Das Märchen von der "nicht zu sättigenden Nachfrage"
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 1. Februar 2012, 07:30 Uhr
ENL5454
Ich möchte auf das Thema "nicht zu sättigende Nachfrage" zurückkommen. Ich habe diesen Begriff schon früher gehört. 1999 gab es eine nicht zu sättigende Nachfrage nach Aktien. Erinnern sie sich...es sollte da in den USA an die 70 Millionen "baby boomer" geben, die sich auf den Ruhestand vorbereiten. Was für eine Wahl hatten die schon? Die mussten ganz einfach Aktien kaufen, oder? Richtig? Falsch. Die Aktienkurse fielen im Januar 2000. Real gesehen notieren die Kurse heute niedriger als damals...davon abhängig, wie man die Inflation berücksichtigt.
Dann, 2005 - erinnern Sie sich an die "nicht zu sättigende Nachfrage" nach US-Immobilien? Mehr Einwanderer. Mehr Familien, die reicher geworden waren. Jeder wollte in den Immobilien-Aufzug einsteigen, bevor es zu spät sein würde. Aber 2007 zeigte sich, dass die Investoren bereits gesättigt waren. Sie hatten genug Immobilien...und genug Hypotheken.
Und jetzt soll die Nachfrage nach US-Staatsanleihen "nicht zu sättigen" sein. Hahaha!
Aber Moment? Wenn ich damit sagen möchte, dass es bei den Kursen der US-Staatsanleihen eine Blase gibt - bedeutet das nicht, dass die Kurse dieser Anleihen bald fallen werden?
Ja. Nun, vielleicht. US-Staatsanleihen sind in einer Blase. Die Kurse der Anleihen sind so hoch und die Renditen so niedrig wie seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr. Aber Blasen platzen nicht notwendigerweise sofort. Es kann eine Zeitlang dauern, bis sich die Nadel nähert...Spekulationsblasen können eine Zeitlang anhalten. Wann sie genau platzen, weiß niemand. Es kann noch etwas dauern.
Und der Markt ist ziemlich schlau. Meine Einschätzung ist, dass er mehr vom Reichtum der Welt in US-Staatsanleihen ziehen möchte - bevor er diesen Markt dann in die Luft fliegen lässt.
Bedeutet das, dass man 2012 noch sicher US-Staatsanleihen kaufen kann? Überhaupt nicht! Halten Sie sich fern. Spekulationsblasen sind immer gefährlich. Und eine Blase bei der Reservewährung der Welt - in US-Dollar notierten Anleihen - ist am gefährlichsten überhaupt. Wenn diese Blase platzt...dann werden die Pinguine am Südpol sich die Ohren zuhalten müssen. Taube Leute werden sich über den Lärm beschweren. Und die Schockwellen werden einen großen Teil der Kapitalstruktur der gesamten Welt aus dem Spiel werfen...
Passen Sie auf!
Zum ersten Teil von: Nicht nachhaltige Schulden und andere Witze
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Manfred (01.02. 2012 08:17 Uhr):
die wirkliche Inflationsrate im Dollar beträgt 4-6%, die Rendite der Staatsanleihen, deren Ertrag ja noch zu versteuern sind liegen bei unter 2,5%; der Kauf von Staatsanleihen ist also eine langsame Aufzehrung des Vermögens. Natürlich ist jede Investition in die Realwirtschaft mit einem Risiko verbunden, die Illusion Geld würde sich einfach vermehren (ohne Risiko und Arbeit) sollte während der Krise verpufft sein.
Antworten - Kommentar von Monetenmann (01.02. 2012 08:44 Uhr):
Köstlich. Genauso lieben wir Mr. Bonner, voller Humor und doch so scharfsinnig und treffend. Weiter so! Mal sehen, wie und wodurch die Anleihenblase platzen wird. Bislang noch kaum vorstellbar.
