Das Drucken von Geld fördert die falsche Inflation
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 3. Dezember 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Die Große Korrektur"...sie läuft noch...
Die Nachrichten sprechen dafür, dass ich mit allen meinen Prognosen richtig lag. Die Neubeginne von Hausbauten fallen - und die Immobilienpreise bleiben schwach, in den meisten Gegenden.
Neue Arbeitsplätze? Vergessen Sie es. Arbeitslosigkeit bereitet weiter Kopfschmerzen....und keine signifikante Erholung ist in Sicht.
Und sowohl die Konsumenten- als auch die Produzentenpreise bleiben fast unverändert. Es gibt noch keine Inflation". Ben Bernanke hat noch Recht, zumindest in Bezug auf die Kern-Inflation". Die Preise für Menschen, die weder essen, noch reisen, noch heizen sind stabil.
Ja, liebe Leser. Wir sind in einer Großen Korrektur". Ich weiß nur noch nicht, was die korrigieren möchte. Noch nicht.
US-Inflation nahe Null", sagt BBC.
Und Bloomberg liefert dazu die Details: Die Lebenshaltungskosten in den USA sind im Oktober den vierten Monat in Folge gestiegen, angetrieben von höheren Benzin- und Lebensmittelpreisen (...)
Der Konsumentenpreis-Index ist um 0,3% gestiegen, nach +0,1% im Vormonat. Die Kernrate" ist seit Oktober 2009 um 0,7% gestiegen, was ein Rekord tiefer Wert ist.
Ich hatte mir das seit dem Frühjahr angesehen. Es sah so aus, als ob der Konsumentenpreis-Index im Sommer auf Null fallen würde...und dann ins negative wandern würde. Aber jetzt, mit all diesem quantitative easing", habe ich den Überblick verloren. Die Fed druckt mit Absicht Geld, ohne ein sorry" oder excuse me".
Jeder weiß, dass das inflationär" ist. Und die Geldmenge ist auch inflationiert worden. Aber nicht die Konsumentenpreise. Warum nicht?
"It's the economy, stupid."
Wenn eine Wirtschaft Schulden abbaut, dann erhält man ein besonderes Phänomen. Man kann Geld ins System pumpen...aber am anderen Ende...wo die Konsumentenpreise sind...passiert nichts. Das hat John Maynard Keynes herausgefunden. Und jetzt sieht es so aus, als ob er Recht gehabt hat. Die Fed fügt 600 Mrd. Dollar hinzu. Und die Zuwächse bei den Konsumentenpreisen gehen weiter zurück.
Deshalb kann man versucht sein, zu sagen, die Fed könne doch noch mehr Geld reinpumpen - die Konsumentenpreise steigen doch nicht. Aber so einfach ist das nicht. Es mag stimmen, dass man die Konsumentenpreise nicht erhöht, wenn man Geld ins Bankensystem pumpt. Aber die Fed geht jetzt einen Schritt weiter. Sie finanziert das US-Haushaltsdefizit. Praktisch das gesamte.
Das Geld, was sonst in US-Staatsanleihen wandern würde, ist nun frei für andere Dinge. Wo wird es hingehen? Ich wüsste es gerne.
Schauen Sie sich die Preise von Baumwolle an. Und Gold. Und Ackerland. Die Preise sind hochgeboten worden - dank auf Rekordtief stehenden Zinsen und auf Rekordniveau stehenden Preisen für Agrarwaren.
Und sehen Sie sich indische Aktien an. Auch die stehen fast auf Rekordniveau. Überall auf der Welt steigen die Preise - besonders in den Emerging Markets.
Aber in den USA stagnieren die Konsumentenpreise (ohne Energie und Nahrungsmittel). Genau das, was man in dieser verrückten Korrektur erwarten würde.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Erwin Petersen (03.12. 2010 08:32 Uhr):
Der Tag ist lang Hat jemand schon was gehört von Verzögerung, Zeitverzögerung meine ich. Die Null-Zinsenpolitik von Greenspann hat auch nach Jahren zu den Finanzdesaster geführt. Alle glaubten noch rechtzeitig den EXIT zu finden bevor es kracht. Die Frage ist nun wieder wann soll ich den EXIT ansteuern und in welche neue Sackgasse?
Antworten - Kommentar von Michael Kaps (03.12. 2010 15:17 Uhr):
hallo herr bonner, ich lese ihre artikel immer mit genuss. sicherlich kennen auch sie das schoene video über QE auf youtube. das trifft ihre ansichten genau. viele grüße von einem stillen mitleser und weiter so. wir brauchen solche augenöffner. denn unsere volksvertreter sind nichts anderes als irrlichter unserer demokratie.
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