Das „Aufschieberitis“-Syndrom
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily
vom 7. September 2011, 20:30 Uhr
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nachdem wir in den vergangenen zwei Tagen die Szenarien Verfall der Leitwährungen und Finanz-Kernschmelze in den USA besprochen haben, stelle ich Ihnen heute mein drittes und letztes Szenario vor, das „Aufschieberitis"-Syndrom. Dieses Szenario hat eine Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 50 %.
Der Wert der Eintrittswahrscheinlichkeit liegt deshalb höher als die anderen beiden Szenarien, weil es für Politiker das bequemste ist. Es ist das Szenario des „weiterhin Durchwurstelns".
Alles bleibt mehr oder weniger so, wie es schon seit 2 Jahren läuft. Die Wachstumsraten sind in der westlichen Welt kaum vorhanden, die Arbeitslosigkeit bleibt relativ hoch, der Wohlstand wird weiterhin von unten nach oben geschoben und Anlagepreise bleiben relativ hoch. Das von Politikern viel beschworene Bild von Aufschwung, Wachstum und „blühenden Landschaften" entpuppt sich als das, was es ist: ein Märchen.
Was dieses Szenario aber so gefährlich macht
Die Änderungen erfolgen schleichend, ohne dass es jemand mitbekommt. Die Investoren zum Beispiel schichten ihr Kapital nach und nach um. Erst von Staats- in Unternehmensanleihen, dann in Aktien und Immobilien, zudem in die stark wachsenden Schwellenländer.
Der riesige Finanzbedarf der westlichen Welt wird weiterhin durch unglaubliche Mengen an Neuemissionen bedient. Die größten Anleihenhalter in den USA und Europa sind aber nicht mehr ausschließlich das eigene Volk und die Pensionskassen, sondern vermehrt Inder, Chinesen oder Russen.
Diese aufstrebenden Länder machen das „faule" Spiel sogar mit, da sie selbst ebenfalls keine Unruhe brauchen. Für vorausschauende Anleger hat die einen großen Vorteil:
Durch diese Verschiebung hängt die westliche Welt immer stärker am Tropf der Emerging Markets ... und über den schleichenden Verfall der Währungen Dollar und Euro wird sich auch der Rohstofftrend fortsetzen.
Mit Investments in Rohstoffen (speziell Edelmetallen) und Emerging-Markets-Aktien sind Sie also auch hier am sichersten aufgehoben.
Fazit: Man kann es drehen und wenden, wie man will. Letztlich läuft alles auf diese Anlageklassen hinaus: Edelmetalle wie Gold und Silber und die aufstrebenden Schwellenländer.
Entscheidend für die nächsten Wochen und Monate wird sein, mit welcher Geschwindigkeit uns die Wucht der Veränderung treffen wird. Wenn Sie sich das Beispiel Großbritanniens noch einmal vor Augen führen, dann wird Ihnen deutlich:
Der Kollaps einer Leitwährung führt zu unvorhersehbaren, dafür aber umso umwälzenderen Veränderungen. Und da die derzeitige Leitwährung der US-Dollar ist, werden diese Veränderungen dort auch ihren Anfang nehmen. Deutlicher gesagt: Diese Umwälzungen sind bereits jetzt im Gange.
Die Dinge verändern sich .... und zwar schneller, als sich die meisten Menschen vorstellen können! Speziell in Amerika sind die Anzeichen dafür mehr als deutlich. Jedes für sich scheint nur ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Aber in der Summe ergibt sich eine explosive Mischung, die irgendwann auf einen Schlag hochgeht.
Schützen Sie sich vor genau diesen (möglichen) Ereignissen. In meinem Börsendienst Tiger & Dragon (sowie der brandaktuellen Sonderausgabe) finden Sie hierfür zahlreiche Hinweise und natürlich konkrete Empfehlungen.
Herzliche Grüße
Andreas Lambrou
PS: Auch wenn das Krisen-Thema sicherlich nicht das Erfreulichste ist, war es für mich eine besondere Freude für Sie heute und in den letzten beiden Tagen diese kleine Serie zu konzipieren. Wenn Sie mehr lesen wollen, testen Sie einfach 30 Tage gratis den Tiger & Dragon. Auch wenn es jetzt in Deutschland noch nicht so brisant erscheint - an Investitionen in Asien und den Emerging Markets führt kein Weg vorbei.