China und Leserbriefe

unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily zum Thema Global Anlegen
vom


von unserem Korrespondenten Bill Bonner

*** Wenn es ein Land mit vielen Arbeitskräften gibt, dann China: "Anderen asiatischen Ländern gingen die Arbeitskräfte aus, als sie sich entwickelten und als die zunehmend verfeinerte Produktion zunehmend teure Arbeit erforderte", schreibt Gary Shilling.


"Bei China war das nicht der Fall. Fast die Hälfte der 320 Millionen Bauern würde man zur Bearbeitung des Landes nicht brauchen. Dann gibt es noch 80 Millionen überschüssige Arbeiter, die bei Staat und Staatsbetrieben angestellt sind. Ganz zu schweigen von den 100 Millionen Arbeitswilligen, die an Chinas Küste nach Arbeit suchen. Bald werden jede Menge hinzukommen – denn ein Viertel der chinesischen Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Deshalb hat China ein Potenzial von 500 Millionen neuen Arbeitskräften."

"Wie lange kann China weiterhin mit 8 % wachsen, bevor das Reservoir an Arbeitskräften aufgebraucht ist? Wenn man ein jährliches Produktivitätswachstum von 4 % unterstellt und das Wirtschaftswachstum bei konstant 8 % annimmt, dann würde es 30 Jahre dauern. Aber man sollte auch bedenken, dass Japan in den 1980ern genauso wie jetzt zunehmend China bewundert wurde. Auch China hat Probleme. Zunächst einmal die Exporte. Die Exporte waren zwischen 1997 und 2001 für 21 % des BIP verantwortlich – aber für 48 % des Wirtschaftswachstums. Und die meisten dieser Exporte gehen direkt oder indirekt in die USA. Und wenn die Amerikaner ihre Konsumorgie beenden ... dann ist der Ausblick für chinesische Exporte nicht gerade gut ..."

*** Ein paar Leser-Emails haben mir geschmeichelt: "Ich bin ein aktiver Leser des Investor's Daily", beginnt sie. "Immer wenn mir die Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt zu gut gefällt und ich zu gierig werde, dann ist eine Dosis Ihrer Artikel eine gute Möglichkeit, um wieder etwas Realität ins Bild zu bringen. Ich bin ein täglicher Leser, und Ihre Ansicht zur aktuellen Situation und zu den Konsequenzen, die Sie für die Zukunft voraussehen, sind mir ziemlich klar."

"Anstatt dass Sie jeden Tag die gleiche Story wiederholen, möchte ich Sie bitten, dass Sie gelegentlich eine konstruktive Investmentstrategie präsentieren, die mir, einem naiven Investor, helfen könnte, die Wahrscheinlichkeit meines wirtschaftlichen Überlebens zu erhöhen (wenn Ihre Prophezeiungen wahr werden)."

*** "Ja! Ihre Kritik ist richtig!" schreibt ein anderer Leser. "Natürlich hätte man jede Menge Geld verdienen können, wenn man auf die absolut schlechtesten Aktien des Marktes gesetzt hätte! Natürlich haben Sie den Lesern empfohlen, Gold zu kaufen, und wenn man auf Sie gehört hätte, dann hätte man das schon im März 2000 getan und wäre damit sehr gut gefahren. Mit den Müllaktien wäre man schlecht gefahren, die letzten 10 Monate sind eine andere Geschichte. Ihr vom Investor's Daily seid das, was Ihr sagt, das Ihr seid: Ein gut geführter, leicht zu lesender Newsletter, der nichts kostet."

"Ihre Ansichten sind das kraftvollste Gegenmittel zu dem debilen Positivismus, den wir von der breiten Finanzpresse erhalten. Derjenige, der will, dass sie positiver schreiben sollten, der sollte sich mal umsehen und die Welt, in der er lebt, genau ansehen. Für mich besteht Ihre Rolle darin, Licht auf die intellektuelle Korruption und den Egoismus zu werfen. Bitte behalten Sie Ihre gute Arbeit bei. Sie sind eine wirkliche Rarität."


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