China: Infrastrukturmaßnahmen sollen neuen Schwung geben

in Nebenwerte Daily zum Thema Global Anlegen
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passend zu meinen jüngsten Nebenwerte Daily hat China bereits auf die dargestellten Probleme reagiert. Ob die Chinesische Führung auch regelmäßig den Daily liest? Nachvollziehen werde ich das nicht können, aber vielleicht war es auch nur eine Reaktion auf die sich jüngst verschlechternden wirtschaftlichen Daten.


 

Noch ist es nicht soweit, dass China wie 2008/09 Unsummen in den Markt pumpt, um der Wirtschaft wieder neuen Schwung zu verleihen. Doch das nun angekündigte Investitionsprogramm erscheint mir sinnvoll und hat auf jeden Fall die Potenz, den Rohstoffmärkten neuen Schwung zu verleihen.

 

Sinnvolle Investitionen in den Verkehr

 

Laut einem Bericht von Reuters will China Genehmigungen für Infrastrukturinvestitionen beschleunigen. Was neue Bauwerke in einem ohnehin schon reichlich heiß gelaufenen Immobilienmarkt angeht, bin ich etwas skeptisch ob positiver Auswirkungen. Doch die Verkehrsinfrastruktur benötigt dringend neue Straßen, Brücken oder den weiteren Schienenausbau.

 

Denn dabei handelt es sich um eines der wichtigsten Vorhaben überhaupt für aufstrebende Volkswirtschaften, stellt es doch so oft das Nadelöhr für weiteres Wachstum dar. Und nicht nur China wird davon profitieren, sondern auch alle angrenzenden Volkswirtschaften, die inzwischen vor allem als Importeure für China auftreten. Seien es Billiglohnländer wie Bangladesh oder Vietnam und andere, seien es Rohstoffwirtschaften wie die Mongolei. Wenn der Transport zu einem Nadelöhr wird, belastet das den Handel dies- und jenseits der Grenzen.

 

Ein weiteres Nadelöhr: Energie!

Nicht nur die Verkehrsinfrastruktur soll unterstützt werden, sondern auch der weitere Ausbau von Kraftwerken. China will die Projekte feinsteuern, um möglichst großen Effekt damit zu erzielen. Und im Gegensatz zu vielen anderen Volkswirtschaften sind die Genossen damit recht erfolgreich. Sie fördern Projekte und kaufen, wenn die Rohstoffpreise fallen. Doch wenn diese steigen, drosseln sie schnell die Geschwindigkeit.

 

Erste Rohstoffpreise haben bereits auf die Ankündigung reagiert. Denn damit braucht China wieder mehr Kupfer, Eisenerz, hochwertige Kokskohle und natürlich auch alle Spezialmetalle zu deren hochwertiger Verarbeitung. Zudem wird sich auf längere Sicht auch der Uranmarkt wieder beschleunigen, wenn noch mehr neue Atomkraftwerke ans Netz gebracht werden sollen.

 

Rohstoffe und Produzenten bekommen neuen Schub

 

Natürlich reagieren nicht nur die teilweise schon recht ausgebombten Rohstoffpreise auf diese Nachrichten, sondern auch die entsprechenden Produzenten sollten erst einmal vor einer Erholung stehen. Zudem äußerten sich auch Xstrata und die brasilianische Vale zuletzt wesentlich optimistischer zu den Aussichten als BHP Billiton und Rio Tinto, die ihre Investitionen kürzen wollen (oder galt das evtl. gar nicht dem nachlassenden Wachstum in China, sondern war vielmehr ein Seitenhieb auf die steigenden Steuern der australischen Regierung?), wie berichtet.

 

Vale kommt mit den Eisenerzlieferungen kaum hinterher

 

Xstrata rechnet damit, dass sich die Kupfernachfrage aus China im zweiten Halbjahr deutlich beschleunigen werde. Vale betont, dass das Unternehmen derzeit Eisenerz nach China liefere, so schnell sie nur können. Das halte ich nicht für so ganz unwahrscheinlich, denn die Chinesen sind dafür bekannt, dass sie ihre Käufe verstärken, sobald ein Rohstoff im Preis gefallen ist. Wir müssen in diesem Zusammenhang immer bedenken: Auch wenn die chinesische Wirtschaft vielleicht in diesem Jahr nur noch mit acht Prozent wächst, so ist das immer noch ein so erhebliches Wachstum, dass es riesige Mengen an Rohstoffen verbraucht!

 

Die Märkte preisen gerade mit ihrer Gegenbewegung ein Szenario ein, das nicht mehr ganz dem Weltuntergang entspricht. Ob das schon für eine Bodenbildung reicht - darüber bin ich mir nicht ganz so sicher, denn die Umsätze und die Panik beim Ausverkauf waren noch recht schwach für einen tragfähigen Boden. Doch wenn die Rohstoffe sich beruhigen, ist das fast immer der erste Schritt zu einer Marktberuhigung. Beobachten Sie also das Szenario genau und testen Sie evtl. gerade jetzt einmal einen der Premiumbriefe des Investor Verlags, in denen Sie konkrete Handlungsempfehlungen für dieses Szenario erhalten.

 

Herzliche Grüße,

 

Ihre Daniela Knauer

von
Daniela Knauer
Daniela Knauer

Daniela Knauer legt großen Wert auf eine Streuung der Depotwerte und die strikte Einhaltung von Stopp-Kursen. Darauf weist sie ihre Leser regelmäßig hin.

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