Crash als Chance nutzen
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 17. August 2011, 13:00 Uhr
ENL5454
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen, logarithmisch
Da die Kurse nach der (ABC-)Korrektur, die durch die Fukushima-Katastrophe verursacht wurde, das letzte Hoch überschritten, war es eigentlich plausibel, dass damit ein neuer Aufwärtstrend eingeleitet wurde.
Betrachtet man aber nun den Chart, dann fällt auf, dass sogar das Tief der blauen Welle 1 unterschritten wurde. Und nun kommt die schlechte Nachricht: Es scheint so, als wäre damit die komplette Wellenzählung hinfällig, obwohl sie uns bis vor dem aktuellen Crash doch stets die richtige Kursrichtung gezeigt hatte.
Eine erste Idee für eine neue Elliott-Wellen-Zählung
Eine alternative Zählung könnte nun auf den ersten Blick wie folgt aussehen:
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen, logarithmisch
Wie gesagt, ist dies nur eine erste Idee. Fakt ist aber, dass eine Überarbeitung der Wellen erforderlich ist. Und Fakt ist auch, dass nach der Fukushima-Korrektur noch keine neue 5-gliedrige Aufwärtsbewegung begann. Fraglich ist zudem, ob die aktuelle Korrekturbewegung bereits beendet ist und das Tief bereits gefunden wurde.
Die wesentlichen Kernaussagen
Ich möchte aber abschließend noch einmal meine bisherige Grundeinschätzung für den Markt und die wesentlichen Kernaussagen dieser Wave Daily-Ausgabe zusammenfassen:
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Die fundamentalen Daten haben sich nicht grundlegend geändert, alles war schon lange bekannt. Der Crash kam daher überraschend und unvorhersehbar.
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Die konjunkturelle Lage hat sich in letzter Zeit eingetrübt und die Staatsverschuldung ist endlich als echtes Problem erkannt worden, was für fallende Kurse spricht. Ebenso könnte eine daraus resultierende Ausgabenkürzung negativ auf die Weltwirtschaft wirken.
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Betrachtet man sich die DAX-Charts und den starken Anstieg seit dem Tief in 2009, dann erscheint die aktuelle Korrektur einfach nur gesund (und fast schon überfällig). (Leider habe ich genau diesen Aspekt völlig aus den Augen verloren, auch wenn ich stets auf die bärische Keilformation in den US.Indizes hingewiesen hatte.)
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Die Unternehmen sind jedoch günstig bewertet und eine Abschwächung der Konjunktur (oder eine Rezession in den USA) dürfte mit dem jüngsten Kursrutsch, der die Bewertung noch einmal vergünstigt hat, bereits mehr als eingepreist sein, selbst wenn die Unternehmensgewinne in der Zukunft leicht zurück gehen. Die Korrektur dürfte daher nur eine Gegenbewegung im Aufwärtstrend bleiben und keinen neuen Bärenmarkt einläuten.
Der Vollständigkeit halber nachfolgend stellvertretend für die US-Indizes der Dow-Chart mit der genannten Keilformation...
(Quelle: CFX-Broker) Dow Jones, Candlestick-Chart, Tageskerzen
... und auch noch einmal den saisonalen Verlauf des DAX der letzten 36 Jahre:
(Quelle: www.seasonalcharts.com)
Beeindruckende Fähigkeit des Marktes oder Insidertransaktion?
Keine Frage, sollten sich die fundamentalen Daten weiterhin eintrüben, dann hätte der Markt diese nun, wie immer, frühzeitig bereits vorweggenommen. Eine beeindruckende Fähigkeit des Marktes. Es besteht aber auch durchaus die Möglichkeit, dass es sich bei dem aktuellen Crash tatsächlich nur um die Insidertransaktionen einiger großer Adressen im Vorfeld der Herabstufung der USA gehandelt hat. Oder war es einfach nur die für die Sommermonate übliche saisonale Schwäche, vor der ich doch so oft schon gewarnt hatte?
Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, die Wirtschaftsdaten der letzten Woche auszuwerten. Am Freitag werde ich Ihnen das Ergebnis dieser Analyse mitteilen und dann noch einmal auf die Kernaussagen zurückkommen.
