und in Bezug auf Vermögen, das heißt in Bezug auf angehäuftes Kapital und sonstige Vermögensgegenstände, sogar noch größer."
"Betrachten Sie die Walton-Familie: die sechs Erben des Walmart Imperiums verfügen zusammengenommen über ein Vermögen von über 90 Milliarden Dollar, was gleichbedeutend ist mit dem gesamten Vermögen der unteren 30% der amerikanischen Gesellschaft. (Viele am unteren Rand haben keine oder sogar negative Vermögenswerte, vor allem nach dem Immobiliendebakel.) Warren Buffett erfasste es richtig, als er sagte: Es herrscht seit 20 Jahren ein Klassenkampf und meine Klasse hat gewonnen."
Er scheint nicht zu begreifen, dass Buffett einen Witz gemacht hat. Oder gemacht haben sollte. Stattdessen fährt er mit der Beschreibung fort, wieso Ungleichheit ein Problem ist: weil Menschen ohne Geld nichts konsumieren können... weil es Menschen zu Zombies macht...weil es unfair" ist... weil es Misstrauen in die Gesellschaft bringt, was zu dysfunktionalen Institutionen führt.
- Kommentar von kingfisher
Wer den Grund nicht nennt warum die Reichen über lange Zeit exponentiell reicher werden , hat wohl in der Schule die Zinseszinsrechnung verschlafen oder verschweigt es absichtlich. Dies hat mit Leistungabsolut nichts zu tun,das Gegenteil ist der Fall. Ich habe es satt daß man uns ständig für blöd verkaufen will.
Antworten- Antwort von Monetenmann:
Ja wer macht und braucht denn all die Kredite, auf die Zinsen bezahlt werden? Wer schöpft denn das viele Geld, das als Zinsen an die Bonzen geht? Na?! Die Antwort ist simpel: Regierungen und Notenbanken, die schaffen mir ihrer Finanzpolitik die Arm/Reich-Kluft. Beispiele: Sozialleistungen für Habe- und Taugenichtse, Konsumkredite (jeder Depp meint plötzlich er muss sich ein eigenes Haus kaufen), enorme Steuerlast für Leistungsträger...
- Kommentar von Albert Karl
Das Problem sind doch nicht die Reichen, die sich ihren Status (bis auf die Ausnahmen, die es immer geben wird) hart erarbeitet haben. Das Problem ist das Finanzsystem, das unmittelbar vor dem Zusammenbruch steht, auch wenn Totgesagte deutlich länger leben. Die aktuelle Krise an den Finanzmärkten mit den billionenschweren Abschreibungen im Subprime-Bereich und mit der Pleite damals von hunderten US-Banken (Lehman Brothers war ja lediglich das prominenteste Opfer) muss ja verständlicherweise Zweifel bei immer mehr Investoren aufkommen lassen. Und aktuell jetzt auch noch die Probleme mit den spanischen Banken. Natürlich verstärken die Handlungen der skrupellosen Spekulanten (die beispielsweise auf den Niedergang Griechenlands oder Spaniens wetten), aber auch der Banken, mit ihren zum Teil schlecht gesicherten Krediten, die die Banken bilanziell und das System an sich an den Rand des Abgrunds gebracht haben, die allgemein kritische Einstellung an den Finanzmärkten. Unser Kapitalismus funktioniert nun mal so, dass Bestandteil des Systems ist, wenn permanent an der Gewinnmaximierung jongliert und gearbeitet wird. Wenn darauf verzichtet wird, stärkt das den Mitbewerb. Greift aber der Staat ein, entstehen sehr schnell sozialistische Strukturen, die die notwendigen Innovationen und