Das erste Mal seit 1988: Zentralbanken kaufen Gold!
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 1. April 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
*** Neue, interessante Zahlen zum Gold (Quelle: World Gold Council):
Die Zentralbanken kaufen wieder fleißig Gold. Das erste Mal seit 1988 gab es einen Netto-Zuwachs!
(Früher galten mögliche Verkäufe von Zentralbanken als Belastungsfaktor für Gold, nun ist es umgekehrt.)
Im letzten Jahr haben Zentralbanken weltweit 425 Tonnen Gold gekauft. Der größte Zuwachs seit 1964.
Insgesamt halten Zentralbanken nach offiziellen Angaben damit 30.116,9 Tonnen Gold (+1,4% gegenüber Vorjahr).
Zu den Käufern gehörten die Zentralbanken großer „BRIC"-Staaten: Indien, Russland, China kauften fleißig. Der Preis des Edelmetalls ist in der gleichen Zeit um 24% nach oben geklettert und hat im Dezember einen Rekord von 1.226 Dollar pro Unze verbucht.
Und noch eine letzte Zahl zum Gold, für heute:
Zentralbanken besitzen heute 18% des Goldes, das je abgebaut wurde.
*** Themenwechsel. Was ganz anderes. Ein paar Takte zum morgigen Karfreitag.
Das ist der Tag, an dem der Kreuzigung von Jesus Christus gedacht wird. Sein grausamer Tod am Kreuz, zusammen mit seiner Auferstehung in der Nacht auf Sonntag, ist zentraler Bestandteil seiner Heilsbotschaft. Ich habe mir für diesen Tag vor Jahren einen Dialog meines Kollegen Bill Bonner mit seinem Sohn Henry aufgehoben, weil ich den ganz passend fand. Hier ist er:
"Wenn Jesus gewollt hätte, dann hätte er in dem Moment, in dem sie Hammer und Nägel auspackten, die himmlischen Heerscharen anrufen können", sagte der Priester, "damit sie ihm zur Hilfe gekommen wären. Stattdessen ist er für uns am Kreuz gestorben und hat uns so von unseren Sünden befreit und uns das ewige Leben geschenkt."
"Ich hätte sofort die himmlischen Heerscharen gerufen, als sie Hammer und Nägel auspackten", sagte Henry nach der Messe.
Bill Bonner: "Das ist nicht so einfach. Das hätte die Leute erstaunt. Aber es hätte sie so erstaunt, wie Zauberkräfte und übernatürliche Mächte die Leute in Erstaunen versetzen. Ich glaube nicht, dass Gott das gewollt hätte. Er will nicht, dass die Leute gehorchen, weil sie von übernatürlichen Mächten beeindruckt sind oder weil sie Angst haben vor der Kraft Gottes. Das würde eher ins Alte Testament passen. Jesus predigte etwas anderes. Man wird nicht zum Christen, weil man Angst hat, dass sonst ein Engel mit einem Schwert kommt. Das Christentum basiert auf Nächstenliebe. Man wird Christ, weil man an die Kraft der Liebe Jesu glaubt...selbst dann, wenn man es nicht sehen oder erklären kann."
Frohe Ostern wünscht Ihnen und allen, die Sie lieben
Ihr
Michael Vaupel
P.S.: Den nächsten Trader´s Daily gibt es wegen der Feiertage dann am Dienstag (Freitag und Montag wird in Frankfurt nicht gehandelt.)
P.S.S.: Dann möchte ich noch ein ganz persönliches Dankeschön an die Trader´s Daily-Gemeinde geben. Ich hatte Ihnen doch von meiner Bekannten berichtet, welche nach lebensgefährlichem Unfall mit unglaublicher Willenskraft zur Überraschung der Ärzte zunächst ihren Körper wiederherstellte und danach wieder in ihrem Job als „personal trainer" (sie ist wirklich erstklassig) arbeiten wollte. Nun, sie ist wieder in Lohn und Brot - der Trader´s Daily-Gemeinde sei Dank. Im Düsseldorfer Raum meldeten sich einige, welche ihr Fitness-Niveau steigern möchten. Die Vermittlung hat funktioniert, und ich bin froh, dass wir hier helfen konnten. Eine „win-win-Situation" für alle Beteiligten, und so habe ich es am liebsten.