Crash als Chance nutzen
Damit auch genug der Vergangenheitsbewältigung. Den aktuellen Crash sehe ich auch als Chance, sich neu zu positionieren bzw. günstig nachzukaufen und die Charts noch einmal völlig neu zu analysieren nach allen hier verwendeten Methoden der technischen Analyse (z.B. Elliott-Wellen, Fibonacci-Retracements etc.).
Bis dahin wünsche ich Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus
P.S.: Ich möchte Sie nachfolgend noch auf eine spannende Aktion des CFX Broker aufmerksam machen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Mohmand (17.08. 2011 13:52 Uhr):
Hallo Herr Weisenhaus, in Ihrem neuen Beitrag sehen Sie den Crash als Chance.Hiermit warne ich Sie mit aller Deutlichkeit, dass nach dem nächsten Aufwärtsimpuls der Börsen der eigentliche Crash noch kommt.Das ist eine unmißverständliche Warnung an Sie und Ihre Leser.Nach dem nächsten Daxhoch werden wir Wochen und Monaten den kommenden Crash erleben.Bitte geben Sie diese Warnung an Ihre Leser weiter.Die Börse versucht, ein letztes Mal den Gipfel zu erklimmen.Egal wie weit sie bei dem nächsten Aufwärtsimpuls kommt, fest steht, dass danach der eigentliche Crash kommt.Haben Sie mich verstanden? Mit vielen Grüssen. Mohmand
Antworten - Kommentar von Gerd (17.08. 2011 14:07 Uhr):
So ganz ungeschoren kann ich Sie nicht davonkommen lassen ;-) Bei EW gibt es immer soviele Möglichkeiten, deshalb sollte man sich sinnvollerweise auch anderweitig absichern. Im Wochenchart können Sie die Divergenz des Tops im RSI sehen und können es als Top durchaus vernachlässigen. Wenn Sie die anderen beiden Hochpunkte verbinden entsteht ein Bearkeil mit Kursziel 5500. Auch die Parallelverschiebung der letzten beiden Abwärtstrendlinien meinetwegen auch unter zuhilfenahme des maximalen Aufwärtstrendkanals machen Aussagen über den Zielbereich möglich. Spätestens nach dem nachhaltigen Bruch der 52 Wochenlinie waren 5500 aufgerufen. mfG
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (17.08. 2011 17:39 Uhr):
Hallo Gerd! - - - Vielleicht sollte ich doch mal den RSI in meine Analysen mit aufnehmen. ;o) - - - Das Problem bei solchen Indikatoren und Osillatoren ist, dass sie auf verschiedenen Zeitebenen unterschiedliche Signale liefern. Es stellt sich daher die Frage, welchem Signal man folgen soll. Aufgrund dieses Dilemmas verzichte ich auf deren Anwendung. - - - Das Problem an diesem Crash war sicherlich nicht die Identifikation eines gewissen Abwärtspotentials oder entsprechender Korrekturziele, sondern der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit der Kursverluste. Diese ließen einem kaum Zeit, entsprechend zu reagieren. Ich persönlich habe nach den starken Kursverlusten im Prinzip permanent auf eine leichte Gegenbewegung gewartet, um vielleicht etwas höher Short zu gehen, die jedoch irgendwie nie kam. - - - Es ist, wie es ist: ein solches Ereignis ist schwer zu traden, da es einfach extrem selten vorkommt. - - - Haben Sie denn auf diese Signale bereits vor dem Crash gehört, die Ihnen ein Kursziel von 5.500 Punkte anzeigten? - - - Viele Grüße - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (17.08. 2011 17:39 Uhr):
- Kommentar von Mohmand (17.08. 2011 19:11 Uhr):
Hallo Herr Weisenhaus, just beim Schließen von Dax hat die Gegenbewegung ihr Hoch erreicht und nun sind die Indizes auf dem Weg zu den nächsten Tiefs.Nasdaq(100) folgt exakt meiner Skala, während Dax nicht immer ganz mitmachen will.Der Grund dafür kann der Umsatz der beiden Indices sein.Nasdaq(100) hat im Vergleich zu Dax einen sehr hohen Umsatz und deshalb wird durch kleine Eingriffe nicht beeinflußt.Trotzdem bin ich mit den Ergebissen sehr zufrieden.Nun werden Dax und Nasdaq(100) auf ihre nächsten Tiefs von 5430 pkt. und 2000 Pkt. gen Süden marschieren.Ich bin schon shortgegangen. Mit vielen Grüssen. Mohmand
