China, Afrika, wahre Worte und Arbeitlose
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Global Anlegen
vom 5. Oktober 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
*** Zum Beitrag von letzter Woche Mittwoch, „China und Afrika" fragte ein Leser:
„Und wo bekommt man diese GTZ-Studie, zu welchem Preis - und wie viel Seiten ist der Schinken dick??"
Meine Antwort:
Der „Schinken" ist mit 92 Seiten gar nicht so dick.
Wenn Sie diese Studie interessiert, dann habe ich einen Link für Sie - da erhalten Sie die 92 Seiten als PDF-Datei:
Link GTZ Studie „Chinas Engagement in Afrika"
*** Na so was. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen ein Vorstandsmitglied der Bundesbank: Thilo Sarrazin.
Was wird ihm vorgeworfen? Er hatte in einem Interview mit „Lettre International" sein Fachgebiet verlassen, und ein paar Takte zu den Problemen seiner Heimatstadt Berlin formuliert. Unter anderem diese klaren und wahren Worte führten dazu, dass gegen ihn eine regelrechte Treibjagd losging:
„Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und für 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin."
Ich sehe kein Falsch an seinen Worten. Im Gegenteil.
*** Dann wurde mir mitgeteilt, dass es beim Weiterleiten von Leserzuschriften aktuell wohl einige „technische Probleme" gibt. Bitte sehen Sie es mir also nach, wenn ich nicht antworte - vielleicht habe ich die Zuschrift dann gar nicht erhalten.
*** Und eine Grafik zu Wochenbeginn:
Quelle: St. Louis Fed
Dargestellt ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Der gewaltige Anstieg der aktuellen Rezession ist gebremst, hat sich umgekehrt. Sieht ähnlich aus wie Anfang der 1980er, und danach ging es wieder aufwärts.
Haben wir also wirklich das Schlimmste hinter uns, Talsohle durchschritten?
Ich bleibe vorsichtig. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist immer noch verdammt hoch. Bei Werten über 500.000 (pro Woche!) würde ich keine Entwarnung geben. Und zuletzt waren es 551.000.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche!
Ihr
Michael Vaupel
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Tom Hasemann (05.10. 2009 12:52 Uhr):
Obwohl ich zum eher Mitte-Links eingestellten Teil der Bevölkerung gehöre und mein Leben lang so gewählt habe, muss ich Ihrer Meinung, bez. Herrn Sarrazin zustimmen. Ok, meine Meinung zum Landesteil östlich der Weser, bzw. der Ostzone, auch Berlin, ist auch etwas anders, auch stehe ich zu meiner Meinung -Deutschland in den Grenzen von 1988, ohne Berlin-. Herr Sarrazins Fehler war aber, dass er bestimmte Sachen, wie z.B. die -Kopftuchkinder- u.ä. sagte, womit seine Gegner so richtig Gelegenheit haben, aufzuschreien und vom eigendlichen Sinn seiner Worte abzulenken. - Meine Meinung.
Antworten - Kommentar von oetzel (05.10. 2009 12:58 Uhr):
Bravo Herr Sarrazin und nochmals Bravo!! Endlich sagt einer,dessen Wort gehoert wird, mal die Richtgen Worte und ich hoffe nur das diese worte in die richtigen ohren kommen!!!!! Moechte betonen und stelle das ausdruecklich fest ,das ich kein Rassist bin und auch keiner werden will!!!
Antworten - Kommentar von Dietmar Spriesterbach (05.10. 2009 13:28 Uhr):
Sehr geehrter Herr Vaupel, Ihre Sympatien gegenüber den Äußerungen von Herrn Sarrazin kann ich nicht teilen. Als mein Sohn in die Grundschule kam, waren dort auch ca. 15 muslimische Kinder in seiner Klasse. Ich habe dann auch gedacht: Mal sehen was da kommt! Ich vermutete, dass die Mädchen nicht am Sport teilnehmen durften, es Probleme beim Mittag mit Schweinefleisch geben wird, kopftuchtragende Mädchen, keine Teilnahme an Klassenfahrten usw. Aber, alles falsch. Die muslimischen Eltern waren immer die Ersten, wenn es "Arbeit" für die Eltern gab. Sie haben sich stets für Ihre Kinde im positiven Sinn eingesetzt, so wie wir das auch tun. Jetzt, in der weiterführenden Schule, sind nur noch wenige "migranten" - Kinder in seiner Klasse. Manchmal glaube ich, dass die Lehrer erst einmal alle "Migrantenkinder" auf die Hauptschule schicken, da in der Regel von deren Eltern die geringste "Gegenwehr" zu erwarten ist. Aus meiner Sicht waren in der Klasse meines Sohnes deutlich weniger Migrantenkinder, denen ich das Gymnasium nicht zugetraut hätte. Ehrlich gesagt halte ich unser Schulsystem für viel verstaubter und undurchlässiger als die gängigen Vorurteile gegenüber den Migrantenkindern! Mit freundlichen Grüßen
Antworten - Kommentar von Gregor Gaspar (05.10. 2009 16:42 Uhr):
Hallo Herr Vaupel, Sie haben meine volle Sympathie! Bleiben Sie weiterhin so ehrlich und geradeaus wie Sie sind - ohne sich um die "politische Korrektheit" zu scheren! Ideologische Verblendung jedweder Art hat bereits mehr als genug Unglück in dieser Welt verursacht. Nur mit gesundem Realitätssinn kommt der Mensch voran. Weiter so!
Antworten - Kommentar von mgarhammer (05.10. 2009 17:46 Uhr):
thema Sarrazin - Ich stimme voll zu. Ich habe nichts gegen Ausländer, solange sie sich verhalten wie es in einem Gastland sein soll, arbeiten und ihren Unterhalt verdienen und ihre Steuern zahlen.
Antworten
ENL5454
- Kommentar von Georg Tsiaousis (05.10. 2009 19:57 Uhr):
Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt . Das gilt für 70 Prozent der CDU-Politiker und für 90 Prozent der FDP- Politiker in Deutschland. Fischkopfstinker
Antworten - Kommentar von Heiko Diesner (06.10. 2009 16:46 Uhr):
Sehr geehrter Herr Vaupel, offen gestanden entsetzt mich Ihre Zustimmung zu den unsäglichen Beleidigungen von Herrn Sarrazin. Als Berliner bin ich sicher nicht blind. Meine berufliche Tätigkeit bedingt häufigen Kontakt zu den von Herrn Sarrazin verunglimpften Nationalitäten. Gerade deshalb widerspreche ich mit aller Entschiedenheit! Wie bei den Deutschen auch, gibt es sicherlich auch bei unseren nichtdeutschen Mitbürgern negative Beispiele, die von Herrn Sarrazin genannten Prozentzahlen sich aber absoluter Blödsinn! Nicht einmal die Tendenz ist richtig. In meinen Augen sind diese Worte weit unter dem Niveau der Berliner Stammtische. Absolut unakzeptabel, falsch, verlogen und - jawohl - volksverhetzend! Mit freundlichen Grüßen Heiko Diesner
Antworten
