Charttechnik: Dow Jones im Niemandsland
Tom Firley in Investors Daily Update
vom 6. Februar 2009, 11:55 Uhr
Liebe Leser,
einen Vorteil hat das Seitwärtsgeplänkel im Dow Jones Industrial der letzten Wochen: Die Entscheidungslinien scheinen charttechnisch klar definiert zu sein:
Die letzten - scheinbar ewigen - 10 Wochen geistert der Dow Jones nun im Wesentlichen zwischen 7.550 und 9.000 Punkten herum; visualisiert durch die rote und grüne Linie, rechts unten im Chart.
Anhand dieses verhältnismäßig kleinen Chartabschnitts wird aber auch deutlich, wie lange wir uns schon mit fallenden Märkten bzw. diversen Krisen auseinandersetzen. Seit Oktober 2007 ist der Dow nun auf dem absteigenden Ast und bildete ziemlich genau ein Jahr einen „schönen" Abwärtstrendkanal (schwarze Parallele im Chart).
Dieser Kanal wurde dann im Oktober letzten Jahres brachial durchbrochen. Dieser Bruch ließ den amerikanischen Leitindex in wenigen Tagen über 25% an Wert verlieren. Seither warten wir auf die Entscheidung zwischen „alles wird noch schlimmer" und „langsam wieder an Käufe denken".
Ich befürchte, dass diese Entscheidung noch etwas auf sich warten lassen wird. Die Umsätze (im unteren Chartteil) ziehen zwar leicht an, allerdings nur begleitet von Miniatur-Kursausschlägen.
Mittelfristig müssen wir also abwarten, ob der Abwärtstrend (in diesem befinden wir uns nun mal) weiter an Fahrt gewinnt, oder ob bald von einer Trendwende geträumt werden kann.
Kurzfristig kann mit einer gewissen Risiko-Neigung sowohl auf der Long-Seite (=Kauf), als auch auf der Short-Seite (=auf fallende Kurse setzen) Geld verdient werden, wie ich Ihnen kürzlich anhand des BASF-Beispiels zeigte.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