die Kreativität blockieren. Selbst die Maßnahmen von Mr. Bernanke mit seiner "Hubschrauberpolitik" ist nichts anderes als Planwirtschaft. Was hat es den Amerikanern gebracht? Die Arbeitslosenquote konnte nicht siknifikant reduziert werden. Natürlich sind Kredite Grundpfeiler des Kapitalismus. Deshalb kämpfen die demokratischen Regierungen und unabhängige Zentralbanker eben in Kenntnis der systembedrohenden Eigenschaften einer hartnäckigen Depression mit allen denkbaren Mitteln gegen diesen Kreditverfall. Trotz aller Bemühungen, das Geldsystem über neue Kredite zu inflationieren, kommt es immer wieder zu gefährlichen Domino-Effekten. Bestes Beispiel ist die USA! 1. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen ist einfach zu gering. 2. Und wenn eben keine durchgreifende Verbesserung der Beschäftigungszahlen gelingt, kann auch die Wirtschaft nicht wirklich auf die Beine kommen. 3. Das gilt vor allem für die US-Konjunktur, die stark von den Konsumentenausgaben abhängig ist. Mittlerweile ist die Situation bei vielen US-Bürgern sehr eng. 4. Immer mehr US-Bürger tappen in die Kreditfalle. Die Kreditnehmer rutschen mit ihrem Konto ins Minus und zusätzlich fallen dann auch noch Dispozinsen an. 5. So kann dann der Anfang einer Kreditfalle aussehen, in die in den vergangenen Jahren Millionen US-Bürger geraten sind. Und das Schlimme ist doch, dass trotz "Onkel Bens" Hubschrauber-Politik mehr als 40 Mio. Amerikaner aktuell Lebensmittelkarten bekommen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Auch daran sieht man, wie marode die Wirtschaft in den USA ist. Doch davon lesen wir derzeit in Deutschland nur sehr wenig. Und jetzt Herr Bonner wieder zurück zu Ihrem Bericht und die Jagd auf die Reichen. Das Problem liegt vor allem daran, dass dieser Kampf von Seiten des Systems keinerlei Regeln und Grenzen unterliegt. Wir haben doch alle mitbekommen, dass die "Spielregeln" nach Belieben verändert werden können: Es gibt weder einen Sanktionsmechanismus, noch eine Institution, die das Treiben der "Systemkräfte" reguliert. Auch das "freie Spiel der Kräfte" kann das nicht leisten, eben weil diese Institution nicht existiert. Was existiert sind die Märkte, doch die stehen unter der Kontrolle der übermächtigen ("System"-) Spieler.
Antworten- Antwort von Kingfisher:
Den Schulden stehen die Guthaben gegenüber, die vielen Schuldner machen einige wenige reich ohne das sie etwas dafür leisten müssen und zwar solange es mit dem Zinseszins noch klappt exponentiell, bis dieser Mechanismus an seine natürlichen Grenzen stößt. Die Äußerung, dass großer Reichtum selbst erarbeitet sei, kann man nicht mal mehr als äußerst naiv bezeichnen...
- Antwort von Albert Karl:
Bezeichnen Sie es wie Sie wollen. Fakt ist, dass nicht nur unsere deutschen Konzerne (beispielsweise eine Firma Würth in Künzelsbach) sondern auch unsere mittelständische Industrie bzw. der deutsche betriebliche Mittelstand mit all den Arbeitnehmern die darin zur Leistung und "Reichtum" für den Besitzenden beigetragen haben, es zu relativ großen Reichtum gebracht haben, wobei "großer Reichtum" in diesem Zusammenhang zu definieren wäre.
