Christi Himmelfahrt in Frankreich
Investors Daily
vom 21. Mai 2004 18:00 Uhr
ENL5454
*** Auch hier in Frankreich war der gestrige "Christi Himmelfahrt" ein Feiertag. Dieser Tag erinnert daran, dass Christus in den Himmel aufgestiegen ist. Kaum jemand erinnert sich daran, was dieser Tag eigentlich feiern soll, aber das hält das ganze Land nicht davon ab, den Feiertag zu genießen. Nach meinem anstrengenden Trip nach Las Vegas und Nicaragua habe ich nur ein paar Stunden in Paris verbracht – und dann setzte ich mich hinter das Steuer des Autos meiner Frau und fuhr mit der Familie raus aufs Land.
Da fällt mir gerade ein, dass ich noch gar nicht erwähnt habe, dass ich auf dem Rückflug fast meinen Flug in Houston verpasst hätte. Wenn man soviel herumreist, dann kann man leicht verwirrt werden. Ich hatte gedacht, ich sei noch in einer anderen Zeitzone. Als ich im letzten Moment – eine Minute vor Abflugdatum – meinen Fehler bemerkte, da sprintete ich wie O.J. Simpson zum Gate – wo ich nur noch eine Stewardess vorfand, die mit dem Fuß auf den Boden klopfte.
"Mister Bonner, nehme ich an?"
"Ja ... vielen Dank, dass Sie das Flugzeug für mich zurückgehalten haben."
*** Gestern auf dem Land war es ein wunderschöner Tag. Wir waren in Poitou, und es war die Art von Frühlingstag, die die Stimmung verbessert und gut gegen Jetlag ist. Die Sonne schien hell. Das Gras war grün. Bäume, Büsche, Blumen – alles blühte. Die Luft duftete nach Pflanzen. Es war fast zu viel ... zu stimulierend ... zu erfrischend. Ich atmete tief durch und war völlig beruhigt. Warum sollte man sich an einem so schönen Tag um Aktien kümmern, fragte ich mich.
*** Nur eine kurze Nachricht von unserem unbezahlten Korrespondenten in Pittsburg, Byron King. Zunächst hat er mich zitiert:
"Je mehr Schaden ein Präsident anrichtet, desto mehr lieben die Wähler ihn. Bush hat noch nicht mit den größten Katastrophen Amerikas gleichgezogen – Lincolns Bürgerkrieg oder Wilsons Eintritt in den Ersten Weltkrieg. Aber wenn er in dem Tempo weitermacht, dann wird er vielleicht noch seinen Platz am Mount Rushmore (das ist der Berg, in den die Gesichter mehrerer US-Präsidenten hineingemeißelt worden sind) erhalten."
Byron King schrieb: "Das ist ein sehr interessanter Gedanke ... und ich würde von so einem begabten Seher auch nichts anderes erwarten ..."