Michael Vaupel ist einer der führenden Rohstoff- und Derivate-Experten. Bereits während seiner Studienzeit hat er als Finanzjournalist und Analyst gearbeitet.
Michael Vaupel in Traders Daily
vom
*** Von wegen "harte Landung" in China.
Da mag es an der chinesischen Ostküste durchaus heiß gelaufene Immobilienpreise geben...
...die "reale Wirtschaft" boomt. Weiterhin.
Dazu schaue ich auf Kennzahlen wie diese: Chinesische Stahlproduktion.
Deren Wachstum erinnert mich an beste Zeiten im Deutschen Reich, um das Jahr 1900. Da wurde Industriemacht durchaus an der Höhe der Stahlproduktion gemessen, und Deutschland, Großbritannien und die USA machten die ersten drei Plätze unter sich aus. Aufsteiger Deutschland konnte Wachstumsraten bis im hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr vorweisen, die Stahlkocher im Ruhrgebiet boomten.
Und heute? Ist es China, welches im Mai einen Zuwachs der Stahlproduktion von 9% gegenüber dem Vorjahreswert vermeldet. Absolute Höhe: Über 2 Millionen Tonnen.
Das ist ein "realer Boom". Und wissen Sie was? Tendenziell gut für die Preise von Molybdän, Kobalt, Chrom und Tellur. Denn die Nachfrage nach diesen Metallen steigt und steigt und sollte weiter steigen. Vielleicht erinnern Sie sich an meine Worte, wenn Sie über entsprechende zukünftige Preissteigerungen lesen.
*** Auch ganz interessant.
Gibt es eine absolute Wahrheit? Oder ist auch Wahrheit relativ? Selektiv? Vom Standpunkt des Betrachters abhängig?
Die Schweizer Handelszeitung weist darauf hin, dass deutsche Finanzämter "mit Feuereifer nationale Steuersünder" verfolgen (zu Recht, wenn Sie mich fragen)...
...doch gleichzeitig deutsche Kreditinstitute "problemlos Schweizer Schwarzgelder annehmen".
Dazu wurde ein Test durchgeführt, bei dem ein Schweizer Unternehmer bisher unversteuertes Vermögen bei deutschen Banken unterbringen wollte. Sogar staatliche Banken wie die BW-Bank äußerten demzufolge keinerlei Bedenken, es sei "nicht Sache der Bank, nach der Steuersituation der Kunden zu fragen".
Sollte man auch mal zur Kenntnis nehmen. Erklärt meiner Einschätzung zufolge einen Teil des durchaus vorhandenen Ärgers von Schweizer Seite über die deutsche "Kavallerie".
Ansonsten ist es eine selbstgestellte Aufgabe des Trader´s Daily, in diesem Fall zu verbinden - nicht zu trennen.
Mit herzlichem Gruß!
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
- Kommentar von Kablitz
Nicht nur wegen der Kavallerie, sondern auch hauptsächlich wegen der Erinnerung an den bösen Teil der Deutschen ! !
Antworten- Kommentar von Christian Barot
Ich als Schweizer denke dass das Thema Steuerflucht in die Schweiz nur dazu benuzt wird um von eigenen(grösseren)Problemen abzulenken.Was mich betrifft ärgere ich mich zwar über die "Kavallerie" aber nicht über Die Deutschen.
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