Chinas Wirtschaft ist in 2010 stärker gewachsen als erwartet
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vom 13. Januar 2011, 19:00 Uhr
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Ein Blick auf die Prognosen des IWF zeigt ganz klar: Auch in 2011 und in den kommenden drei Jahren führt der Weg nach Asien zuerst durch China. Laut dem chinesischem Vize-Premier Li Keqiang wuchs Chinas Wirtschaft im vergangenen Jahr um 10 Prozent - und damit erneut stärker als eigentlich erwartet worden war.
Die Prognosen lagen eigentlich bei einem Wirtschaftswachstum zwischen 9,0 Prozent bis 9,5 Prozent. Dabei ist ein Punkt entscheidend, der in den deutschen Medien weitgehend unterging: In 2010 stiegen die Einzelhandelsumsätze in China um sagenhafte 18,5 Prozent. Das bedeutet: Der chinesische Binnenmarkt boomt.
Dieser Wachstumstreiber läuft auf Hochtouren. Dazu kam vor einigen Tagen die Hammermeldung über die Ticker, dass Chinas Währungsreserven im vierten Quartal 2010 auf 2,85 Billionen US-Dollar angestiegen sind. Im vierten Quartal 2010 verzeichnete China den höchsten Anstieg seiner Devisenreserven seit 1996.
Selbst wenn die Wirtschaften in den USA und in Europa in 2011 nicht in die Gänge kommen, und damit der chinesische Exportsektor nicht fasst, so hat die Regierung in Beijing mehr als genug Geld, um die Wirtschaft zu stimulieren.
Und dementsprechend sehen die Prognosen für Chinas Wirtschaftswachstum in 2011 und auch in den kommenden drei Jahren exzellent aus. Der IWF geht davon aus, dass die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr erneut um satte 9,6 Prozent wachsen wird.
Und in den kommenden zwei Jahren soll das Wirtschaftswachstum ähnlich dynamisch bei 9,5 Prozent pro Jahr liegen. Kein anderes großes asiatisches Land kann auch nur annährend ähnliche Wachstumsraten aufweisen. Keine Frage: China ist weiterhin der Wachstumsmotor der Welt.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi