Das erste Mal seit 100 Jahren in der Geschichte der FED...
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 26. Januar 2012, 16:00 Uhr
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Das erste Mal seit 100 Jahren FED-Historie erhält der Kapitalmarkt verlässliche Zinsaussagen
Es war stets eine Spekulation: wann wird die FED die Zinsen erhöhen oder wird Notenbankchef Bernanke die Zügel locker halten? Kamen gute Wirtschaftsnachrichten in den Markt dann stiegen die Renditen und waren die Konjunkturdaten schlechter als erwartet hat der Markt gegen gesteuert und innerhalb weniger Sekunden am Rentenmarkt mit fallenden Renditen darauf reagiert. Für Banken ist es mühsam Risiken aus Kreditgeschäfte zu kalkulieren wenn sie nicht wissen wie lange der Markt noch mit billigem Geld versorgt wird. Muss ein Kreditinstitut bereits gegensteuern und die Kreditzinsen bei langlaufenden Verträgen anheben wenn die Arbeitsmarktdaten besser werden, so wie wir es in den letzten Wochen gesehen haben? ich zeige Ihnen im Chart wie sich die Rendite in den letzten Wochen nach oben gearbeitet und damit auch den Wert des US-Dollars beeinflusst hat. Gestern Abend nun eine kleine Überraschung, denn eine verlängerte Phase der Null-Zinspolitik bedeutet mehr Planungssicherheit und steigende Gewinne für Kreditinstitute, was Sie auch im Aktienindex S&P500 (SPX) sehen.
Im oberen Chartbereich sehen Sie die Entwicklung von US-Staatsanleihen als ETF (iShares Barclays 20 Years+)der letzten 6 Wochen. Mit guten US-Arbeitsmarkten im November und Dezember sind die Renditen gestiegen (oberhalb der steigenden blauen gestrichelte Linie). Vor einer Woche ist der Index, der hier diesem Fund zugrundeliegt auf über 120 Punkte gestiegen und hat damit die gelbe Widerstandszone überwunden. Das hat sich gestern geändert, der Index notiert nach dem FED-Kommentar bei 116,17 unterhalb der gelben Unterstützungs/Widerstandszone. In den darunter liegenden Charts sehen Sie wie sich das auf den EURO und auf Aktien ausgewirkt hat. Der Euro sowie der breitgefasste US-Aktienmarktindex S&P500 sind gestiegen (Pfeil grün)
Warum nun auch das Gold gestiegen ist mag daran liegen dass die Opportunitätskosten für Gold mit dem FED Bericht von gestern Abend gefallen sind. Gold wirft keine Dividende oder Zinsen ab und die Lagerung verursacht Kosten für Sicherheit, und Versicherung aber auch entgangene Zinsen sind ein wichtiger Kostenfaktor. Bleiben die Zinserträge aus Staatsanleihen aber nahe bei null Prozent fördert das in den Augen der Goldbullen die Attraktivität für Gold weil die Kosten sinken, soweit die Theorie. Ach und wenn Sie wissen wollen wie ich die weitere Entwicklung am Devisenmarkt einschätze, dann besuchen Sie mich doch (hier) zum Probeleses des Target Trader.
Viel Erfolg am Markt
Jürgen Nowacki
Coach Trading & Sales
Zum ersten Teil von: Gewinner der gestrigen FED Sitzung: Banken und kurzfristig Gold
