Das Gold ist das ideale Wertaufbewahrungsmittel für die Armen
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 28. Dezember 2006 20:45 Uhr
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Liebe Leser,
schon sehr oft wurde ich von Nichtanlegern und ärmeren Menschen darauf angesprochen, dass ich ja mit meinen Aussagen zu Gold durchaus Recht habe aber oft wird dann gesagt ich kann nicht in Gold investieren, da ich ja gar kein Geld habe. Das wenige was ich spare in Gold anzulegen würde nichts nutzen. Zu diesen Leuten sage ich dann immer, dass es überhaupt nicht auf den Betrag ankommt, den man in physisches Gold investiert.
So ist es doch offensichtlich, dass in unserer heutigen Gesellschaft die Scheere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht. Dies liegt vor allem daran, dass die Maße der Menschen keinen richtigen Schutz vor Inflation kennt. Während Investoren und Spekulanten die günstigen Kredite nutzen, um Produktionsanlagen zu bauen und Güter herzustellen sowie das globale Lohngefälle für sich nutzen, können nur wenige Bevölkerungsschichten an diesem Boom teilhaben. Den anderen fehlt schlicht und einfach der Mut oder das Wissen darüber, dass Aktienanlagen ein guter Inflationsausgleich ist und Edelmetalle (vor allem Gold) selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das beste Wertaufbewahrungsmittel ist.
Das World Gold Council, eine der wichtigsten Vermarktungsorganisationen für Gold weltweit hat vor einigen Monaten eine sehr interessante Studie von Eric Levin und Robert Wright veröffentlicht, dessen Inhalt ich Ihnen zusammengefasst wiedergeben möchte.
Die Kernaussage ist, dass Gold eine effektive Absicherung gegen den Verlust der Kaufkraft des US-Dollars und zahlreicher weiterer Währungen ist. In der Studie wird darauf verwiesen, dass der Goldpreis im Jahr 1833 bei 20,65 US-Dollar je Unze stand. Umgerechnet in die Kaufkraft des Jahres 2005 entspricht dies einem Niveau von rund 415 US-Dollar je Unze. Der Goldpreis notierte 2005 bei 445 US-Dollar je Unze und bestätigt damit die Theorie eindrucksvoll über einen Zeitraum von 172 Jahren (siehe Chart).
Quelle: Short-run and Long-run Determinants of the Price of Gold (June 2006)
Das ist nun nichts neues, aber da immer noch wenige Anleger Gold und viele Anleger (insbesondere die Zentralbanken in China, Russland, Indien, Japan und Südkorea) Dollars halten, kann man gar nicht oft genug auf diesen Zusammenhang hinweisen. Vor allem wenn es sich um akademische Arbeiten handelt.
Laut dem Ergebnis dieser Studie dauert es übrigens im Durchschnitt 5 Jahre, dass sich der Goldpreis der Inflation wieder anpasst, sollte er einmal nach oben übertrieben haben. Wie die 70er Jahre gezeigt haben, kann dieses „übertreiben“ sehr heftig sein. Damals entsprach der kaufkraftbereinigte Preis des Goldes bei rund 200 US-Dollar und der Preis stieg trotzdem auf 800 US-Dollar (alles in 2005 Dollars gerechnet).
Fazit
Demnach wäre der aktuelle Preis des Goldes bei einer jährlichen Inflationsrate von rund 4 Prozent eigentlich rund 40 Prozent zu hoch. Das faire Niveau würde bei rund 430 US-Dollar je Unze liegen. Diese Behauptung ist jedoch nicht so einfach zu belegen. Sie sollten berücksichtigen, dass die US-Inflationsrate durch die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Komponenten bereits seit Jahren zu tief ausgewiesen wird. Beispielsweise fliessen die Mietpreise, welche kaum gestiegen sind, mit rund 40 Prozent in den Warenkorb ein, obwohl 70 Prozent der Bevölkerung in den USA ein eigenes Haus besitzen und die Hauspreise in den letzten Jahren stark gestiegen sind.
Auch bei denGesundheitskosten tut sich eine Schere auf.
Laut US-Konsumpreisstatistik steigen diese lediglich mit 4 Prozent pro Jahr. Die Krankenkassenprämien in den USA steigen aber bereits seit 2001 mit 10-12 Prozent pro Jahr.
Ihr
Andreas Lambrou
P.S.: Wenn Sie die Studie ganz lesen möchten, so können Sie dies mit folgendem Link tun. Es sind ausser den von mir gezeigten Charts noch zahlreiche weitere interessante Chartverläufe in der Studie enthalten.
http://www.gold.org/deliver.php?file=/rs_archive/rs_32_shortandlongrun.pdf
