China geht sehr geschickt vor
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vom 9. Oktober 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
China wird wesentlich schneller als jede andere Volkswirtschaft der Welt zu den starken Wachstumsraten der letzten Jahre zurückkehren. Darauf beruht die große Hoffung der Weltwirtschaft. Denn dann gibt es wieder so etwas wie einen Staubsauger-Effekt. Die chinesische Wirtschaft entwickelt eine derart starke Sogwirkung, dass davon auch andere Volkswirtschaften decken.
Und die Chinesen haben die Krise genutzt. Während andere noch um die Rettung ihrer angeschlagenen heimischen Banken bemüht waren, geht China weiter auf Einkaufstour nach Rohstoffen, Agrarflächen, Industriebeteiligungen. Und China geht dabei sehr langfristig vor.
Ich habe es selbst vor fast 15 Jahren in Westafrika gesehen, als dort die ersten Chinesen auftauchten. Nicht wie die Deutschen, um Entwicklungshilfe zu geben, nein, um Handel zu betreiben, Geschäfte zu machen. So haben sich die Chinesen längst rechtzeitig wichtige Rohstoffe und Agrarflächen gesichert. Das ist sehr clever.
Ich möchte es einmal bewusst böse formulieren: Als autoritäres System kann sich China auch Politiker leisten, die nicht nur bis zur nächsten Wahl schielen. Denn es gibt in China keine Wahlen.
Weitere „böse" Einsichten gibt heute Abend ab 21.30 Uhr auf 3sat.
Gute Kurse wünscht bis dahin
Volkmar Michler