Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Dax 30
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Bereits am Montag gab ich im CFX-Broker-Blog an, dass sich im DAX neben der Unterstützung durch die runde 6.000er Marke auch rein charttechnisch eine Aufwärtsbewegung, wenn auch nur in Form einer Gegenbewegung ergeben kann. "Denn hier wurde die untere Begrenzung eines Abwärtstrendkanals erreicht. Nun könnte es schlicht wieder in Richtung obererer Begrenzung laufen", schrieb ich und gab dazu folgenden Chart an.
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen
Betrachtet man den DAX heute bei fast 6.100 Punkten, könnte genau dies derzeit passieren.
Zusammenfassend spricht also folgendes für eine Aufwärtsbewegung in den Indizes:
Runde Marken
DAX und Dow Jones notieren nahezu zeitgleich an ihren runden Marken (6.000 und 12.000). Ist es nicht faszinierend, dass beide Indizes wie durch Zufall wieder einmal zum gleichen Zeitpunkt zu solch markanten Chartmarken gefunden haben?!
Psychologischer Effekt
Durch das gleichzeitige Erreichen von psychologisch wichtigen Marken könnte sich ein Bereich etablieren, an dem sich beide Indizes nun ein wenig reiben werden. Und natürlich gilt dies umso mehr, weil auch der S&P500 und der Nasdaq100 entsprechend solide Bereiche angesteuert haben. Hier wird sicherlich ein Kampf zwischen Bullen und Bären ausgefochten, der möglicherweise entscheidet, in welche Richtung der Markt künftig weiter läuft.
Saisonalität
Saisonal betrachtet, so berichtete ich bereits am Freitag, stehen nun im Hinblick auf das Wahljahr in den USA wieder bessere Zeiten bis zum Jahresende an. Allerdings sollte man sich allein hierauf natürlich nicht berufen.
Sentiment
Die Stimmung unter den Anlegern war zuletzt eher gemischt. Durch die aktuell recht dynamischen Kursverluste und den Bruch der psychologisch wichtigen Marke von 6.000 Punkten im DAX dürfte das Anleger-Sentiment inzwischen deutlich pessimistischer sein. Eine mehrheitlich schlechte Stimmung ist fast immer Voraussetzung für einen positiven Kursverlauf, da gerade dann genügend potentielle Käufer noch an der Seitenlinie stehen und mit ihren Markteinstiegen die Kurse treiben können. Wer soll sonst noch kaufen, wenn alle aufgrund der positiven Stimmung bereits im Markt sind.
Fazit
Die runden Marken, verbunden mit ihrer psychologischen Wirkung, sprechen in Verbindung mit der Saisonalität, der charttechnischen Situation (Trendkanal im DAX) sowie der inzwischen sicherlich deutlich gedämpften Stimmung der Anleger für Kursgewinne. Vielleicht nicht sofort, aber Long erscheint mir insbesondere auch vor dem Hintergrund einer sehr günstigen Bewertung derzeit sinnvoller als Short.