Coole Aktienmärkte!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 23. März 2010, 17:30 Uhr
weiterhin ist die Sorge um die finanzielle Schieflage Griechenlands das beherrschende Thema an den Finanzmärkten (und nicht nur da). Die Unstimmigkeiten bezüglich der Hilfen für Griechenland schaden heute- wenn überhaupt - nur der europäischen Gemeinschaftswährung. Die Aktienmärkten gehen mit der unerfreulichen Situation zumindest an diesem Handelstag ganz anders um: Business as usual! Umso länger eine Unsicherheit herrscht, umso schneller wird diese auch als gleich bleibende Konstante akzeptiert. Vielleicht ändert sich noch diese Woche etwas daran: Am Donnerstag und Freitag findet der EU-Gipfel statt. Auch wenn es Angela Merkel nicht gefallen wird, dort wird Griechenland und ein EU-Hilfspaket sicherlich eines der Themen sein.
Dennoch hatte der Dax heute einen Klotz am Bein. Die VW-Vorzugsaktien gaben satte 7% nach, da eine milliardenschwere Kapitalerhöhung bekannt gegeben wurde. Es sollen 65 Mio. neue Vorzugsaktien ausgegeben werden. Der Aktienkurs droht zu „verwässern", da der Bezugspreis - die Altaktionäre bekommen als Ausgleich ein Bezugsrecht - erst am Freitag veröffentlicht wird. Diese Unsicherheit drückt selbstverständlich den Kurs.
Trading-Chancen des Tages - Rückblick
Dax (DAX.I): hat ein Trampolin gefunden
Der Dax stößt heute wieder in ein Kurs-Terrain vor, welches am vergangenen Freitag nach unten verlassen wurde. Wenn auch nur knapp, dennoch eindeutig überschritt er die magische 6.000er-Marke. Den ganzen Handelstag lang dauert nun der Kampf um diese runde Kurs-Marke schon an. Mal liegen die Bullen leicht vorne, mal drücken die Bären den Dax wieder unter die 6.000er-Marke. Unterstützung erhalten die Bullen von der 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie), die heute regelmäßig als Trampolin genutzt werden konnte. Sobald die Aktienmärkte etwas abtauchten, fing sich der Dax an der Durchschnittslinie, die den exponentiellen, gleitenden Durchschnitt der letzten 50-Zeiteinheiten darstellt - diesen beachte ich im 30-Minuten-Chart sehr genau.
Vorbörslich hatte der Dax etwas Federn lassen müssen, doch mit der offiziellen Börseneröffnung wurde weiter an der Erfolgsstory gebastelt. Mit der Rückeroberung der 6.000er-Marke ging ich long (Ausführung zu 6.005). Zwanzig Punkte ging es in Folge nach oben, dann aber fehlte es an positiven Nachrichten und so für sich allein gestellt - es dauerte auch noch Stunden, bis die Wall Street ihre Pforten öffnen würde - reichte die Kraft der Bullen nicht aus, um das letzte signifikante Hoch von letzter Woche anzusteuern. Da der Trade schon ausreichend Gewinn-Punkte eingesammelt hatte, stellte ich die Position nun glatt, um ein paar dieser Punkte noch ins Ziel zu retten (Ausführung zu 6.014).
An der 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie) kamen dann die Bären zur Ruhe und wieder legte der Dax zu. Als er erneut die 6.000er-Marke von unten nach oben passierte, eröffnete ich wieder eine Long-Position (zu 6.006). Diesmal verhielten sich die Marktteilnehmer aber anders. Im Vorfeld der US-Börseneröffnung tauchte der Dax kurz ab. Und erst nach wenigen Handelsminuten an der Wall Street entschieden sich die Börsianer wieder für eine andere Gangart. Nur knapp entging damit meine Position dem dreohenden Knock-Out. Die anschließende Aufwärtsbewegung endete schon früher als noch am Vormittag. Die heute veröffentlichten Zahlen zum US-Hausmarkt fielen zwar besser als erwartet aus, doch orienteierten sich die Anleger im Anschluß der Bekanntgabe wieder um. Der deutsche Leitindex rutschte unter die 6.000er-Marke ab und nun musste mein Stopp doch noch greifen (Ausführung zu 5.982). Zum aktuellen Zeitpunkt etwas ärgerlich, da ich fast am Tagestief „ausgetanzt" wurde.
Ergebnis: Verlust 15 Dax-Punkte
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Der Kampf um die 6.000er-Marke ist entbrannt. Noch ist der Ausgang offen!
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.

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