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (19.08. 2011 19:59 Uhr):
Guten Tag! - - - Hier haben Sie tatsächlich einen ziemlichen Volltreffer gelandet. - - - Herzlichen Glückwunsch dazu! - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (19.08. 2011 19:59 Uhr):
- Kommentar von Gerd (17.08. 2011 20:08 Uhr):
Short seit 7400. RSI monthly,weekly,daily divergent. Viele Richtungen sehe ich da nicht ;-) Das wäre auch im Dow oder S&P nicht anders. Im weekly Dax können Sie vom 2007 Top noch einen Abwärtstrend erkennen. Ich nehme es damit sehr genau. Der Dax aber auch. Sie dürfen raten wo der Dax gescheitert ist. Wenn sie seasonal charts verwenden , gäbe es dort für dieses Jahr spannendere Exemplare wie $/CHF oder Bund-Future oder auch viele Rohstoffe. Nestle in € hat schon lange getoppt. Und Nestle toppt sehr früh. www.wiwo.de/finanzen/galerien/aktien-charts-analysiert-nach-der-elliott-wave-methode-87/10/dax-grand-super-cycle-3.html Ich bin zwar kein Fachmann für EW, aber der Mann lag mit seiner roten Linie bisher verdammt gut. VW kann aber selbst ich zu Ende zählen. Einen schönen Abend wünsche ich . mfG
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (18.08. 2011 18:02 Uhr):
Hallo Gerd! - - - Der Abwärtstrend, der im Jahre 2007 begann, endete in 2009. Jetzt eine Trendlinie vom Hoch in 2007 auf das letzte Top in 2011 zu legen, macht in meinen Augen wenig Sinn. Hier sehe ich keinen Abwärtstrend. - - - Die EW-Formation, die sich hinter Ihrem Link verbirgt, macht da schon deutlich mehr Sinn. - - - Viele Grüße - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (18.08. 2011 18:02 Uhr):
- Kommentar von Mohmand (18.08. 2011 23:30 Uhr):
Guten Tag Herr Weisenhaus, obwohl bei der Börsencomunity die Weltunergangsstimmung herrscht, habe ich auf meiner Skala keinen Platz für die Eintragung der Energie der kommenden Aufwärtsbewegung für Dax.Ich muß morgen weitere DIN A 3 Blätter zusammenkleben, damit ich die Energie und die Punktzahl für Dax auftragen kann.Schon jetzt kann ich Ihnen sagen, dass die kommende Aufwärtsbewegung mehr als 2000 Daxpunkte betragen wird.Da diese Punktzahl zu hoch ist, wird meine Angaben mehr als 6% Abweichung aufweisen.Trotzdem werde ich, soabald das nächste Daxtief bei 5430 Daxpunkte erreicht ist, die Daxpunkte genau ermitteln. Mit vielen Grüssen. Mohmand
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (19.08. 2011 20:03 Uhr):
Guten Tag! - - - Na das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht. Wann soll es denn losgehen mit den 2.000 Punkten? Ihr Kursziel wurde ja bereits übererfüllt. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (19.08. 2011 20:03 Uhr):
- Kommentar von Gerd (23.08. 2011 13:59 Uhr):
Sie müssen ganz genau hinsehen im Dax weekly.Vielleicht hätte ich hinzufügen sollen, dass man den Abwärtstrend innerhalb des Tops von 2007 im Dax Future weekly erheblich deutlicher sieht. mfG
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (23.08. 2011 22:26 Uhr):
Also ich würde eine eher waagerechte Linie zeichnen vom Hoch in 2000 über die Hochs in 2007. Dazu würde ich eine Aufwärtstrendlinie zeichnen vom Tief in 2003 zum Tief in 2009. Hierin könnte man ein aufsteigendes Dreieck deuten. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (23.08. 2011 22:26 Uhr):