Darum investieren die Institutionellen in Japan
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 05. Juli 2007 19:00 Uhr
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Wie angekündigt, geht es heute noch mal um den neuen Markt des Smart Money: Japan. Wie Sie wissen, liegt der Schlüssel für diesen Trade nicht im japanischen Aktienmarkt, sondern in der japanischen Währung Yen. Denn das Smart Money geht davon aus, dass der Yen seine Abwärtsbewegung gegenüber dem US-Dollar beenden wird. Dazu würde dann auch ein Auflösen der Carry-Trades passen, die den Yen nach oben drücken werden. Beim Schweizer Franken haben wir heute bereits die ersten Anzeichen für das Auflösen der ersten Carry-Trade-Positionen gesehen. Denn der Schweizer Franken ist sozusagen das Yen-Gegenstück für den europäischen Raum.
Das Smart Money geht also von einem Yen aus, der nicht mehr viel Luft nach unten hat (nur noch leicht gegenüber dem US-Dollar fällt) oder seitwärts läuft. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Yen mittelfristig gegenüber der amerikanischen Währung stark ansteigen wird. Da passt es ins Bild, dass der japanische Finanzminister Koji Omi davor gewarnt hat, weiter auf einen fallenden Yen zu spekulieren.
Vor diesem Hintergrund hier die 4 Szenarien für Investments in Japan. Die ersten 2. Szenarien hatte ich Ihnen ja bereits gestern beschrieben. Bei Szenario 1 (Hausse geht weiter) verdient das Smart Money an den Gewinne mit japanischen Aktien. Selbst wenn der Yen noch mal gegen den US-Dollar nachgeben würde, was eh nur kurzfristiger Natur sein dürfte, sollten die Aktiengewinne bei einer Rallye im Nikkei mögliche Währungsverluste überkompensieren. Das Smart Money macht Profit.
Beim zweiten Szenario 2 (Hausse geht zu Ende) kommt es zu einem Ende der Aktien-Hausse. Wenn die Aktienmärkte in den USA einbrechen, wird die Fed aber die Zinsen senken wodurch sich die für die Carry Tardes wichtige Zinsdifferenz aufzulösen beginnt. Das lässt den Yen ansteigen. Dann verdient das Smart Money zwar mit den japanischen Aktien kein Geld, aber es verdient an den Währungsgewinnen. Da der japanische Aktienmarkt nicht so stark gestiegen ist wie der US-Markt oder der DAX ist das Rückschlagspotenzial für japanische Aktien niedriger. Damit macht das Smart Money unterm Strich wieder Profit.
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