- Kommentar von kingfisher
Es ging hier nicht um eine Neiddebatte ! Es ging hier ursprünglich auch nicht um Moral ! Fakt ist , das der Zinseszinseffekt ein Konstruktionsfehler in einem System ist welches nur einige Wenige( bevorzugt ( zur Zeit ca. ab 100.000 Euro Monats Einkommen) für die die sog. 99% bezahlen. Wenn ein Herr "B.G." z.B. eine Milliarde Guthaben hat , müssen - nur als Rechenbeispiel mehr als 100 .000 Personen mit 10.000 Euro Schulden dem gegenüberstehen , welche für dessen Zinseinnahmen aus diesem Vermögen zahlen. Wenn dessen Einkommen entsprechend zunimmt ( durch die harte Arbeit derer , die diese Zinseinnahmen erwirtschaften müssen), müssen deren Schulden wachsen oder die Zahl der Schuldner , dies ist der mathematische Hintergrund für die wachsende Ungleichverteilung der Einkommen / Vermögen. Die Leistungsfähigkeit,Intelligenz etc. der Menschen ist selbstverständlich unterschiedlich,- und sollte meiner Meinung nach unbedingt auch nach Leistung belohnt werden (!) ,- aber eben nicht in diesem Maße unterschiedlich und Sie ist nicht der Grund für die herrschenden extremen Vermögensdifferenzen . Aber Sie sind bestimmt der Meinung Herr Abramowitsch hat sich seine Milliarden in Tausenjähriger harter Frohn erarbeitet. Meine persönliche Meinung bezüglich Moral, weil Sie mit diesem Thema anfingen : Wenn die Mehrheit der Menschen, also vermutlich mehr als 99 % dies nicht versteht oder hinnimmt ( Wie Sie auch) sind die Wenigen Reichen die vom Zinsenszinseffekt profitieren , dafür nicht in Haft zu nehmen, wenn Sie von der Dummheit / dem Unwissen der Massen Gebrauch machen oder diese für Ihre Zwecke manipulieren / verdummen. Ich nehme an ,dass logischerweise fast jeder nicht gegen ein System kämpfen würde, welches Ihn extrem bevorteilt , sondern im Gegenteil diesen Vorteil - ,egal ob moralisch gerechtfertigt oder nicht , zu seinem eigenen Vorteil ausnutzt. Dies als Antwort , weil Sie Themen ( Neiddebatte ) ins Spiel gebracht haben von denen überhaupt nicht die Rede war. Also nochmals , die wenigen Reichen die vom Zinseszinseffekt profitieren, trifft meiner persönlichen Meinung nach keine persönliche moralische Schuld ! Was Sie aufführten sind die üblichen Scheinargumente , dann muss man nicht mehr nachdenken und rational klar machen , was eine Exponentialfunktion ( Zinseszins) ist , oder die Ursache der Inflation hinterfragen und warum das Geldmengenwachstum exponentiell das Wachstum von Gütern und Waren übersteigt. Sie brauchen sich dann auch nicht zu Fragen warum die Menge der Gesamtschulden eines Staates ( Staat,Unternehmen ,Private) in allen Staaten ohne Ausnahme stetig wächst und warum diese Gesamtschuld nie (!) zurückging . Überhaupt ist zu diesem Thema ( egal welches Medium auch immer) kein Argument zu dumm , um nicht genannt zu werden , damit von den Fakten auf die ich hinweisen wollte , abzulenken und um zu provozieren und die Diskussion zu emotionalisieren damit nicht mehr mit Ratio nachgedacht wird. Denksportaufgabe für alle die mitdenken wollen - nehmen Sie ihren Rechenschieber oder welches Hilfsmittel auch immer und rechnen sich bitte aus , -bei gegebenem derzeit üblichen Guthabenzins , Sie mehr Zinsen im Jahr einnehmen, als sie an Zinsanteil zahlen welcher in jedem Produktpreis ( im Schnitt derzeit ca. 20% im Rahmen der durschnittlichen derzeitlichen Unternehmensverschuldung) und als Zinsanteil in Ihrer Stuerzahlung als Zinsminus enthalten ist ( Dazu müssen Sie nur wissen wieviel % der Steuereinnahmen für Zinszahlungen verwendet werden . Sie profitieren dann vom System, wenn die Zinseinnahmen nach Steuern , die in Steuern und Preise enthaltenen Zinsausgaben überschreiten. Wer richtig rechnet kommt derzeit ungefähr auf das o.g. Monatseinkommen. (Wer Schuldzinsen zahlt, braucht natürlich erst gar nicht zu rechnen) .
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