China greift die High Tech-Welt an
Daniel Wilhelmi in Profit Radar zum Thema Global Anlegen
vom 13. September 2010, 19:00 Uhr
ENL5454
p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }a:link, span.MsoHyperlink { color: blue; text-decoration: underline; }a:visited, span.MsoHyperlinkFollowed { color: purple; text-decoration: underline; }div.Section1 { page: Section1; }
Ich hatte Ihnen ja geschrieben, dass sich in Chinas High Tech-Sektor in den kommenden Jahren viel tun wird. Die Masse der Anleger bekommt dies nur nicht mit, weil die Chinesen eine ganz eigene Strategie haben, wie sie ihre Wirtschaft entwickeln. China ist die Anti-USA. Die Chinesen verfolgen ihre Ziele knallhart - aber sie legen dabei großen Wert darauf, dass dies nicht an die große Glocke gehangen wird.
Ein gutes Beispiel für diese Art waren die Entwicklungen im Kupfermarkt 2009. Während der Wirtschaft- und Finanzkrise nutzte China die gefallenen Kupferpreise und die fehlende Aufmerksamkeit der Märkte aus, um still und leise konsequent Kupfer aufzukaufen. Als Chinas Aktion dann bekannt wurde, hatte das Reich der Mitte schon gewaltige Mengen aufgekauft - und stellte nach dem Bekanntwerden prompt seine Käufe ein.
Im High Tech-Sektor spiegelt keine Branche diese Entwicklung so deutlich wieder, wie der von den Deutschen so lange dominierte Solarsektor. Anfangs waren die asiatischen Solarunternehmen nur Zulieferer für die europäischen Solarfirmen mit ihren fraglos überlegenen Hochtechnologien. Westliche Solarkonzerne wie Solarworld, Qcells oder First Solar waren die gefeierten Superstars der Branche und das Maß aller Dinge.
Die asiatischen Solarunternehmen, vor allem die chinesischen Firmen, wurden hingegen von oben herab nur als preiswerte Produzenten aus Billiglohnländern angesehen. An diese unterentwickelten Konzerne sourcten die westlichen Solar-Stars aus den Industrieländern nur Teile ihrer Produktionsketten aus. Gefahr befürchteten die damaligen Solarfirmen nicht.