Chinesische Technologie nicht unterschätzen
Profit Radar
vom 30. Juni 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Keines der BRIC-Länder Brasilien, Indien und Russland wird international an Bedeutung verlieren, doch keines der Länder wird so wie China den Aufstieg zu einem Schwergewicht machen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf Ihre Investment-Entscheidungen. Für Taipan sind die BRIC-Länder schon seit vielen Jahren Depot-Schwerpunkte, China werden wir aber eine Favoritenrolle einräumen.
Derzeit prüfen wir den Einstieg in einen chinesischen Batterie-Wert. Denn auch die Chinesen werden die Entwicklung von Elektroautos vorantreiben. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die chinesische Regierung die heimische Automobilindustrie fördern wird. Die Folge: Die Marktanteile ausländischer Anbieter sinken.
Erstmal konnten die lokalen chinesischen Produzenten in diesem Jahr mit mehr als 30% den größten Marktanteil erobern - vor den etablierten westlichen Konkurrenten wie zum Beispiel VW, die mit einem Marktanteil von 17% bisher der Platzhirsch waren. Die Marktanteile ausländischer Anbieter werden auch nicht mehr wieder kommen
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Dafür verbessern sich die Chinesen zu schnell. Ingenieure aus dem Westen machen sich zwar gern über chinesische Autos lustig - bisher waren alle Versuche, in Europa Fuß zu fassen auch ein Flop. Doch sollte man auf keinen Fall den Fehler, die chinesischen Autobauer zu unterschätzen.
Auch wenn die Technologie aus Schwellenländer wie China mit dem westlichen Standard noch nicht zu vergleichen ist: Die Chinesen lernen schnell. Und: Sie haben eine Regierung, die anders als in Demokratien schneller und rigider agieren kann.
Dies sehen Sie auch daran, dass China der Welt gegenüber gezeigt hat, dass das Riesenreich trotz aller Probleme sehr wohl in der Lage ist, die Krise zu meistern.
Gute Kurse wünscht Ihnen
Volkmar Michler