Das "Rätsel" um die Fibonacci-Marke
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 25. August 2010, 13:00 Uhr
ENL5462
Es war sehr hilfreich, mir die "nackten" Charts (also ohne Trendlinien etc.) am Wochenende anzusehen, sonst wäre ich sicher schon längst vollständig ins Bärenlager gewechselt.
Am Montag hatte ich bereits das 61,8%-Fibonacci-Retracement ins Spiel gebracht. Und ich hatte geschrieben, ich hätte Ihnen viele Charts mitgebracht. "Diese werde ich Ihnen am Mittwoch liefern und dann auch das "Rätsel" um die Fibonacci-Marke lösen."
Bei der Betrachtung des folgenden Charts dürfte in erster Linie klar werden, warum der DAX aus rein charttechnischer Sicht solche Probleme hat, neue Hochs zu generieren.
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart mit Fibonacci-Retracement
Der DAX steht aktuell vor dem 61,8% Fibonacci-Retracement aus der Abwärtsbewegung vom Hoch Ende 2007 bis zum Tief im März 2009. Mit seinem letzten Hoch lag er ziemlich exakt auf dieser Linie bei 6.387,72 Punkten. Passt man den grünen Trendkanal etwas an, ergibt sich hieraus ein ganzes Bündel an Widerständen.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen
Da ist es doch kein Wunder, wenn der DAX sich hier längere Zeit aufhält.
In den langfristigen Charts ist die Welt noch in Ordnung
Bei der Betrachtung der Aufwärtsbewegung von März fällt ebenso auf, dass allzu viel Porzellan nach wie vor nicht zerbrochen wurde.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Bei diesem Chart habe ich das Szenario des am Montag vorgestellten Dreifach-Dreiers dargestellt.
Alternativ ließe sich aber auch ein Doppel-Dreier zählen.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Egal, welches Szenario Ihnen mehr zusagt - auch wenn die Datenlage derzeit extrem schlecht wirkt und auch meine persönliche Stimmung schon völlig am Boden ist - charttechnisch ist im DAX die Welt NOCH völlig in Ordnung.
Aus Elliott-Wellen-Sicht ist sowohl beim Doppel- als auch beim Dreifachdreier davon auszugehen, dass derzeit das Ende der Welle C ausgelotet wird und es bald den nächsten Run auf das Hoch geben wird.
Und aus Sicht der klassischen Charttechnik gilt weiterhin die abgedroschene aber absolut wahre Aussage: The trend is your friend".
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden uns die nächsten Tage zeigen, ob der Trend auch weiter unser Freund bleibt.
Empfehlung
Sie wissen, dass ich Ihnen konkrete Handelsempfehlungen hier im WAVE Daily nicht geben kann. Nur soviel:
Warten Sie vor weiteren Long-Positionen eine Stabilisierung dringend ab. Zur Stunde bewegt sich der DAX in einer Seitwärtsbewegung zwischen 5.910 und 5.950. Vielleicht ein erstes Anzeichen einer Bodenbildung.
Short-Positionen würde ich aufgrund der vielen Unterstützungslinien erst beim Verlassen der Korrekturphase in Erwägung ziehen. Dies wäre allerdings erst bei etwa 5.550 Punkten der Fall. Und ehrlich gesagt neige ich auf diesem Niveau immer noch eher zum Aufbau von Long-Positionen. Schließlich hat der DAX dort bereits vom Hoch aus gesehen 13 Prozent verloren.
Gastbeitrag
Für diesen Freitag freue ich mich, erneut einen Gastbeitrag von Herrn Schröder einstellen zu können, denn ich bin unglaublich gespannt, wie er als Elliott-Wellen-Profi die ganze Situation im DAX betrachtet. Freuen Sie sich also auf eine vielleicht ganz andere Sicht der Dinge oder auch auf eine Bestätigung meiner Einschätzungen. Ich kenne seinen Beitrag noch nicht. Sie erhalten quasi derzeit eine ausführliche DAX-Analyse im Vier-Augen-Prinzip".
Und wenn Sie eindeutige Handelsempfehlungen zum Kauf oder Verkauf haben möchten und Ihnen sowohl die bisherigen Elliott-Wellen-Analysen als auch die kommende DAX-Analyse am Freitag von Herrn Schröder gefallen, dann testen Sie doch einfach einmal völlig kostenlos und unverbindlich seinen Börsenbrief "Waves Weekly".
Ich wünsche Ihnen eine ruhige Hand in dieser stürmischen Zeit
Sven Weisenhaus
ähnliche Beiträge:
- Silber - Bringen die Fibonacci-Marken Klarheit?
- Grundlagen der Fibonacci-Zahlen
- Zahlungsverzug der Hausbesitzer
- Gazprom mit 27 Prozent Kurspotenzial
- Die ungelösten Rätsel der wirtschaftlichen Erholung
- Das Rätsel um den Yen-Anstieg, erst kommt die Spekulation, dann ...
- Fibonacci-Time Zones
- DAX - Kaufkurse in Sichtweite !

Artikel weiterempfehlen