Das magische Investitionsunternehmen – Teil 3
Chris Mayer in Traders Daily
vom 2. März 2009, 12:00 Uhr
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Der erste Grund, warum ich die Geschichte Popes mit Ihnen teilen will, ist, dass ich Ihnen zeigen will, dass es sich in Zeiten der Krise auszahlen kann, wenn man auf Baisse spekuliert. Ich bin kein guter Leerverkäufer und bin es auch nie gewesen. Und doch kenne ich einige, die es gut können. Einer davon ist mein Freund Dan Amoss.
Es gibt nur wenige Leute, denen ich mein eigenes Geld anvertrauen würde. Amoss ist einer von ihnen. Wenn sie also eine schützende (und womöglich sehr profitable) Strategie suchen, leer zu verkaufen, dann kann ich Ihnen raten, auf Amoss Rat zu hören.
Der zweite Grund ist, dass es sich lohnen kann, auf die Leerverkäufer zu achten, selbst wenn man überhaupt nicht die Absicht hat, etwas auszuverkaufen.
Sie sind bei ihren grundlegenden Forschungen immer sehr sorgfältig. Sie verkaufen oft Aktien, die wirklich Probleme haben. Zu wissen, welche das sind, kann hilfreich sein, selbst wenn nur darum geht, sie als Kaufposition zu meiden.
Wenn Sie auf Jim Chanos gehört hätten, einen bekannten Baissespekulanten, dann hätten Sie z.B. beispielsweise nie Enron besessen oder auch geringere Krisen wie z.B. Kodak. Wenn Sie auf David Einhorn gehört htten, einen anderen berühmten Baissespekulanten, dann hätten sie Allied Capital nie angerührt - oder irgendeinen anderen der so genannten Business Entwicklungsunternehmen (BDCs). Sie haben natürlich nicht immer recht. Aber sie haben oft genug im großen Stile recht.
Und wenn Sie wissen, wonach sie sich umsehen, dann kann das ihre eigenen Fähigkeiten als Anleger verbessern - auch hier wieder in erster Linie, wenn es darum geht, Verluste zu umgehen. Es gibt nicht viele Bücher, die sich der Kunst des Leer- oder Baisse-Verkaufs widmen. Das vermutlich beste ist Kathryn Staleys „The Art of Short Selling." Es deckt einige der grundlegenden Strategien ab und es erzählt zahlreiche Anekdoten und Vieles aus der Geschichte.
Unter bestimmten Prinzipien des Leerverkaufs findet sich eine, die da heißt: „Wenn Sie es nicht lesen können, verkaufen Sie aus." Unternehmen mit einer komplexen Buchführung haben normalerweise etwas zu verbergen. Banken und Versicherer sind notorisch für die komplexen Finanzauskünfte. Ein anderes lautet: „Wenn Sie es nicht in Ordnung bringen können, verkaufen Sie."
Einige Unternehmen haben zerstörte Geschäftsmodelle, die ganz einfach nicht mehr funktionieren, weil sich Grundlegendes verändert hat. (Sehen Sie sich auch das Fiasko mit Amerikas Investmentbanken an. Amoss, ganz nebenbei, hat Lehman ausverkauft, und seine Leser konnten Profite von 462% mitnehmen.) Normalerweise ist die Sache gutes Futter für Baissespekulanten. Es gibt viele andere, die ich hier nicht unterbringen könnte.
Es gibt noch einen weiteren Grund, Popes Geschichte mit Ihnen zu teilen: Er steht auf einer Auswahlliste von Leuten, die während der Nachwehen der großen Krise von 1929 gut abgeschnitten haben. Wie ich schon sagte, ich habe nach Geschichte wie dieser gesucht, um nachzusehen, was ich daraus lernen kann. Selbst wenn sie überhaupt nicht planen etwas zu leer zu verkaufen, hoffe ich doch, dass Ihnen Popes Geschichte um ihrer selbst willen gefallen hat.