Charttechnik: Pflicht und Kür
Tom Firley in Investors Daily
vom 17. März 2009, 18:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
wie fange ich jetzt an, ohne vermessen oder eingebildet zu klingen? Sagen wir mal so:
Wenn Sie recht gut Fußball spielen können, dann probieren Sie auch mal einen neuen, ungewohnten Dribbel-Trick. Wenn Sie Künstler sind, haben Sie im weitesten Sinne auch Ihre Richtlinien, können aber auch vollkommen neue Darstellungsweisen schaffen. Selbst als Flugzeug-Kapitän ist manchmal (hoffentlich nicht oft...) auch Ihr Improvisations-Talent gefragt...
Bevor Sie aber innovativ werden können oder sogar sollten, müssen Sie in allen Berufs-Sparten - ob Künstler, Boxer oder Hebamme - erst einmal die Grundlagen beherrschen. Daher:
Linien-Chart Dow Jones - Standard
Hier also der Dow Jones-Chart mit den (meisten) bekannten herkömmlichen Linien (wobei selbst diese von Analyst zu Analyst variieren - hey, ich habe nichts Böses gesagt...). Sie finden in diesem Linien-Chart...
... schwarz gestrichelt den Abwärtstrendkanal
... grün und rot durchgezogen das letzte wichtige Hoch bzw. Tief
... grün und rot gestrichelt zur Orientierung die 7.000 und 8.000er Marke
... schwarz durchgezogen (m.E. wichtig) das Tief aus 2008
... den kurzfristigen 20- und 50-Tage-GD.
Im unteren Chartteil habe ich noch den (in Seitwärtsphasen zu Fehlsignalen tendierenden) MACD hinzugefügt (interessant ist die gestrichelte Divergenz).
Dies, meine Damen und Herren ist grob gesehen - wie man im Eiskunstlauf sagt - die Pflicht. Der Chart ist auf diese Weise fast selbst erklärend, da die wichtigen Marken deutlich erkennbar sind.
Für heute lasse ich Sie mit dieser Pflicht alleine. Morgen kommt die Kür. Und dann wird auch meine etwas fragwürdige Einleitung etwas verständlicher werden.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
PS: Bitte beachten Sie folgenden Gastbeitrag von Henrik Voigt. By the way: Herr Voigt ist einer der wenigen Analysten, der mit seinen Empfehlungen seit Jahresanfang tatsächlich Gewinne macht (das ist keine Werbung, sondern Fakt).
