Charttechnische Gründe für die Kursverluste

in Wave Daily zum Thema Chartanalyse
vom


hat der Markt jegliche bullischen Ambitionen zerschlagen? Die wichtige Unterstützung, die ich Ihnen am Freitag für den Dow Jones noch präsentierte, wurde im vierten Anlauf wie Butter in der Sonne durchschnitten.



(Quelle: Tradesignalonline.com) Dow Jones, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Problematisch ist dabei auch, dass das bullische Elliott-Wellen-Szenario, welches im Dow Jones im Gegensatz zum DAX noch völlig intakt war, nun auch gestorben ist.

Nur die Elliott-Wellen hielten die Fahne noch hoch

Bei der Analyse des Dow Jones am 16. April, als ich zuletzt im Dow Jones die Elliott-Wellen betrachtete, gab ich bereits an, dass sich der Dow Jones längst im Bärenmodus befindet und nur noch die Elliott-Wellen die Fahne hoch hielten.

Zitat:"Ohne die Elliott-Wellen würde ich längst vollständig auf Short gedreht haben. Nach der Elliott-Wellen-Theorie hat der Dow Jones aber sogar noch Platz bis auf das Hoch der Welle 1 bei 12.284 Punkten. Sie wissen ja: gemäß der Elliott-Wellen-Theorie ist das bullische Szenario nur solange intakt, wie sich das Tief der Welle 4 und das Hoch der Welle 1 nicht schneiden."

Im Dow Jones gab es nun mit dem Bruch der Marke bei 12.284 Punkten genau diese Überschneidung in den Wellen 1 und 4, die es beim DAX bekanntlich (ich berichtete) schon viel früher gab.


(Quelle: Tradesignalonline.com) Dow Jones, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Und wie oft riet ich Ihnen, nicht eine Methode alleine zu betrachten. Die fundamentale Betrachtung hatte längst aufhorchen lassen durch die immer schlechter werdenden US-Konjunkturdaten. Und dann darf ich auch noch an den Keil erinnern. Ich zitiere dazu einfach aus dem Beitrag vom 9. April:

"Trendbruch + bärischer Keil = weitere Kursverluste

Im vorliegenden Fall sieht es etwas anders aus. Der Kurs hat inzwischen nicht nur die Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck) nach unten verlassen sondern auch noch einen bärischen Keil (hellgrüne Trendlinien) nach unten aufgelöst. Damit deutet sich nun schon eine etwas ausgedehntere Korrektur an."

Leistungsfähige Elliott-Wellen

Aber man muss folgendes beachten: Sowohl im Dow Jones als auch im DAX hätte man sich allein aufgrund der Elliott-Wellen-Theorie vor Kursverlusten schützen können. Denn schließlich war klar, dass nach der Welle 3 eine Welle 4 folgen würde ("Zuerst noch eine kleine, dann jedoch eine große ABC-Korrektur"). Und diese Welle 4 hätte man mit leerem Depot ganz entspannt abwarten können.

Lediglich der Wiedereinstieg in Erwartung einer noch folgenden Welle 5 hätte zu Kursverlusten geführt. Wer aber unter dem Hoch der Welle 1 einen StoppLoss gesetzt hätte, wäre hier mit einem blauen Auge davon gekommen. Ein weiteres Beispiel für die Leistungsstärke der Elliott-Wellen.

Beispiel DAX

Für den DAX schrieb ich am 13. April zum Beispiel: "Nach der Welle 4 wird eine Welle 5 folgen, solange die Marke von 6.430 Punkten nicht unterschritten wird. Zwischen 6.600 und 6.500 lohnt also ein Wiedereinstieg in den Markt."

Im schlechtesten Fall wären damit Kursverluste von 170 Punkten (also von knapp unter 6.600 auf knapp unter 6.430) entstanden. Doch sowohl die Kursverluste von ca. 7.200 auf 6.600 als auch die aktuellen Verluste von 6.430 auf ca. 6.000 hätte man sich ersparen können bei entsprechendem Trading-Stil.

Natürlich wäre man vermutlich nicht exakt am Hoch ausgestiegen, aber Sie wissen, was ich meine. Auch hierfür ein Beispiel: Am 22. März wies ich Sie bei einem Punktestand knapp unter 7.000 Punkte auf das mögliche Ende der Welle 3 hin.

von
Sven Weisenhaus
Sven Weisenhaus

Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.

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