Dämpfer für Solarbranche und Konjunktur-Optimisten
Katja Kram in Insider Daily
vom 13. Oktober 2009, 14:30 Uhr
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Heute gibt es Meldungen, die Anlegern die Sorgenfalten auf die Stirn treiben dürften. Zum sorgt eine politische Entscheidung in Sachen Solarsubventionen für Furore und zum anderen könnte das ZEW-Barometer den Markt nach dem gestrigen Höhenflug, heute wieder auf den Boden der Tatsachen holen.
Herbststurm in der Solarbranche - Politik dreht Geldhahn zu
Die neue Regierung hatte bereits angekündigt, der teuren Solarstrom-Subventionierung ein Ende zu setzten. Nun treibt die neue Führungsriege dieses Unterfangen stetig voran. Denn nun sollen die heiß diskutierten Kürzungen der Förderung von Photovoltaikanlagen schneller greifen, als zunächst gedacht. Wie FOCUS online heute berichtet könnten die Vergütungssätze für solare Strahlungsenergie bereits ab 01. Januar 2010 drastisch gekürzt werden. Als Begründung führt die neue schwarz-gelbe Regierung den rasanten Preisverfall in der Solarbranche an. Die Herstellungskosten für Anlagen seien um bis zu 30% gesunken.
Aus diesem Grund riss es die Kurse der Solartitel heute in die Tiefe. Besonders bei SolarWorld, Phoenix-Solar und Q-Cells wurde heute auf die Verkaufstasten gedrückt. war heute tabula rasa angesagt. Dabei wurde die Diskussion die Subventionen zu reduzieren, in den eigenen Reihen angefacht. Es ist noch nicht all zu lange her, da machte Frank Asbeck, Geschäftsführer des Branchenprimus SolarWorld die Politik erst auf diese Thema aufmerksam.
ZEW-Index für Deutschland fällt im Oktober
Eiskalt erwischt wurden die Anleger vom leicht gefallenen ZEW-Index. Damit, dass die Konjunkturerwartungen für Deutschland im Oktober leicht gesunken sind, hatte man nicht gerechnet. Denn tags zuvor, hob das Deutsche Institut für Wirtschaftswachstum für Deutschland die Konjunkturprognose für das kommende Jahr etwas an. Und nun holt das ZEW-Barometer all zu optimistische Anleger wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die Konjunkturerwartungen für Deutschland im Oktober um 1,7 Punkte gefallen von 57,7 auf 56,0 Punkte gegenüber dem Vormonat gefallen. Volkswirte hatten jedoch mit einem Anstieg auf 58,3 Punkte gerechnet. Der ZEW-Index berücksichtigt verschiedene Faktoren, unter anderem Auftragseingang, Export und privater Konsum. Wobei vor allem der jüngste Rückgang der Exporte negativ zu Buche geschlagen haben dürfte, denn die Auftragseingänge zuletzt erneut angestiegen.
Dennoch ist es die Lage nicht vollkommen hoffnungslos, denn die Finanzmarktexperten sahen die Lage gegenüber dem Vormonat nicht ganz so negativ. Ein Teilindex stieg um 1,8 auf minus 72,2 Punkte. "Die Einschätzungen der Finanzmarktexperten entsprechen dem derzeitigen Meinungsbild. Die Konjunktur verbessert sich aber nur allmählich", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Börsentag.
Ihre
Katja Kram