Crash 2001 und Crash 2008 - gleiche Elliott Wave Signale
Rüdiger Maass in Wave Daily
vom 4. November 2008, 13:00 Uhr
ENL5454
Lieber Wave Daily Leser,
eine wichtige Information möchte ich Ihnen auf keinen Fall vorenthalten. Ich glaube, dass das Elliott Wave Prinzip ein hervorragendes Analysetool ist. Die Qualität der Analysen ist sehr stark mit der genauen Beachtung der Regeln vorknüpft.
Als Beispiel in der Reihe der unvorhersehbaren Ereignisse möchte ich mit Ihnen die Elliottwellen vom 11. September 2001 betrachten. Sie erinnern sich sicherlich noch an die Selbstmordattentate auf das World Trade Center in New York City. Die Attentäter lenkten zwei Verkehrsflugzeuge in die Türme des World Trade Centers und eines in das Pentagon in Arlington, Virginia. Bei den Anschlägen kamen 2973 Menschen ums Leben.
Am 03. September 2001 stellte ich meinen Kunden folgende Analyse zur Verfügung. Von ca. 6000 bis 5100 Punkten hatte sich eine fallende 5er Welle entwickelt. Sie erkennen die Wellen (1) bis (5) in rosa. Die Fibonacciverhältnisse zeigten, dass die Welle (3) unverhältnismäßig kurze Ausdehnung errecht hatte. Sie wissen R.N. Elliott lehrt uns, wenn sich in der ersten und der dritten Welle keine Ausdehnung entwickelt hat, dann folgt sie in der fünften Welle. Ich folgte den Regeln und nahm an, dass sich die Welle 1 (blau) schon entwickelt hatte, eine Korrektur in der Welle 2 folgte und anschließend eine starke fallende Welle 3 (blau) folgen sollte. Das Ziel der Welle 3 (blau) lag bei einer gewöhnlichen Ausdehnung von 161,8 % bei ca. 4700 Punkten. Das Ziel der Welle 5 (blau) lag unter Berücksichtigung der gewöhnlichen Fibonacciverhältnisse im Bereich 4500 Punkte. Sehen wir uns gemeinsam an, wie sich der tatsächliche Kursverlauf entwickelte.
Am 10 September 2001 folgte die nächste Analyse für meine Kunden. Sie können jetzt leicht erkennen, dass die erwartete Abwärtsbewegung eingesetzt hat und sich sogar die prognostizierte Korrektur entwickelte. Die Korrektur in der Welle 2 (blau) nennen wir ungeregelmäßige Korrektur. Sie entsteht, laut Elliott, oft vor einem stark fallenden Markt. Sie sehen also, dass die Elliott Wave Signale eindeutig auf einen starken Kursverlust hinwiesen. Natürlich wusste niemand, welche Ursache dieser Crash haben wird.
Sie wissen was anschließend geschah. Ich möchte Ihnen meine nächste Analyse aber nicht vorenthalten.
Am 14. September 2001 folgte die nächste Analyse. Am 12. September veröffentlichte ich keine Analyse, um den Toten des Attentats zu gedenken. Ich konnte auch keine Freude über die gelungene Prognose empfinden. Es war eine erurteilungswürdige und menschenverachtende Tat.
Auf der Grafik können Sie erkennen, dass ich einen fallenden Markt bis 4337 prognostizierte. Am 14.09.2001 lag das Tief bei 4135. Die Elliottwellen ließen weiter fallende Kurse wahrscheinlich erscheinen. Das Attentat verursachte direkt fallende Kurse von 4800 bis 4135. Der Markt lief um 13 Prozent (Welle iv bis Welle v).
Nach diesem Erlebnis war ich von dem Elliott Wave Prinzip völlig überzeugt. Sicherlich unterlaufen mir immer noch Fehlprognosen, aber nur weil ich einen Fehler gemacht habe. Das Wellenprinzip ist nach meiner Überzeugung stimmig.
Fazit: In dieser Woche haben wir festgestellt, dass die menschliche Reaktion auf unvorhersehbare Ereignisse in den Elliottwellen enthalten ist. Man muss sie nur richtig zählen. Das Elliott Wave Prinzip beruht auf einem Naturgesetz. Wir finden die Grundstruktur beim menschlichen Körper, beim menschlichen Verhalten, bei Tieren, bei Pflanzen, in der Musik und in unserem Sonnensystem. Nicht zuletzt ist das Elliott Wave Prinzip ein Analysetool für die Börse. Aus diesem Grund lässt sich die Kursentwicklung bei unvorhersehbaren Ereignissen einschätzen.