China: Scharfer Abwärtstrend der Börse
Profit Radar zum Thema Global Anlegen
vom 2. Juli 2010, 19:00 Uhr
ENL5454
Dank eines konsequenten und groß angelegten Konjunktur- und Investitionsprogramms ist China als eines der ersten Länder aus der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise herausgekommen. Schon im Oktober 2008 hatte der Shanghai Composite seinen Abwärtstrend gebrochen und schnellte ohne lange Bodenbildungsphase 1.700 Punkten auf über 3.400 Punkten in der Spitze im Juli 2009. Seitdem dominiert ein Abwärtstrend, der sich nach einem kurzen Zwischenhoch in den letzten Tagen deutlich beschleunigt hat.
Mittlerweile notiert der Shanghai Composite bei 2.370 Punkten. Und ein Ende des Abwärtstrends ist auch nicht in Sicht. Denn der China-Index ist im letzten Jahr so schnell gestiegen, dass dabei wenig charttechnische Unterstützungen herausgebildet worden. Kurzfristig kann die Börse Shanghai noch bis mindestens 2.300 Punkte absacken. Darunter finden Sie dann eine erste wichtige Unterstütung erst wieder im Bereich von 2.100 Punkten.
Gibt es Gründe, die den starken Abrutsch der China-Börsen rechtfertigen? Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, auf die ich nächsten Profit Radar näher eingehen werde. Vorab schon jetzt meine Einschätzung: Wie Sie wissen, gelten Börsen als Vorlaufindikator. Dabei kommt es immer zu Übertreibungen - sowohl im Positiven wie im Negativen.
Die chinesischen Börsen haben sich im letzten Jahr verdoppelt - da war viel Euphorie im Spiel. Jetzt gehören sie zu den schlechtesten der Welt, schlechter könnte die Stimmung nicht sein - und da sind die Kurse der Realität wohl um einiges - diesmal im Negativen vorausgelaufen. Das liefert natürlich auch besondere selective Einstiegschancen. Mehr dazu, wie gesagt, im nächsten Profit Radar.
Gute Kurse wünscht Ihnen
Volkmar Michler