Das fortgesetzte Verschwenden von Ressourcen
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 15. November 2011, 07:30 Uhr
ENL5454
Diese Serie meiner Gedanken war zuletzt fokussiert auf das Verschwenden von Ressourcen. Um den Gesundheitssektor ging es, um Bildung, und um Finanzen...und weitere große Industriezweige, welche von der Regierung favorisiert werden. In jedem Fall werden Billionen investiert...ohne Rendite.
Verarmende Nation
Die Nation wird ärmer und stöhnt unter den Schulden, die dafür benötigt werden, um das alles zu bezahlen. Aber von allen diesen Reichtum-zerstörenden Investments ist keines verschwenderischer als Krieg. Krieg hat es in seiner Natur, Reichtum zu verbrauchen und zu zerstören. Er produziert keinen Reichtum.
Folgen eines Krieges
Was ich damit sagen möchte: Aus den Aschen eines Krieges kann kein Reichtum entstehen. Aber Krieg spült die Zombie-Industrien beiseite, welche den Fortschritt blockieren. Wenn ein Krieg endet, dann gibt eine Menge aufgestauter Nachfrage...und auch aufgestautes Angebot.
Die Fabriken, die zuvor Panzer produzierten, wechseln nun zur Produktion von Automobilen. Soldaten, die sich mit dem Töten von Menschen beschäftigten, verkaufen nun Versicherungen. Eine neue Volkswirtschaft, mit neuen Industrien und neuen Arbeitern boomt. Genau das passierte in Deutschland und Japan nach dem Zweiten Weltkrieg.
Nachkriegs-Wohlstand
Auch in Amerika brachte das Ende des Zweiten Weltkriegs einen nie gesehenen Wohlstand. Aber der wurde geschaffen auf den Ruinen einer Volkswirtschaft, die durch die Weltwirtschaftskrise "entschuldet" worden war...und zu einem großen Teil auch zerstört, durch den Krieg. Eine neue Volkswirtschaft mit Fokus auf die Konsumenten konnte aufgebaut werden.
Die Amerikaner eines bestimmten Alters erinnern sich noch an die Kriegsjahre, so wie sich ein Tourist an einen schlechten Urlaub erinnert. Er tendiert dazu, die schlechten Teile zu ignorieren...und sich nur an die guten Abschnitte zu erinnern. Alte Leute erinnern sich heute in den USA an die Solidarität der Kriegsjahre...den Sinn der Brüderlichkeit, und einer gemeinsamen Mission...und den Thrill, an so einem großen, und erfolgreichen, Projekt mitzuwirken.
Zum zweiten Teil von: Das letzte erfolgreiche staatliche Großprojekt der USA?
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Albert Karl (15.11. 2011 10:38 Uhr):
zu Ihrem: ".........und den Thrill, an so einem großen und erfolgreichen, Projekt mitzuwirken." Was kann da jetzt großartig und erfolgreich sein Herr Bonner, wenn ich als Bürger für die Kriegsmaschinerie maloche bis zum Umfallen - unter Brücerlichkeit verstehe ich jedenfalls etwas ganz anderes. Ausserdem: hätte die USA den Krieg im eigenen Lande gehabt und die Städte wären im Bombenhagel vernichtet worden, dann könnte ich Ihre patriotischen Gedanken wenigstens etwas nachvollziehen. Krieg kann niemals ein erfolgreiches Projekt sein - es sei denn, ich werde angegriffen und muss mich verteidigen.
Antworten - Kommentar von sartorius (15.11. 2011 20:57 Uhr):
Man erinnert sich noch gern an die "Solidarität der Kriegsjahre etc" - falls man den Krieg überlebt hat....(Im Himmel, bleiben wir weiter zynisch, gibt es vielleicht die "Solidarität der Gefallenen"...)
Antworten - Kommentar von Livia (16.11. 2011 09:51 Uhr):
Zum einen ist es völlig richtig, daß eine gemeinsame Bedrohung von außen auch eine völlig inhomogene Bevölkerung für die Zeit ihres Bestehens zur Solidarität zwingt, die aber, sobald sie vorbei ist, alte Rivalitäten sofort wider aufbrechen läßt. Spätestens, wenn die Kriegsgewinne verteilt sind. Auf der anderen Seite hat sich der Krieg (WWII) schon für die Leute rentiert, die ihn gewonnen haben! Zum einen holten sich die Sieger - und gerade die Amerikaner, die keine Verluste im eigenen Land hatten - Patente und Köpfe bei den Besiegten und aber auch bei den eigenen Verbündeten! So hat man die Briten "ausgenommen wie eine Weihnachtsgans" und den Grundstein für das Ende des Empires gelegt. Während sich die Engländer wie auch die Russen die "alten" Anlagen aus Deutschland abmontierten und so technologisch langfristig ins Hintertreffen gerieten, waren die Deutschen gezwungen, Neues zu bauen und der Amerikaner verdiente daran mit. Dazu eröffnete er sich den europäischen Markt. Wo der Amerikaner sich heute militärisch engagiert ist aber - bis auf ein paar Bodenschätze und ein Satz heiße Ohren nichts mehr zu holen! Weder im Irak noch in Afghanistan - als Beispiel - ist mit Absatzmärkten für amerikanische Güter noch mit einem Wirtschaftsboom ala Nachkriegseuropa zu rechnen, weil die dortige Bevölkerung ganz einfach im Schnitt zu minderbegabt ist. Diese Leute ziehen den Rücksturz ins (interlektuell einfache) Mittelalter vor! Im Grunde befindet sich das amerikanische Imperium in der gleichen Situalion wie das römische zur Zeit nach seiner größten Ausdehnung: Weitere Eroberungen sind sinnlos, weil es da entweder nichts zu holen gibt oder die Eroberung zu schwierig (Damals Persien) ist. Wenn man aber nichts mehr zu erobern hat, wird das Militär zum reinen Kostenfaktor, man braucht es aber weiterhin um das Eroberte zu halten, weil jetzt auch der Gemeinsinn (wir alle sind Römer und gehören zu den Herren der Welt) wegfällt, gibt es Aufstände an allen Ecken und Enden und den Staatsbankrott oben drauf. Die heuteige Generation, die sich mit Geschichte nur am Rande befaßt und darüber nur aus 3, Hand informiert ist, kann sich schwer in diese Aufbruchsstimmungen hineinversetzen. Sie gehört - im Vergleich - eher der Generation Diokletians an, als man möglichst früh in ein Kloster eintrat, um dem Staatsdienst in jeder Beziehung zu entgehen, für den Kriegsdienst seine Söldner hatte und von Staats wegen das Silbergeld mit Blei streckte.
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