„China leistet einen positiven Beitrag für Afrika“
Profit Radar zum Thema Global Anlegen
vom 4. November 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Seit der Jahrtausendwende grasen die energiehungrigen Chinesen nach Beteiligungen. Und dabei geht es nicht nur um Rohstoffe, sondern auch andere Branchen wie Mobilfunk, Tourismus oder Banken. Ein gutes Beispiel dafür aus dem letzten Jahr ist die 20%-Beiligung Chinas an einer der größten Banken Südafrika, der Standard Bank of South Africa, für rund 5,6 Mrd. US$. Dies hatte Signalwirkung für viele westliche Regierungen.
Im Auftrag der Bundesregierung hat sich die staatliche GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit), der Hauptträger der deutsche Entwicklungshilfe Gedanken darüber gemacht, ob China „einen wirksamen Betrag zur nachhaltigen Entwicklung Afrikas" leistet oder ob es „China vor allem um den Zugriff auf Afrikas Rohstoffe und die Erschließung neuer Absatzmärkte" geht.
In einem faktenreichen, sehr umfangreichen Gutachten kommt die GTZ zu einem erstaunlichen Ergebniss: „Die chinesischen Interventionen wirken sich ingesamt positiv auf Afrikas Entwicklungsperspektive aus. China leistet wichtige Beiträge zum Ausbau der Infrastruktur, zur Erschließung bisher ungenutzter Resourcen und zur stärkeren Integration afrikanischer Volkswirtschaften in globale Wertschöpfungsketten." Gemeint ist damit zum Beispiel ein verstärkter, gleichberechtiger Handel. Nach welchen Unternehmen China in Afrika Ausschau hält, lesen Sie auch in einem neuen Spezial-Report von Taipan.
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Volkmar Michler
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Bolien (06.11. 2009 18:53 Uhr):
Chinas aktivität in einzelnen afrikanischen Staaten hat Kompexität und beruht auf eine langfristige Strategie. Die deutsche Politik hat da nichts zu bieten, da es ja nicht mal langfristig Strategien und politische Vordenker für das nächste Jahrzehnt gibt. Die Politik bei uns ist zu einer Flickschusterei verkommen.
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