Das bringt Ihnen die Woche

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von Cindy Bach

Belastet von schwachen Vorgaben aus den USA und Asien sind die deutschen Aktienindizes heute mit deutlichen Kursverlusten gestartet. Der DAX sackte in den ersten Minuten nach Handelsstart bereits um 1,9 Prozent auf 6.686 Punkte ab. Für den MDax ging es um 2,3 Prozent auf 8.447 Zähler für den TecDax sogar 3,2 Prozent auf 7559 Punkte nach unten.


Der Dow Jones Industrial hatte am Freitagabend im Vergleich zum Xetra-Schluss noch 165 Punkte verloren und der Nikkei-225-Index ging mit einem Minus von fast 4 Prozent aus dem Handel. Als Auslöser für die erneute Schwäche an Asiens Börsen sehen viele Analysten zum einen die schwachen Vorgaben der Wall Street vom Freitag und zum anderen die Unsicherheit über die amerikanischen Zinsentscheidung in dieser Woche.

Einige Anleger befürchten, dass die amerikanischen Notenbank am Mittwoch auf eine Zinssenkung ganz verzichten könnte oder dass diese niedriger ausfallen könnte als bislang im Konsens mit 50 Punkten erwartet. Die vorgezogene Senkung in der vergangenen Woche um 75 Basispunkte sei vor allem zur Beruhigung der einbrechenden Finanzmärkte erfolgt, ist in der F.A.Z. zu lesen. Es sei allerdings zweifelhaft, ob die amerikanischen Notenbank diesen Schritt vollzogen hätte, wenn sie über die Zwangsverkäufe durch die Société Générale am vergangenen Montag unterrichtet gewesen wäre.

Im Fokus der Märkte stehen auch in dieser Woche zahlreiche Bilanzvorlagen. Zudem dürfte ein Ereignis in dieser Woche deutlich mehr Aufmerksamkeit der Händler auf sich ziehen als sonst: Die heutige Rede von Präsident George W. Bush zur Lage der Nation nach der Einigung der amerikanischen Regierung mit dem Kongress auf ein Hilfspaket in Höhe von 150 Milliarden Dollar vergangene Woche.

Der Montag bietet lediglich einige wenige Konjunkturdaten. Am Nachmittag steht die Veröffentlichung der amerikanischen Neubauverkäufe zur Veröffentlichung an. Von Dow Jones befragte Analysten erwarten hier einen Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Darüber hinaus könnte die Rede zur Lage der Nation am Abend von Präsident Bush Akzente setzen.

Volle Woche in New York

Nach einem deprimierenden Jahresauftakt hoffen die Händler in New York in der kommenden Woche auf ein Comeback der amerikanischen Börsen. Eine Fülle von Daten und Ereignissen könnte dazu Gelegenheit bieten: Hoffnung setzt man hier natürlich vor allen Dingen auf eine weitere Zinssenkung der Fed sowie eine Reihe von Konjunkturdaten wie Arbeitsmarktzahlen und viele Quartalsergebnisse großer Konzerne. Händler gehen davon aus, dass die Fed ihren wichtigsten Zins um 50 Basispunkte auf dann 3,00 Prozent senken wird.

Wichtig sei auch der genaue Wortlaut der Fed-Erklärung. Sollte eine weitere Zinssenkung angedeutet werden, würde dies die Märkte fröhlich stimmen. Frohe Kunde erhoffen sich die Händler auch vom Freitag, wenn Arbeitsmarkt-Daten vorgelegt werden. Nach dem Bericht für Dezember waren nur 18.000 neue Stellen geschaffen worden und die Arbeitslosenquote auf 5,0 von 4,7 Prozent gestiegen.

Dämpfend könnten sich allerdings die weiteren Unternehmensergebnisse auswirken. Nach etwa einem Drittel der US-amerikanischen Berichtssaison liegen die Gewinne je Aktie nach Reuters- Berechnungen im Schnitt etwa ein Viertel niedriger als von Analysten erwartet. Im vergangenen Jahr hatten sie die Erwartungen noch um drei Prozent übertroffen. In der kommenden Woche stehen unter anderem Zahlen von American Express, McDonalds, Boeing, Procter&Gamble sowie des amerikanischen Pharmakonzerns Merck an.

Hier die wichtigsten Wirtschafts- und Finanztermine der 5. Kalenderwoche im Überblick:

Montag, 28. Januar:

Deutschland
Loewe: Quartalszahlen
Wincor Nixdorf Hauptversammlung und Präsentation der Zahlen vom 1. Quartal

USA
American Express: Zahlen 4. Quartal
Halliburton: Quartalszahlen
McDonald’s: Q4-Zahlen
SanDisk / Quartalszahlen
Verizon / Zahlen 4. Quartal

Konjunkturdaten

USA: Neubauverkäufe vom Dezember

Dienstag, 29. Januar:

USA
Countrywide Financial: Quartalszahlen
Lexmark: Quartalszahlen
Yahoo: Zahlen 4. Quartal

Konjunkturdaten
USA: Index des Verbrauchervertrauens Januar

Mittwoch, 30. Januar:

Deutschland
SAP: Quartalszahlen
Dyckerhoff: Quartalszahlen

USA
Altria: Zahlen 4. Quartal
Amazon: Zahlen 4. Quartal
Boeing: Zahlen 4. Quartal
Merck: Zahlen 4. Quartal
UPS / Zahlen 4. Quartal

Konjunkturdaten
USA: Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2007
USA: Notenbanksitzung

Donnerstag, 31. Januar:

Deutschland
Epcos: Q1-Zahlen
Rofin-Sinar: Q1-Zahlen
Altana: Q4-Zahlen

USA
Google / Zahlen 4. Quartal
Procter & Gamble / Zahlen 2. Quartal

Konjunkturdaten
Deutschland: Arbeitsmarktdaten Januar 2008
USA: Arbeitskostenindex 4. Quartal 2007, Index Einkaufsmanager Chicago Januar 2008

Freitag, 1. Februar:

USA
Chevron: Zahlen vom 4. Quartal

Konjunkturdaten
USA: Arbeitsmarktdaten Januar, ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe Januar, Bauausgaben vom Dezember

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Cindy Bach
Cindy Bach

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