China und deutsche Autobauer zum Wochenbeginn im Fokus
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Börse
vom 21. Juni 2010, 14:30 Uhr
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hinter uns liegt eine verhältnismäßig ruhige Börsenwoche. Der DAX konnte erneut leicht zulegen und nähert sich nun mit großen Schritten bereits den alten Jahreshochs. Auch für den heutigen Start in die neue Handelswoche wird ein positiver Auftakt erwartet.
China kündigt Reform der Währungspolitik an
Die mit Sicherheit wichtigste Nachricht der abgelaufenen Woche kam aus China. Dort hat die Regierung am Wochenende Änderungen in der chinesischen Wechselkurspolitik angekündigt. Mit der von den USA schon seit längerer Zeit geforderten Aufwertung des unterbewerteten chinesischen Yuan soll das aktuell wohl gravierendste Ungleichgewicht in der Weltwirtschaft bereinigt werden. China erzielt im Handel mit den USA seit Jahren aufgrund eines künstlich abgewerteten Yuan einen extrem hohen Handelsbilanzüberschuss. Die USA finanzieren die Importe aus China auf Pump, die Chinesen auf der Gegenseite sitzen auf immer höheren Devisenreserven. Diese Abhängigkeit voneinander gefällt mittlerweile beiden Staaten nicht mehr. Also ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Die Flexibilisierung des Yuan sollte vor allem Exportwerte und hier insbesondere die Autotitel stützen, sagte ein Händler. Hinzu komme hier ein sehr "bullischer" Bericht in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Ein Daimler-Aufsichtsratsmitglied sagte der Zeitung: "Noch nie hat sich die Lage in einem so atemberaubenden Tempo zum Besseren gewendet." Mittlerweile stehen in Stuttgart Sonderschichten auf dem Arbeitsplan, um der gestiegenen Nachfrage nachzukommen. In manchen Werken seien sogar die Sommerferien für Urlaube gestrichen. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland ziehe kräftig an.
Deutsche Autohersteller erleben Ihr Sommermärchen
Die Nachfrage in Amerika und vor allem in China zieht rasant an. Dort werden insbesondere Luxuslimousinen gekauft, wovon gerade die deutschen Premiumhersteller profitieren. Für die Mercedes-S-Klasse ist China mittlerweile der wichtigste Markt, ebenso für den 7er BMW. Dasselbe dürfte demnächst sogar für die Marke Audi als Ganzes gelten", schreibt der "Spiegel" auf seinem Online-Portal. Und die sonst eher nüchtern argumentierende "FAS" beschließt seinen Jubel mit den Worten: "Die deutschen Autohersteller erleben unerwartet ein Sommermärchen."
Na wenigsten erleben Daimler & Co ein Sommermärchen, ist mein nüchternes Fazit. Denn unsere Fußballer sind nach einem grandiosen WM-Auftakt seit Freitag wieder weiter von einem Sommermärchen entfernt als die USA von einer ökologisch vertretbaren Klimaschutzpolitik. Doch in beiden Fällen kann man ja noch hoffen. Zumindest seit es Özil und Obama gibt. In diesem Sinne, Ihnen einen guten Start in die neue Woche.
Ihre
Cindy Bach
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Klaus Landfried (21.06. 2010 15:57 Uhr):
Liebe Frau Bach, ich freue mich mit Ihnen über den Erfolg der deutschen Autobauer im Export. Aber Ihr Hinweis auf eine angeblich ökologische Klimaschutzpolitik ist fehl am Platze. Klimaschutz setzt voraus, dass etwas geschützt werden muss. Das Klima ist ein Naturphänomen, das einer Unzahl von Einflussfaktoren unterliegt. Die von falschen Propheten aus Kaskaden von Daten hochgerechnete Klimakatastrophe ist nur eine Hypothese. Gemessene Belege für die Wirkung von CO2 aufs Wetter bzw. aufs aggregierte Weltwetter/Klima fehlen. Und welche Wirkung wir kleinen Deutschen dabei hätten, gäbe es eine solche Wirkung, ist soooo klein, kleiner gehts nicht. Das Elektroauto ist ein Gag, ok. Aber einer, der für die Nutzer bloß Geld kostet, aber nix bringt außer alle 150km Strom tanken. Wenn man schon, was klug wäre, vom Öl, Benzin,Diesel abrücken will, dann ist Erdgas die Alternative Nr.1. Daraus kann man viel machen, sogar Wasserstoff. Und die modernen Verfahren zur Kohlevergasung lassen auch große Reserven zu. Über Kohlevorräte in der Welt müssen wir uns keine Sorgen machen. Also, bitte nicht immer ins politisch-korrekte "Mainstream-Horn" blasen!
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