Das letzte erfolgreiche staatliche Großprojekt der USA?
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 15. November 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Ein Kandidat für den Posten des New Yorker Bürgermeisters, Jimmy Breslin, meinte einmal: "Das letzte erfolgreiche staatliche Projekt war der Zweite Weltkrieg."
Sie brauchen sich nicht die Mühe machen, alte Deutsche oder Japaner zu fragen. Auch die werden sich an viel Leiden erinnern, viel Elend, und viele Niederlagen.
Keine Zeit des Wohlstands
Selbst in den USA waren die Kriegsjahre keine Zeit des Wohlstands. Es gab wenige private Autos, welche produziert oder verkauft wurden. Es wurden kaum neue Häuser gebaut. Die großen Konsumenten-Innovationen - in den 1930ern erfunden - wie das Telefon und die Klimaanlage mussten noch warten, bis der Krieg vorbei war, um auf breiter Basis eingesetzt zu werden.
Es gab wenig Arbeitslosigkeit - denn jeder arbeitete bei den Kriegsanstrengungen mit. Und die Ersparnisse stiegen; die Leute sahen wenig, für das sie ihr Geld ausgeben konnten.
Auch die Produktion stieg - aber es war eine Produktion ohne Marktwert. Was war ein Panzer wert, wenn es keinen Krieg geben würde? Warum sollte irgendjemand ein Maschinengewehr kaufen, außer er will jemanden töten?
Außerhalb des Nutzens im Krieg war die Produktion von Kriegsmaterial nutzlos...und wertlos.
Wenig Wert für Wirtschaft
Dies verschlang die Ersparnisse einer Generation...und die Ressourcen einer ganzen Nation...aber es brachte wenig Wert für die heimische Wirtschaft. Am Ende des Krieges waren die Amerikaner ärmer, als sie es zu Beginn des Kriegs gewesen waren.
Ein Zombie-Krieg ist schlimmer. Zunächst einmal hat er überhaupt keinen Sinn - denn er schützt die Nation nicht vor einer realen Bedrohung. Und zweitens endet er nicht...und er gibt niemals eine aufgestaute Nachfrage und ein aufgestautes Angebot frei, keine produktive Kapazität für andere Aktivitäten.
Zum ersten Teil von: Das fortgesetzte Verschwenden von Ressourcen
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (15.11. 2011 07:46 Uhr):
Natürlich war der 2. Weltkrieg für die USA Summa Summarum ausgesprochen erfolgreich, da es ihnen ermöglichte ihr Imperium auf den Trümmern Europas und Japans aufzurichten. Hinzukommt, dass die USA selbst aufgrund ihrer Lage weitgehend von den Verwüstungen dieses Krieges verschont geblieben sind. Es ist daher nicht verwunderlich, dass seitdem Kriege auf fremden Boden zu den Lieblingsprojekten amerikanischer Innen- wie Außenpolitik geworden sind. Sozusagen ein Prestigegewinn für die regierenden Eliten ohne reziproke Verluste in der Heimat befürchten zu müssen. Diese Voraussetzungen werden sich im 21. Jht. ändern. Mit der Verfügbarkeit von Atomwaffen und Trägersystemen in den Händen von immer mehr Staaten dieser Welt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch die "kriegsgeilen" US-Eliten einst die Rechnung für ihren Imperialismus in eigenen Land bezahlen werden.
Antworten- Antwort von Peter Jaunecker (17.11. 2011 17:54 Uhr):
Sehr geehrter Herr Steinbauer, Ihrem Kommentar kann ich nur beipflichten, den es gab Studien, die die Kosten des 2. Weltkrieges etwa mit dem Besitz eines Hauses, eines Garten sowie einer bestimmten Menge Geldes für alle Erdbewohner der damaligen Zeit zu beziffern waren. Die Zahl der Toten und Verletzten (von denen jeder einzelne nicht bewertet werden kann) muß in dieser Studie mit Fixwerten berechnet werden. Doch allein die Tatsache, daß die gesamte Weltbevölkerung der damaligen Zeit in relativem Wohlstand leben könnte zeigt den Wahnsinn des Krieges. Leider fallen viele Bevölkerungsteile eines beliebigen Landes immer wieder auf die hohlen Versprechungen und Beschwörungen der Politik herein, die von nationaler Einheit, Änderung der Gesellschaftsordnung u.s.w. schwafeln. Die militärisch stärkste (mit Abstand teuerste) Armee der Welt ist nicht in der Lage in den derzeitigen Kriegsgebieten für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Der Wunsch (Vorwand) demokratische Systeme zu etabliieren ist oft aus traditionellen oder sonstigen gesellschaftlichen Gründen unmöglich. Selbst im einst freisten Land der Welt (BRD) wurde aus der Demokratie eine Demokratur, wo ein Volksentscheid über wirklich relevanten Dinge (weil nicht in das Wunschbild der Herschenden passend) verfassungs-feindlich angesehen wird. Ich glaube, wenn man alles Geld das auf der Welt für Geheimdienste und dergleichen ausgegeben wird, für humane Zwecke verwenden würde, gäbe es keine Staatsschulden und wesentlich weniger Spannungen zwischen den Völkern. Mit freundlichen Grüßen Peter Jaunecker/Wien
- Antwort von Peter Jaunecker (17.11. 2011 17:54 Uhr):
- Kommentar von Michael Gebert (15.11. 2011 08:45 Uhr):
Ein Zombiekrieg macht leider doch Sinn, zwar nicht für die Volkswirtschaft, jedoch für die Zombie-Industriellen. Viele Grüße Michael Gebert
Antworten - Kommentar von Thomas Kutzner (15.11. 2011 08:56 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, Sie schreiben: Ein Zombie-Krieg ist schlimmer. Zunächst einmal hat er überhaupt keinen Sinn - denn er schützt die Nation nicht vor einer realen Bedrohung. Und zweitens endet er nicht...und er gibt niemals eine aufgestaute Nachfrage und ein aufgestautes Angebot frei, keine produktive Kapazität für andere Aktivitäten. Den im öffentlichen Diskurs verschwiegenen Sinn der gegenwärtigen und vergangenen Kriege erklärt Ihnen Johann Mayer, ehemaliger Direktor des Martin Buber Instituts für Judaistik in Köln in seinem Buch: Kriegsrecht und Friedensordnung in jüdischer Tradition. Mayers Buch ist in Verbindung mit der Hebräischen Bibel zu lesen. Mit freundlichen Grüßen TK
Antworten- Antwort von Monetenmann (15.11. 2011 14:50 Uhr):
Diesen Kommentar versteht auch keiner, außer der Autor selbst, oder?
- Antwort von Monetenmann (15.11. 2011 14:50 Uhr):
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