Das eigentliche Schauspiel kommt erst noch...
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 27. April 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
in der Marktanalyse gestern berichtete ich Ihnen u.a. auch vom chinesischen Aktienmarkt. Ich schrieb:
Ganz anders sieht die technische Lage des Shanghai Stock Exchange Index aus. Ende letzter Woche wurde die untere Trendlinie des sich verengenden Dreiecks nach unten durchbrochen. Damit hängt der Index am seidenen Faden. Die letzte Unterstützung, bevor weitere Kursverluste drohen, liegt im Bereich von 2900 Punkten. Ich bin gespannt, wie die internationalen Aktienmärkte auf chinesischen Kursverlust reagieren werden.
Doch auch der chinesische Immobilienmarkt läuft immer heißer. Passenderweise brachte erst kürzlich auch die ARD eine ganz interessante TV-Sendung hierzu und nicht wenige Experten gehen (darunter z.B. auch einer der weltbesten Short-Seller, Jim Chanos, welcher u.a. den Enron-Kollaps früh und präzise prognostizierte) bereits seit einiger Zeit davon aus, dass es hier noch zu einem Knall kommen wird.
Kommen wir jedoch einen Moment zurück nach Europa.
Ich möchte Ihnen die folgenden vier Medienlinks kommentarlos anbieten, denn hierzu gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen:
Und wenn wir schon weltweit unterwegs sind, hier noch zwei Punkte zu den USA:
Seit meiner Übernahme dieses Newsletters im Jahr 2008 empfahl ich Ihnen stets, sich mit physischen Edelmetallen abzusichern. Hierfür erntete ich anfangs sehr viel Skepsis, doch wer von Ihnen meinem Rat folgte und beherzt beim physischen Edelmetall zugriff, konnte sich über das neue All-Time-High in Euro beim Gold gestern freuen und sitzt auf ordentlichen Kurszuwächsen.
Gleichzeitig warnte ich Sie bereits u.a. im Januar 2009, dass ich den Euro für nicht krisenfest halte. Wenn Sie z.B. bei Google "Euro, krisenfest" eingeben, sehen Sie meinen Artikel seit Monaten direkt auf Platz 1 der Ergebnisliste.
Ich halte es für durchaus möglich, dass der Euro die kommenden 1-3 Jahre nicht überleben wird. Noch ist sicherlich sehr schwer absehbar, wie diese Sache letztlich ausgehen wird, aber es häufen sich m.E. die deutlichen und unmissverständlichen Warnzeichen und der Euro steckt in einer erheblichen Zwickmühle, aus der es keinen wirklich guten Ausweg für alle Beteiligten geben wird.
Bleiben Sie daher wachsam und vorausschauend. Denken Sie, sofern noch nicht erfolgt, an die physischen Edelmetalle und an die Diversifizierung Ihrer Cashbestände über fremde Währungen (hierfür empfehle ich übrigens keine Staatsanleihen aufgrund des Kursschwankungs- und teils sogar des Bonitätsrisikos, sondern lieber "langweilige" Fremdwährungskonten).
Es wird definitiv spannend bleiben in den Märkten. Das eigentliche Schauspiel beginnt erst noch...
Beste Grüße