China: Mehr Qualität statt Quantität?
Volkmar Michler in Profit Radar zum Thema Global Anlegen
vom 19. April 2010, 19:00 Uhr
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Die chinesische Zentralregierung hat schon vor über 5 Jahren erkannt: „Die Kosten für das Wirtschaftswachstum sind so rasant, dass wir uns diese Art des Wachstums mit hohem Energieverbrauch und großer Verschmutzung nicht mehr leisten können", sagt zum Beispiel der Vize-Umweltminister Pan Yue im Oktober 2005 in einem Interview.
„Wir stoßen an Grenzen - es sei denn, wir kümmern uns nicht nur um die Quantität, sondern auch um die Qualität des Wachstums", so Pan Yue. Sein erstaunlich offenes Fazit lautet: „Früher habe ich voller Stolz gesagt: China ist die Werkbank der Welt. Heute treibt mich die Sorge um, China nicht zur Müllhalde der Welt verkommen zu lassen."
An ambitionierten Plänen und Gesetzen der Zentralregierung in Peking liegt es jedenfalls nicht, dass China auf ein Desaster zusteuert, wenn sich nichts ändert. Die Regierung will erneuerbare Energien wie Wind und Solar fördern, Recycling forcieren, Wasser- und Abfallgesetze verschärfen. Ja, hat vor Jahren sogar schon die Umweltverträglichkeitsprüfung eingeführt. Alles prima, also?