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Helmut Höhenberger (01.04. 2010 14:01 Uhr):
Wer noch an Gott glaubt ist ein unverbesserlicher Narr! Die neuen Götter heißen Goldman-Sachs und Angela Merckel mit Ihrem Wachstumsbeschleunigungsgesetz.In diesem Sinne ein frohes Ostern H.Höhenberger 1.04.2010
Antworten - Kommentar von Eduard Frei (01.04. 2010 14:11 Uhr):
Lieber Herr Vaupel, ich schätze Ihre Ausführungen stets, muss aber heute 2010 Jahre nach Christi Geburt etwas loswerden. Das erste Evangelium wurde 60 Jahre nach dem Tode niedergeschieben. In einer Zeit, da mehr Mythen als Wahrheiten im Umlauf waren, wo die Menschen nach Führung suchten und die Allgemeinbildung deutlich geringer ausfiel, als in heute abgelegenen Dörfern Ostafrikas, mit einem Werk, der Bibel, die durch politische und kirchliche Einflüsse über die Jahrhunderte mehrfach "angepasst" und übersetzt wurde, erscheint es etwas mit Ignoranz oder Dummheit und Aberglaube zu tun zu haben, wenn man diese inge ür wahr annimmt. Wäre es nicht langsam an der Zeit, dass die Menschen an sich selbst und ihre Ziele glauben lernen, ehe ferne Mythen weiter zelebriert werden. Macht es nicht Sinn, dass sich die Menschheit endlich auf sich besinnt und in Liebe dem gegenüber begegnet. Religionen entstanden/ entwickelten sich einst aus dem Schamanentum. Einige intelligente Menschen durchschauten die Sitution frühzeitig und erkannten, dass Menschen Führung benötigen, was durch Aberglaube besser zu bewerkstelligen war. Religionen, ganz egal welche, waren immer zur Knechtung des Volkes im Einsatz. Und auch heute werden uner diesem Schutzmantel Kriege geführt. So langsam sollte man aufwachen und sich mit der Geschichte beschäftigen, ehe man noch weitere 2010 Jahre diese Mythen vor sich herträgt. Beste Grüße und trotzdem schöne Ostern EF
Antworten - Kommentar von Dr Gunther Kümel (02.04. 2010 10:18 Uhr):
Der Gottesbegriff des Christentums ist keineswegs derselbe, der sich unwillkürlich einstelt, wenn einer das Wort "Gott" ausspricht. Wir denken dann an ein übermächtiges Wesen weit außerhalb, irgendwo in einem Himmel. Es ist ein Kinderglaube. Die Neurowissenschaft hat in den letzten Jahren erklärt, warum das so ist. Es gibt Gehirnstrukturen, die diesen Begriff "erzeugen". Der Kinderglaubven an ein übernatürliches Wesen ist uns also von der Evolution aufgegeben, fest in unserem Gehirn verdrahtet. Der Widerspruch der Atheisten und der Zweifler unter den Gläubigen gilt diesem Kinderglauben. Bedauerlicherweise machen sich Christen in aller Welt (und die Atheisten erst recht nicht) Gedanken darüber, wie das denn nach der christlichen Lehre eigentlich definiert ist, was "Gott" heißt. Nach der chtristlichen Lehre (Dreifaltigkeit) ist der Begriff "Gott" die Wirklichkeit des "geistigen Prinzips in der Welt" bestimmt, als "Heiliger Geist". Nach der Lehre Christi manifestiert sich dieses "Geistige Prinzip in der Welt im "Menschensohn". Das macht das Christentum zu einer modernen Transzendenzphilosophie, der Wahrheit und Weisheit zukommt, denn daß der Mensch, der "Menschensohn" über die Fähigkeit zur Erkenntnis verfügt, das zeigt jeder Gedanke, jeder Gedankenaustausch, jeder Zweifel. Es ist ja nicht selbstverständlich, daß ein biologisch bestimmtes Lebewesen über den Zugangzum geistigen Prinzip in der Welt verfügt. Das Dasein des Spirituellen in der Welt ist wohl der Liturgie wert. Die Erzählungen der Bibel sind, soweit sie das Alte Testament betreffen, vorchristlich und damit eigentlich unchristlich. Sie sollen nur erklärlich machen (Propheten), wie es zu der Lehre Christi gekommen ist.
Antworten
weitere Ausgaben von
Traders Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Mittwoch, 23. Mai 2012
Dienstag, 22. Mai 2012
Montag, 21. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Oxford Club Eildepesche
Exklusive Anlagechancen
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Oxford Club Eildepesche