Das Olympische Fieber – die Faszination Gold
Dominique Braun in Investors Daily
vom 24. Februar 2010, 18:00 Uhr
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an dieser Stelle haben wir schon oft festgestellt, dass das Edelmetall Gold eine gewisse Faszination mit sich bringt. Durch die gelblich schimmernde Farbe wirkt Gold sehr edel. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Metall Gold zu den Edelmetallen gehört.
Die Menschen streben nach und tun so ziemlich alles für das Metall - zumindest bei den Olympischen Spielen. Denn dort wird dafür bis an den Rand des Kraftverlusts gekämpft. Dies ist auch derzeit wieder ein aktuelles Thema, denn die Olympischen Winterspiele finden derzeit in Vancouver statt. Und was für ein Ziel haben dort alle Teilnehmer? Ja, genau - sie wollen das Gold für sich und ihre Nation gewinnen und selber in der Hand halten.
Eine Reise durch die Olympische Vergangenheit
Ich habe mir diesbezüglich einige der Olympischen Sommerspiele seit Bestehen mal etwas näher angeschaut und mal nachgeforscht, wie viele Goldmedaillen bei den einzelnen Spielen herausgegeben wurden und wer dabei die Nase vorn gehabt hat.
Im Jahre 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen statt. Inklusive der ersten Olympiade waren ursprünglich 29 Olympiaden bis zum Jahr 2008 geplant, mit einem Abstand von jeweils vier Jahren. Der Erste und Zweite Weltkrieg machte aber auch der Olympiade einen Strich durch die Rechnung. Insgesamt mussten wegen den beiden Kriegen drei Olympiaden abgesagt werden. So fanden keine Olympiaden in den Jahren 1916 (Berlin), 1940 (Tokio) und 1944 (London) statt. Somit fanden seit dem Jahr 1896 dann letztendlich insgesamt 26 Olympische Sommerspiele statt.
Verdoppelung der Medaillenanzahl
Nach dem ersten Weltkrieg fanden 1948 die Olympischen Spiele in London statt. In der Stadt, bei der im Jahr 1944 das große Event abgesagt wurde. Das Jahr 1948 war auch für mich das Jahr, bei dem ich mit meiner Recherche über die Goldmedaillen begonnen habe. Während in dem Jahr 145 Goldmedaillen herausgegeben wurden, stieg diese Anzahl bis zum Jahr 2008 auf 302 an. Wieso kam es zu dieser mehr als Verdoppelung? Über die Jahre gab es immer mehr Sportdisziplinen, bei der jeweils eine Goldmedaille gewinnen werden konnte. Wie gesagt, im Jahr 1948 lag die Anzahl bei 145, 40 Jahre später im Jahr 1988 wurde bereits eine Anzahl von 241 gesehen, bevor im Jahr 2000 die Marke von 300 erreicht wurde.
Drei Länder dominieren
Wenn man die Olympischen Sommerspiele von 1948 bis 2008, also insgesamt 60 Jahre, mal gesamt betrachtet, kommt man auf ein interessantes Ergebnis. Insgesamt wurden über diese sechs Jahrzehnte 3432 Goldmedaillen herausgegeben. Drei Länder gaben dabei über diese Zeit hinweg überwiegend den Ton an und konnten sich 1396 der 3432 Goldmedaillen sichern. Dies bedeutet nichts anderes, als dass drei Länder fast 41% der gesamten herausgegebenen Goldmedaillen für sich gewinnen konnten. Die USA liegen dabei mit 603 gewonnen Goldmedaillen ganz weit vorne und werden von Russland bzw. der ehemaligen UDSSR mit mindestens 517 Goldmedaillen verfolgt. Den dritten Platz nehmen Deutschland und die ehemalige DDR ein, die sich über die Jahre 276 Goldmedaillen sichern konnten. Es ist schon erstaunlich was für ein sportliches Land Deutschland doch ist, wenn man mal bedenkt, wie gering die Bevölkerungsgröße im Verhältnis zu den USA oder Russland ist. Denn während die USA auf eine Einwohnerzahl von über 300 Millionen und Russland auf über 140 Millionen kommen, sind es in Deutschland gerade einmal etwas mehr als 80 Millionen.
Das Streben nach Gold im Sport und die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist seither immer ein Ausdruck von Freiheit und Nationalstolz auf sein eigenes Land. Denn auch wenn der Sportler eine Medaille gewinnt oder einfach nur an den Spielen teilnimmt, vertritt er sein Heimatland.
Hoher Silberanteil
Wussten Sie aber eigentlich, dass die Goldmedaille eigentlich eher eine Silbermedaille sein müsste? Denn wenn man sich die Spezifikation der Goldmedaille einfach mal anschaut, dann wird klar, dass sich weitaus mehr Silber als Gold in dieser Medaille verbirgt. Denn die Goldmedaille besteht aus mindestens 92,50 Prozent reines Silber und ist mit mindestens sechs Gramm Gold vergoldet. Es ist also nicht immer pures Gold, auch wenn es manchmal den Anschein hat.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen weiterhin erfolgreichen und guten Tag!
Mit goldigen Grüßen
Dominique Braun
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Kurt Luder (24.02. 2010 22:54 Uhr):
Deutschland sollte eigentlich nicht stolz sein auf "seine" DDR Goldmedaillen. Ein Kollege von mir, DDR Goldmedaillengewinner, Hüftgelenke kaputt und niemand will dafür in Deutschland bezahlen. Er kann sie jetzt auf Kosten einer schweizerischen Krankenkasse operieren lassen. Noch eine Bemerkung zum Medaillenvergleich der jetzigen Spiele bis zum heutigen Tag: Deutschland 7 Gold - 80 Millionen Einwohner / Schweiz 6 Gold - 7 Millionen Einwohner davon 5 Millionen Schweizer.
Antworten - Kommentar von Andreas Veigel (25.02. 2010 12:25 Uhr):
Zitat: "Durch die gelblich schimmernde Farbe wirkt Gold sehr edel. Daher ist es auch kein Wunder, dass das Metall Gold zu den Edelmetallen gehört." Also, dass Gold zu den Edelmetallen gehört, weil es edel aussieht, ist schon sehr "goldig".
Antworten - Kommentar von Alfred Dilly (08.03. 2010 02:12 Uhr):
Leider werden in dem Bericht zwei Begriffe verwechselt, nämlich Olympiade und Olympische Spiele. Die Zählung nach Olympiaden ist ein Zeitmaß. „Olympiade“ ist somit – entgegen einem heute weit verbreiteten Irrtum – nicht synonym mit „Olympische Spiele“, sondern bezeichnet den Zeitraum von vier Jahren, der mit den Spielen beginnt.
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