Charttechnisch lupenreine Aufwärtstrends
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 3. Januar 2011, 13:00 Uhr
ENL5454
Meine letzte Chartanalyse liegt schon einige Zeit zurück. Am 4. Oktober hatte ich Ihnen einige statistische Informationen zukommen lassen, die für die aktuelle Beitragsreihe natürlich wieder topaktuell sind. Insbesondere, wann sich aus Monatssicht ein Ein- bzw. Ausstieg in Gold lohnt. Und hier lässt sich sagen, während der Januar noch Kursgewinne verspricht, sieht es für Februar und März schon deutlich dunkler aus - wie gesagt, rein statistisch gesehen. Doch werfen wir nun endlich auch einen Blick auf die Charts.
In der extrem langfristigen Sicht, im (logarithmischen) Chart von Anfang 2002 bis heute, hat sich im Grunde nicht viel geändert.
(Quelle: CFX-Broker) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen, logarithmische Darstellung
Eingezeichnet habe ich in diesen Chart auch den Zeitpunkt meiner letzten Analyse (blaue senkrechte Linie) vom 4. Oktober, in der ich auch diesen Chart verwendet habe. Der Kurs hangelt sich entlang der oberen Linie des Trendkanals. Ein finaler Ausbruch in Form einer Übertreibung kann vielleicht noch stattfinden. Die Wahrscheinlichkeit ist aber einfach riesengroß, dass der Kurs im Trendkanal verweilt. Insofern ändert auch eine größere Korrektur nichts an dem derzeit durchaus bullischen langfristigen (auch fundamentalen) Gesamteindruck, wohingegen eine weitere dynamische Aufwärtsbewegung unwahrscheinlich erscheint. Und bei obigem Chart wäre sogar eine Korrektur auf 800 Dollar, was immerhin einem Rückgang von über 40% entspräche, nicht schädlich für den Aufwärtstrend.
Logarithmische und arithmetische Charts sprechen die selbe Sprache
Auch durch eine Änderung der Sichtweise durch den Wechsel auf arithmetische Preise wird dieser Eindruck wenig beeinflusst.

(Quelle: CFX-Broker) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen, arithmetische Darstellung
Im Gegenteil - hier wird sichtbar, dass die Dynamik des Kursanstiegs immer mehr zugenommen hat. Aus meiner Sicht ist hier eine klare Übertreibung erkennbar, die zumindest eine abnehmende Dynamik erwarten lässt.
Zwar wäre in dieser Charteinstellung der Aufwärtstrend bei einer Korrektur deutlich früher gebrochen, doch der positive Gesamteindruck des Charts wird für mich erst bei einem deutlichen Unterschreiten des Ausbruchsniveaus bei ca. 1000 Dollar gestört. Ein derart steiler und lang anhaltender Aufwärtstrend schreit aber auch einfach nach einer "reinigenden" Korrektur.
Ein Jahr ging zu Ende
Damit möchte ich die Diskussion um das Gold zwar noch nicht beenden, denn im nächsten Beitrag werde ich einen etwas kurzfristigeren Blick auf die Charts vornehmen und auch auf die hier bereits angedeuteten Elliott-Wellen eingehen, doch ich möchte mit diesem ersten Beitrag des neuen Jahres zumindest passender Weise das letzte Jahr abschließen.
Ich möchte mich für Ihre Treue und Ihre Beteiligung an diesem Newsletter sehr herzlich bedanken und freue mich, Ihnen auch in diesem Jahr spannende Themen präsentieren zu dürfen. Die Börse wird ganz sicher auch weiterhin spannende Geschichten schreiben, die ich für Sie dann hier in Form des Wave Daily verpacken darf.
Ich wünsche Ihnen einen sehr guten Start in das neue Jahr.
Sven Weisenhaus
