Charttechnik oder Fundamentalanalyse?
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 17. Februar 2011, 08:30 Uhr
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die Börsen haben gestern freundlich und auf neuen Mehrjahreshochs geschlossen. Das kennen Sie ja schon. Bemerkenswert ist allerdings, dass dies trotz allenfalls mittelmäßiger Konjunkturdaten und Meldungen über iranische Kriegsschiffe im Suez-Kanal zustande kam. Daran sehen Sie recht gut, dass Konjunkturdaten nicht zwangsläufig die Kurse treiben, sondern dass Trends (erst recht über Monate verfestigte Trends) und die Psychologie der Anleger wesentlich stärkere Kurstreiber sind. Und genau dies ist auch Grundlage der technischen Analyse, die ich zu meiner Analysemethode gemacht habe. Ich versuche mit dieser Methode, Trends solange wie möglich mitzunehmen und Trendwechsel rechtzeitig anhand bestimmter, immer wiederkehrender Muster zu erkennen. Ein bekannter Analyst sagte einmal sehr treffend, dass die Kurse solange steigen, wie es mehr Idioten als Aktien gibt.
Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse etwa, wo eher versucht wird, den Markt zu kaufen, wenn er aus Analystensicht "billig" ist und zu verkaufen, wenn er "teuer" ist. Diese Sichtweise hat den Nachteil, dass sie sehr subjektiv ist. Dem Markt kann das eine ganze Weile wurscht sein. Bereits Anfang 2008 beispielsweise hagelte aus der "Fundamentalistenecke" fleißig Kaufempfehlungen für die ach so billigen Aktien, die sich danach weiter fleißig halbierten oder drittelten. Stoppkurse kennt diese Methode nicht, da ja billig gekauft wurde und der Markt gefälligst zu steigen hat, wenn er billig ist. Viele der damals empfohlenen Titel notieren heute noch immer weit von den damals empfohlenen Niveaus entfernt.
Aktuell höre ich immer öfter von der Fundamentalanalyse, der Markt seit teuer und überbewertet und man könne nur noch selektiv kaufen. Teuer, mag sein. Aber das bestimmt der Markt und nicht der Analyst. Mir machen eher die maßlos überhitzten Stimmungsindikatoren Sorgen, die irgendwann für eine Korrektur sorgen werden. Solange allerdings die Trends intakt sind, können Sie diese ruhig weiter spielen. Einmal verfestigte Trends laufen häufig weiter als die Masse der Anleger denkt. Die Blasen in 2000 und 2007 sind gute Beispiele dafür. Der Markt war zwei Jahre vorher schon viel zu teuer, was ihn nicht am Steigen hinderte.
Ich schaue mir lieber die Charts an und setze auf technisch gesunde Aktien. Derzeit habe ich einige Titel im Fokus, die sich seit einigen Wochen in Korrekturen befinden. Sollte der Gesamtmarkt ebenfalls korrigieren, ist dort nicht mehr viel Platz nach unten und meine Leser in meinem Börsendienst DAX Profits werden dann dort einsteigen. Interessiert?
Hier verrate ich Ihnen, wo Sie jetzt noch ohne Risiko einsteigen können: