Das macht er sehr geschickt!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 18. August 2010, 08:30 Uhr
plötzlich geben die Bullen wieder Gas. Sobald erfreuliche Nachrichten bekannt gegeben werden, greifen die Anleger wieder eifrig zu. Die Quartalsergebnisse des weltgrößten Einzelhändlers Wal Mart und des Baumarkt-Riesen Home Depot konnten zumindest beim Gewinn überraschen und die US-Wirtschaft hat ihre Industrieproduktion stärker als erwartet angekurbelt. Der Dax muss aber satte 1,6% Plus vom Vortag verteidigen, da muss also auch heute noch etwas nachkommen.
Brandaktuell liegt mir die aktuelle Markteinschätzung meines geschätzten Kollegen Henrik Voigt, dem Chefredakteur des DAX Profits, vor. Er geht von Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten aus. Die klassischen Korrekturmonate im Herbst beginnen bald und die insgesamt erfreulich verlaufende Berichtssaison läuft allmählich aus. Auf diese Gefahr weise ich auch schon seit einiger Zeit hin, denn damit fällt eine wichtige Unterstützung weg und Konjunkturdaten gewinnen damit noch mehr an Bedeutung, und die enttäuschen eben meist seit einiger Zeit. Wie Herr Voigt, der Positionen teils längerfristig hält - verglichen mit meinen Intraday-Geschäften ist das natürlich eine schwammige Aussage -, seine gegenwärtige Short-Lastigkeit beim Dax und einigen Einzelaktien umsetzt, ist interessant und regt auch einen alten Trader-Hasen wie mich zum Nachdenken an. Denn auch im längerfristig ausgelegten Handel muss dem Timing-Problem, also der Schwierigkeit einen passenden Einstieg zu finden, begegnet werden, und das macht er meines Erachtens sehr geschickt. Seine Einschätzungen helfen auch mir als Daytrader, denn auch ich muss mich mit dem übergeordneten Chartbild bei meinen Analysen auseinandersetzen. Wer auch einen Blick auf seine stets fundierten Wochenausgaben werfen möchte, sowie von seinen Eilmeldungen mit konkreten Handlungsempfehlungen profitieren möchte, der kann sich hier informieren: DAX Profits - Handeln Sie das, was Sie am besten kennen!
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +1,57% |
| Dow Jones: | +1,01% |
| S&P 500: | +1,22% |
| Nasdaq: | +1,31% |
| EUR/USD: | -0,27% |
| Gold: | +0,09% |
| Silber: | +0,87% |
| Öl (Sorte Brent): | +1,85% |
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): das genaue Gegenteil
Nachdem der Dax gestern eine Eröffnungslücke nach oben hinlegte, macht er heute das genaue Gegenteil. Statt um die 6.200er-Marke zu notieren, wie am gestrigen Abend, wird er vorbörslich etwa 25 Punkte tiefer eingestuft. Etwas darunter verläuft aber eine doppelte Unterstützung. Neben der Haltemarke bei 6.160 Zählern, die gestern den deutschen Leitindex wieder nach oben abprallen ließ, verläuft nun auch die 50er-Durchschnittlsinie (blaue Linie) auf dieser Höhe. Kommt es zum Bruch dieser beiden Unterstützungen, dann ist das Signal noch aussagekräftiger und ich positioniere mich short. Bei 6.127 Punkten versuche ich dann die Marktstimmung zu deuten. Ändert sich das Bild grundlegend, dann steige ich aus der Short-Position aus und gehe long, sofern die Bullen gegenhalten. Bleibt es aber dabei, dass die Bären die Trümpfe in der Hand halten, bleibe ich short investiert. Die gleiche Vorgehensweise gilt dann eine Etage tiefer bei 6.100 Punkten.
Auch wenn ich gestern damit kein Glück hatte, halte ich am Long-Einstieg bei einem Überwinden der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) fest. Auch an der Tatsache, dass aufgrund des nahen Widerstands bei 6.200 Punkten der Stopp enger als gewöhnlich gezogen werden muss, wird nicht gerüttelt. Kommt es zum Sprung über die 6.200er-Marke, so eröffnet sich ein Intraday-Aufwärtspotenzial bis 6.250 Punkte.
Gestriges Ergebnis: Verlust 19,5 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Heute haben wir es mit einer Eröffnungslücke nach unten zu tun. Während die gestrige Lücke noch offen bleibt, könnte dies Lücke schnell geschlossen werden.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
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