Antworten - Kommentar von Umberg (01.02. 2012 15:51 Uhr):
Also gestern hatte ich mit meinen Optionsscheinen ja wieder mal Pech und habe mir dabei gute Verluste verdient. Nun, ..........eigentlich sollte ich mir eine Druckerpresse für Geldnoten beschaffen oder basteln, das wäre wohl die ergiebigste Anlageform. Da würde ich dann aber ganz reich damit werden, das sage ich Euch und mir die ganze Welt erdrucken. Oder soll ich schreiben erdrücken? Als erstes würde ich mir mein eigenes Reich zusammenkaufen, mit allem was es dazu so braucht. Mal sehen: Dickes Bankkonto, schöne Frauen (Mehrzahl,.....ob ich das noch schaffen würde?), schöne Häuser wie der Sonnenkönig in Frankreich hatte, die schönsten Autos, nur das beste Essen,... also alles natürlich nur vom Feinsten......... Und wenn mir das dann irgendwann zum Halse raushängt, könnte ich mir nur so zum Spass ganze Ländereien oder sogar Kontinente einverleiben. Eine Druckmaschine alleine schafft das natürlich nicht und es bräuchte tausende davon. Ja,.........und dann.......bräuchte ich eigentlich meinen Reichtum irgendwie zu schützen. Ja genau,.... die Armee sollte dann auf meinen Reichtum aufpassen. Und die Machthaber anderer Länder und Regierungen müssten auch mein Geld annehmen, ansonsten gäbe es Zoff mit meiner Armee. Da wäre quasi die ganze Welt unter meinen Füssen, hah......, denen würde ich es schon zeigen, die bräuchten mir dann ihre schönsten Weiber, Bodenschätze wie auch das Oel zu geben für mein Papiergeld. Das ist ja besser als das Spiel Monopoli, weil da sitze ich sozusagen als Mitspieler noch zusätzlich an der Quelle, der Bank. Und solange die auf mein Geld angewiesen sind, gehört ja sowieseo alles mir, weil ich ja die unerschöpfliche Druckerpressen habe. Aber,..... wie würden die jetzigen Machthaber in meinem Land dazu gebracht werden, mich als Regierung zu akzeptieren, wie könnte ich mit meinem Falschgeld ihre Armeen und Regierungen übernehmen? Ich würde sie zuerst bestechen mit Drogengelder und würde ihnen dann mein Papiergeld anbieten und dieses Falschgeld müsste genau so aussehen wie ihre Währung, damit sie nichts merken. Ja,.............das ist es. Ich brauchte lediglich ihren Goldstandard abzuschaffen damit ich mein Papier unter Ihres mischen kann. Denen werde ich einfach eine Geschichte auftischen, die sich gesalzen hat, am besten warte ich da wohl auf einen guten Moment. Wenn denen ihr Geld dann endlich nicht mehr vom Gold abhängt, dann kann ich meines dazumischen wie es mir gefällt. Aber die würden das merken wegen der Bilanzen............Ich werde doch wohl mein Falschgeld noch irgend jemandem unterjublen können, oder?........Donner noch mal. Ja,............jetzt hab ich es,............Ich müsste ihnen die Notwendigkeit schmackhaft machen ihre Bilanzen aufzublähen, dann merkt das keiner oder ich bringe sie mit Täuschungen irgendwie dazu, überhaupt nur noch mein System zu nutzen. Die würden alle mit meinem wertlosen Papiergeld rumlaufen. Hahhahhah.... Alle ihre Arbeit und Früchte des Ertrages, ihr Erbe, ihr Oel, ihr Reichtum, einfach alles wäre mir,.........ja, mir. Sogar die Armee,.............die Soldaten würden für mich gratis ihr Leben lassen und würden mir neue Ländereien erkämpfen, sofern sich andere Machthaber nicht meinem Geldsystem oder sagen wir dem Gratislieferungsdienst unterwerfen. Die Kriegsschiffe, die Soldaten, die Menschen, die Ländereien, Gold und Edelsteine, alles wäre dann mein. Fragt sich nur noch,.......... wie könnte man ihre Finanzen und Bilanzen denn aufblähen, ohne dass die was merken. Jaaaaaaaaaah,...........mit Schulden. Kredite in aller Form: Mit Immobilien, Wetten, Derivaten, Kreditkarten usw...... Und wenn die bis dahin immer noch nichts gemerkt haben, werde ich vesuchen sie an mein System, welches nur mir Macht gibt, zu binden. Ich brauche mich einfach nicht erwischen zu lassen und die, die es merken, werden von mir gekauft oder im Notfall ausgelöscht. Und wenn jemand nicht spurt, dann gibt es Krieg, einen nötigen Grund dafür werde ich mir dann dazu schon aushecken. Und die Bevölkerungsdichte können wir damit sowieso gleich auf ein gesundes Mindestmass reduzieren, das steht bei mir sowieso schon lange auf der Agenda 21 von Rio de Janeiro. Würde sich jemand gegen mich erheben, drohte ihm das Konzentrationslager........, weil da kenne ich dann aber gar keien Spass mehr. Aber eigentlich wären diese Lager ja nur für die ganz Speziellen reserviert, diese, welche schon lange in der Bibel stehen, weil ich ja bis dahin, bis meine ganzen Welteroberungspläne durch Druckerpresse Tatsache geworden sind zum totalen Atheisten mutiert sein muss. Und um die Leute für immer an mich und meine Macht zu binden, würde ich ihnen mein allerneustes System gleich unter die Haut pflanzen. Das würde ich dann 666 System nennen. (Es geht ja auch ohne das doofe Papier, oder nicht?) Zudem kann man es ja dann auch nicht mehr verlieren, oder bekommt es (verloren). So, wieder zurück zum Altag.............ja, äh, Verluste waren es und ich bin liebender Christ. Norbert Umberg
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