Das große Technik-Schaulaufen auf der IFA beginnt

in Insider Daily
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Gestern schrieb ich Ihnen an dieser Stelle, dass die Deutschen vor der Erhöhung der Mehrwertsteuer dem Kaufrausch zu verfallen scheinen. Wer sich vor der Fußball-WM noch nicht eingedeckt hat, aber dennoch einen Flachbildschirm, einen Beamer, ein Soundsystem und andere High-Tech-Geräten für die "gute Stube" anschaffen will, der sollte das am besten noch vor dem 1. Januar tun. Welche Neuheiten es schon wieder auf dem Technik-Markt gibt und wie die künftigen Trends aussehen, erfahren Sie auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin, die unsere Kanzlerin Angela Merkel heute Abend eröffnet. Die wichtigsten Themen heißen Internet-Fernsehen, LCD- und Plasma-Bildschirme, das neue, hochauflösende Fernsehen HDTV sowie Fernsehen und Musikhören für unterwegs.


Schöne, spannende Technik-Welt

Spannend wird auch die Frage, welcher DVD-Standard sich durchsetzen wird: Das Duell zwischen dem Blu-Ray-Format und HD-DVD ist noch nicht entschieden. Ich weiß, das klingt kompliziert. Wenn Sie nun genaueres dazu wissen wollen, schlage ich Ihnen einen Besuch der IFA vor. Jedenfalls faszinieren die immer neuen und immer besseren Technologien die Menschen und schrecken keineswegs ab, im Gegenteil. Auch AKTIEN-MONITOR-Chefredakteur Jürgen Schmitt ist gerade dabei, sein Eigenheim in technischer Hinsicht auf den neuesten Stand zu bringen und wartet in unseren Konferenzen mit immer mehr Fachwissen auf. Jeder will offenbar an der schönen neuen Technik-Welt teilhaben.

IFA soll den Herstellern neue Aufträge bringen

Es ist somit kein Wunder, dass man auf der IFA mit einem neuen Orderrekord rechnet. Wie die Messe-Geschäftsführung mitteilte, wurden im letzten Jahr Waren im Wert von 2,5 Mrd. Euro geordert. Diese Summe will man nun sogar toppen. Nach Einschätzung des Fachverbands Consumer Electronics rechnet die deutsche Unterhaltungselektronik-Branche in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von rund 4% auf 22 Mrd. Euro. Natürlich lassen es sich die Elektronik-Hersteller nicht nehmen, die IFA zur Präsentation ihrer Produkte zu nutzen und neue Aufträge an Land zu ziehen. Besonders viel Aufmerksamkeit dürften Firmen auf sich ziehen, deren Geräte nicht nur hochwertig sind, sondern auch noch gut aussehen. Da wäre zum Beispiel Loewe zu nennen.

Loewe ist ein echter „Hingucker“

Die Firma aus Kronach hat schon einige Design-Preise eingeheimst. Auch wenn Sie lieber in Aktien als in einen neuen Fernseher investieren wollen, ist Loewe interessant: Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr mit 350 Mio. Euro Umsatz, der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll 10 Mio. Euro betragen. Wir halten es sogar für möglich, dass im Zuge eines guten Weihnachtsgeschäfts sogar noch etwas mehr drin sein dürfte. Diese Aktie sollten Sie beobachten.

Auch Bang & Olufsen überzeugt mit edlem Design

Ebenfalls was fürs Auge bietet der dänische Konzern Bang & Olufsen, berühmt für tolles Design, Qualität und entsprechend hohe Preise. Genau wie Loewe hatten auch die Dänen zunächst den Trend zu Flachbildschirmen verschlafen. Während Loewe mittlerweile das Schlimmste überstanden hat, haben die Schweden noch einiges an Arbeit vor sich, erste Schritte wurden aber bereits mit Hilfe einer Kooperation mit Samsung in die Wege geleitet. Zudem baut Audi auf Kundenwunsch Stereoanlagen von B&O in seine Fahrzeuge ein, und auch sonst kommen die edlen Lifestyle-Produkte bei der Kundschaft sehr gut an. Im Geschäftsjahr 2005/2006 stieg der Vorsteuergewinn um 13% auf umgerechnet 57,8 Mio. Euro, der Umsatz legte ebenfalls um 13% auf 567,9 Mio. Euro zu. Im Geschäftsjahr 2006/07 rechnet B&O mit einem Umsatz von 610 bis 625 Mio. Euro, während das Ergebnis um 10% verbessert werden soll. Vor allem auf dem deutschen Markt will der Hersteller von Luxus-Elektronik wachsen. Wer mutig ist und auf einen Turnaround spekulieren will, sollte das Papier auf der Liste haben.

Ihnen einen erfolgreichen Börsentag!


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