unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom
*** Gold ist wieder oben ...
Mein Lieblingsmetall kommt immer schneller voran. Am Mittwoch vergangener Woche stieg es um zwei Dollar auf ungefähr 434 Dollar ... Vielleicht erlebe ich ja schon bald Gold bei 500 Dollar.
*** Auf Seite drei des 'International Herald Tribune' ist ein Photo von Condoleeza Rices Kopf. Es zeigt sie im Gespräch mit Wladimir Putin. Die Schlagzeile verweist darauf, dass sie "Russland drängt, die Reformen zu unterstützen." Vor ihr sitzt Herr Putin. Sein Gesichtsausdruck zeigt absoluten Zynismus mit einem kleinen Klacks Ungläubigkeit. "Wieso meint diese Frau zu wissen, was gut für Russland ist?" scheint er sich zu fragen. "Ist die russische Bevölkerung nicht ebenso alt und erfahren wie die Amerikaner? Sind wir nicht auch erwachsen? Warum sollten wir nicht in der Lage sein, unsere eigenen Angelegenheiten so zu regeln, wie wir es wollen? Gibt es nicht mehr als 200 Millionen Russen? Gibt es nicht genauso viele kluge Russen wie Amerikaner? Warum kommen dann Amerikaner hierher, um uns Ratschläge zu geben, wie wir unser Land zu führen haben? Kommen wir etwa in euer Land, um euch zu Reformen zu zwingen? Schicke ich etwa meinen Außenminister nach Washington, damit er George W. Bush Ratschläge erteilt? Haben Sie Ihren Verstand verloren, junge Frau?"
*** Und unter den Leitartikeln finde ich meinen Lieblingskolumnisten, Thomas L. Friedman, der die schlechte Eigenschaft hat, ständig für den -ismus des Tages zu morden, aber die gute Eigenschaft, immer dann abwesend zu sein, wenn es wirklich Kugeln hagelt. "Kann die Demokratie im Mittleren Osten wirklich Fuß fassen und gedeihen", fragt er – nachdem er die Regierung dazu gedrängt hat, zur Klärung dieser Frage einen Krieg in Angriff zu nehmen, der bislang 200 Milliarden Dollar gekostet hat ... und mindestens 100.000 Menschen das Leben. "Der Herr weiß, dass ich hier immer hinter den guten Menschen stehe. Für mich ist es beim Krieg im Irak immer um die Demokratie gegangen und die Notwendigkeit, der Demokratie zu helfen, in der arabisch-muslimischen Welt Fuß zu fassen. Ich bin begeistert, dass sich die Dinge bereits so weit entwickeln konnten."
*** Heute Morgen kam ich in meinem Büro nichts ins Internet. Deshalb musste ich einen 'Starbucks' aufsuchen, um diese Nachricht zu verschicken. Was für eine unerfreuliche Erfahrung! Wieso meinen die, dass ich ihre schreckliche, fröhliche Musik hören will?